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HörDat will besser werden
Es ist kein Geheimnis, dass es einen Reformstau bei HörDat gibt. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich am Erscheinungsbild und an den Funktionen einiges ändern. In einem ersten Schritt wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Die bislang getrennten Sammlungen 'Hörspiel' und 'Feature' sind in einer Datenbank zusammengefasst. Zur einfachen Unterscheidung sind die Feature-Titel mit grün hinterlegt.
  • Bei den Hörstücken werden die erhaltenen Auszeichnungen angegeben
  • Als 'Gute Geister' werden, soweit bekannt, Tontechniker und andere bei der Produktion beteiligte Personen genannt.
Weiter Verbesserungen werden folgen.

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10 Hörspiele im Zeitraum Mittwoch, 21. Juni 2017

Ein Fest gegen die BRD

Sendetermine: DLR - Mittwoch, 21. Jun 2017 00:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Lorenz Schröter
Auch unter dem Titel: Die Münchener Jugendrevolte "Freizeit 81" und ihre Folgen (Untertitel)
Produktion: BR 2013, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Lorenz Schröter
Inhaltsangabe: Anfang der 80er Jahre: Hausbesetzungen in Berlin, Krawalle in Zürich, Straßenschlachten in Hamburg. Da staunten die Münchner. Eine Handvoll Jugendlicher in schwarzen Lederjacken, Kinoliebhaber, Punkrocker, wollten bei der Revolution mitmachen, denn: Hey, No Future, Baby. Sie schrieben anarchistische Fanzines und Flugblätter, sprayten Parolen, zerstachen Autoreifen und zündeten Banken an. Verletzt wurde niemand - Gefühl und Härte, pessimistische Gegenwartsanalyse und subversive "Festveranstaltung gegen die BRD". Nach ein paar Monaten wurden sie von Knallhart, einem Gruppenmitglied, verraten und kamen ins Gefängnis. Halbes Jahr Untersuchungshaft für 15-jährige, die Volljährigen wurden zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. So waren die 80er in Bayern.
Die Folgen: Andrea blieb linksradikal, schloss sich der kurdischen PKK an und wurde von türkischen Milizen ermordet. Ihr Zwillingsbruder Tom sprang aus dem Fenster und starb. Florian wurde ein berühmter Maler, Anatol Filmproduzent, Evy Rechtsanwältin, Reinhard DJ und Wolfgang blieb Filmvorführer.
Für diese Dokumentation trafen sich die Überlebenden noch einmal: War der Widerstand berechtigt, ein Abenteuer, eine Kunstaktion? Ist das 'System' besser als damals gedacht? Wie würde Widerstand heute aussehen? Ginge es um die gleichen Themen: um spontanen und unkontrollierbaren Widerstand, selbstbestimmtes Leben junger Leute und die Wiederaneignung urbaner Räume?
Mitwirkende:
Susanne Schroeder
Franz Pätzold
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Deutschland 2071

Sendetermine: WDR 3 - Mittwoch, 21. Jun 2017 19:04 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Kelly Copper
Pavol Liska
Auch unter dem Titel: Germany Year 2071 (Engl. Titel)
Produktion: WDR 2017, 55 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Kelly Copper
Pavol Liska
Komponist(en): Andreas Bick
Technische Realisation: Benno Müller vom Hofe
Regieassistenz: Anne Krämer
Dramaturgie: Christina Hänsel
Übersetzung: Ulrich Blumenbach
Inhaltsangabe: Welturaufführung im WDR Funkhaus: Die international gefeierte Theatergruppe Nature Theatre of Oklahoma präsentiert ihre erste Hörspielproduktion – und den Film zum Hörspiel!
Als Auftakt des Theaterfestivals Impulse in Köln sendet WDR 3 das Hörspiel „Deutschland 2071“. Entstanden in Kooperation mit Impulse erzählt es eine ebenso dystopische wie humorvoll skurrile Geschichte über Kunst, Liebe und politisches Handeln. Parallel zum Hörspiel drehten die New Yorker Theatermacher den Kunstfilm, dessen Uraufführung am 25. Juni im Kölner Funkhaus stattfindet – live begleitet von einem originalen Trautonium.
Wir schreiben das Jahr 2071: Das Land steht kurz vor dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenbruch, Revolutionen kommen und gehen wie Sonnenstürme. Außerirdische werden erst freudig willkommen geheißen, dann verwurstet.
Die Kinderaufzucht findet bis zur Arbeitsfähigkeit in griechischen Kolonien statt und Gefühle wurden durch Emojis ersetzt. Die international arbeitende New Yorker Theatergruppe Nature Theater of Oklahoma hat „Deutschland 2071“ sowohl als Film, als auch als Hörspiel realisiert. Das Retro-Science-Fiction-Projekt zeichnet das düstere und zugleich skurril komische Bild einer neuen, alten, utopischen, dystopischen, nostalgischen, futuristischen Stadt, die deutlich an das bundesrepublikanische Westdeutschland der Nachkriegsjahre erinnert. Die Ton- und Bildaufnahmen entstanden mit großer lokaler Beteiligung vor der modernistischen Kulisse Kölns sowie diversen Baustellen Berlins – und im WDR Hörspielstudio. Alle Rollen – von den vorab gecasteten Hauptprotagonisten bis zu den Massenszenen – wurden mit Kölner und Berliner LaiendarstellerInnen besetzt: Alle, die zu den zahlreichen öffentlichen Aufnahmen kamen, wurden Teil des Projekts, die Stadt wurde zum Studio, die Live-Aufnahmen zur Performance, die wiederum zum Film – und all das zum Hörspiel.
Mitwirkende:
Joseph Sorin Pascu
Dorothy Sylvia Bertelmann
Interviewerin Katja Schwiglewski
Annemarie, Frau mit Laterne Lara Roth
Andrea/Regina Putzfrau Marie-Thérèse Yan
Mann Pavol Liska
Felix Detlef Liehr
Alter Mann/Marx Wolfgang Michel
Kerlchen/Führer/Mann/Geschichtslehrer Constantin Schädle
Polizistin/Frau Juliana Jobe
Kellner/Mann am Schloss/Boss Jörg Kernbach
Baron Bruno Matthias Matthies
Kleinste Praktikantin Selina Beskisiz
Schwester Regina Monika Loser
Flüchtling Nadine Vollmer
Revolutionär Alexander Olchawa
Ensemble Nature Theatre of Oklahoma
Links: Externer Link Homepage Andreas Bick
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Auferstehung der Toten

Sendetermine: BR 2 - Mittwoch, 21. Jun 2017 20:03, (angekündigte Länge: 53:00)
Autor(en): Wolf Haas
Produktion: ORF/WDR 1999, 58 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Krimi
Regie: Götz Fritsch
Bearbeitung: Götz Fritsch
Komponist(en): Otto Lechner
Ton: Josef Relinger
Schnitt: Herta Schumlitsch
Regieassistenz: Harald Krewer
Inhaltsangabe: "Von Amerika aus betrachtet, ist Zell ein winziger Punkt, irgendwo mitten in Europa. Aber vom Pinzgau aus gesehen, ist Zell die Hauptstadt. Zehntausend Einwohner, dreißig Dreitausender, achtundfünfzig Lifte, ein See." Soweit der Autor, bekennender Österreicher aus Maria Alm, ausgewandert nach Südwales, wieder zurückgekehrt nach Wien und nun Shootingstar des Austriakrimis. Und dort, in Zell, sind zwei Amerikaner umgebracht worden. Dass das nicht nur mit Spionage und Immobiliengeschäften zu tun hat, sondern auch mit der Vergangenheit, die ihre Krakenarme in die Gegenwart reckt, macht die ganze Sache um so spannender.
Mitwirkende:
Brenner Erwin Steinhauer
Erzähler Wolfram Berger
Deutsche Elfriede Irrall
Vergolder Harald Harth
Lorenz Karl Ferdinand Kratzl
Andi Fritz Karl
Mandl Georg Schuchter
Kathi Claudia Maria Haas
Elfi Gerda Kastner
Perterer Toni Böhm
Nemec Peter Matic
Egger Rainer Egger
Wirtin Margarete Widauer
Lois Branko Samarovski
spanischer Sprecher Juan Ricardo Olivares-Diaz
Gschwendter Konrad Zobel
Musiker -
Akkordeon Otto Lechner
Geige Anton Burger
Perkussion Herbert Reisinger
Alt-Saxophon / Bariton-Saxophon / Sopran-Saxophon Max Nagl
Baß-Klarinette / Flöte / Bariton-Saxophon Georg Graf
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Jahres (Österreich) 1999
Links: Externer Link Homepage Otto Lechner
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Schnee

Sendetermine: NDR Kultur - Mittwoch, 21. Jun 2017 20:05 Teil 3/3, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Orhan Pamuk
Produktion: NDR/DLR 2006, 164 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Norbert Schaeffer
Bearbeitung: Norbert Schaeffer
Komponist(en): Altug Ünlü
Übersetzung: Christoph K. Neumann
Inhaltsangabe: Ein Journalist und Dichter namens Ka, der lange im Exil in Deutschland gelebt hat, kommt nach Kars, eine türkische Provinzstadt. Er soll im Auftrag einer Istanbuler Zeitung die Selbstmorde junger Mädchen untersuchen, die sich umgebracht haben, weil man sie zwang, das Kopftuch abzulegen. Gleichzeitig möchte er Ipek, eine Freundin aus Studienzeiten, wiedersehen. Kaum hat er sich im Hotel Schneepalast einquartiert, wollen ihn alle möglichen Leute für sich gewinnen, Kurden, Sozialisten, Islamisten, Geheimpolizisten. Während einer Theatervorführung kommt es zu einem Eklat, der sich als realer Putschversuch erweist. Es intervenieren Soldaten, und keiner kann die Stadt verlassen, weil es seit Tagen unaufhörlich schneit. - Die Türkei auf dem Weg ins 21. Jahrhundert: zerrissen zwischen laizistischer Regierung, liberalen Eliten in den Städten und islamistischer Landbevölkerung, traditionellem und westlichem Lebensstil. Die Stadt Kars wird zur Allegorie auf das Land, das Anschluss an das moderne Europa sucht, seinen Weg dahin aber noch nicht gefunden hat.
Mitwirkende:
Wolfgang Rüter
Jens Wawrczeck
Telat Yurtsever
Erhan Emre
Demir Gökgöl
Peter Fricke
Ilknur Bahadir
u.a.
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Gegen den Tod

Sendetermine: HR 2 - Mittwoch, 21. Jun 2017 21:00, (angekündigte Länge: 59:00)
Autor(en): Elias Canetti
Produktion: DLR 2016, 59 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Hans Gerd Krogmann
Bearbeitung: Hans Gerd Krogmann
Ton: Thomas Monnerjahn
Technik: Pilipp Adelmann
Inhaltsangabe: "Der Sonne und dem Tod kann man nicht fest in die Augen schauen."
"Wir müssen böse sein, weil wir wissen, dass wir sterben. Wir wären noch böser, wenn wir von Anfang an wüssten, wann", sagt der Philosoph. Neben ihm geben IchundEr, ein Historiker, ein Ungläubiger, eine Erzählerin, ein Ironiker, eine junge Frau, ein Künstler und ein Kind den zerstreuten und widersprüchlichen Aufzeichnungen Canettis eine Stimme. Elias Canetti begann inmitten des Zweiten Weltkrieges, als junger Mann, damit, seine Gedanken in Grotesken, Tiraden und fantastischen Aphorismen gegen den Tod aufzuschreiben. An diesem Buch schrieb er lebenslang, ohne es zu veröffentlichen.
Mitwirkende:
IchUndEr Samuel Finzi
Lebensfreund Ingo Hülsmann
Historiker Ulrich Noethen
Philosoph Friedhelm Ptok
Ungläubiger Mathias Lange
Erzählerin Tatja Seibt
Ironiker Gerd Wameling
Junge Frau Lisa Hrdina
Künstler Max von Pufendorf
Eckhard Roelcke
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De Reis na Stutenbötel

Sendetermine: NDR 1 90,3 - Mittwoch, 21. Jun 2017 21:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Rudolf Reiner
Produktion: RB/NDR 1962, 49 Min. (Mono) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Mundarthörspiel (niederdeutsch)
Regie: Hans Robert Helms
Inhaltsangabe: Oma und Opa Bredenschütt reisen zur Taufe ihres dreizehnten Enkelkindes nach Stutenbötel. Angst vor der weiten Reise brauchen sie nicht zu haben, denn Oma kennt sich aus, schließlich ist sie vor gut zwanzig Jahren schon einmal mit der Eisenbahn gefahren. Die einzige Schwierigkeit scheint zu sein, dass Opa ein büschen tüttelig ist. Und so nimmt denn das Schicksal seinen Lauf.
Seit seiner Erstsendung am 2. Juni 1962 wurde dieses Stück auf vielfachen Hörerwunsch bislang elfmal gesendet - und damit häufiger als jedes andere niederdeutsche Hörspiel!
Mitwirkende:
Erika Rumsfeld
Heinrich Kunst
Carl Maria Willeke
Hermann Bartschat
Fritz Schlegel
Ernst Friedrich Lichtenecker
Wilhelm Westernhagen
Ernst Rottluff
Karl-Heinz Kreienbaum
Fred Berthold
Willi Backenköhler
Fritz Börner
August Wendt
u.a.
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Gefälle

Sendetermine: DLR - Mittwoch, 21. Jun 2017 21:30, (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Friederike Mayröcker
Produktion: RIAS 1972, 53 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Regie: Hans Ulrich Minke
Erika Reichenbach
Ruth Hofmann
Gert Bazin
Ton: Gert Bazin
Inhaltsangabe: "Gefälle" erzählt in Gedankenfetzen und assoziativen Wortreihen von der massiven Unruhe eines Menschen, der auf eine Katastrophe zusteuert. Die Übungsfahrt eines Rennfahrers endet mit einem Unfall. Der tödliche Unfall des Rennfahrers Jochen Rindt 1970 wird für die Autorin zum Sinnbild menschlicher Grenzsituationen und Anlaß zur Deutung innerer Vorgänge, wie sie sich in jedem Menschen abspielen, der sich unmittelbar von einer tödlichen Katastrophe bedroht sieht.
Modulationen verschiedenartiger Geräuschelemente verbinden sich mit Mayröckers stark rhythmisierter Sprache zu einem musikalisierten Monolog.
Mitwirkende:
Michael Degen
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Spieler

Sendetermine: MDR Kultur - Mittwoch, 21. Jun 2017 22:00, (angekündigte Länge: 60:00)
RBB Kultur - Mittwoch, 21. Jun 2017 22:04, (angekündigte Länge: 56:00)
Autor(en): Jürgen Balitzki
Auch unter dem Titel: "Faites vos jeux!" an der Berliner Volksbühne (Untertitel)
Produktion: RBB/DLF 2011, 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Holger Kuhla
Inhaltsangabe: Ein Inszenierungsprozess wird beobachtet. Frank Castorf, Regisseur und Intendant der Berliner Volksbühne, will Dostojewskis Roman "Der Spieler" auf die Bühne bringen. Der Stoff soll die Beteiligten herausfordern, sich nach ihrem Verhältnis zum Spiel im ursprünglichen Sinn zu befragen und entsprechend zu agieren. Herauskommen kann das Gegenteil von Schau-Spiel: kein kontrolliertes Darstellen, sondern der Verlust der Selbstkontrolle. Und das Gegenteil von Zuschauerspaß: intellektuelle Mühe, Ärger, Selbsterkenntnis. Das ist das Risiko des Spiels - letztlich geht es um Sieg oder Untergang, ein Patt ist nicht vorgesehen. Aber spielerisches Risiko hin oder her - wo sonst als im Theater ist es noch ungestraft möglich (!) -, auf der Bühne kann das Spiel nicht jeden Tag anders ausgehen. Was bleibt davon, wenn alles fixiert ist, wenn die Inszenierung zur Aufführung, zur Routine wird? Wie bewahrt sich ein für seine Spiellust gefeierter wie verschriener Regisseur seine Visionen? Und was hat Dostojewski damit zu tun?
Mitwirkende:
Henri Hübchen
Milan Peschel
Waléra Kanischtscheff
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Fußball ist unser Tod - Über die Verantwortung der FIFA für die WM 2022 in Katar

Sendetermine: SWR 2 - Mittwoch, 21. Jun 2017 22:03, (angekündigte Länge: 56:00)
Autor(en): Tom Mustroph
Produktion: WDR 2017, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Martin Zylka
Regieassistenz: Leyla Margareta Jafarian
Technische Realisation: Jeanette Wirtz-Fabian
Technische Realisation: Dirk Hülsenbusch
Inhaltsangabe: Todesfälle, willkürlicher Lohneinbehalt, katastrophale Arbeitsbedingungen im Wüstensommer: Für die WM 2022 nimmt die FIFA ungerührt Menschenrechtsverletzungen in Kauf. Deshalb wird sie von internationalen Gewerkschaften in Zürich nun verklagt. Die Fußball-WM 2022 in Katar ist vor allem wegen der Ausbeutung der ausländischen Arbeiter in Verruf geraten. Angeheuert für WMStadion- und Infrastrukturprojekte sind die Bauarbeiter ihren Arbeitgebern wie Lohnsklaven ausgeliefert. Sie leiden unter illegalen Rekrutierungsgebühren, Lohneinbehalt, unhygienischen Unterkünften und fehlenden Beschwerdemöglichkeiten. Auch erste Todesfälle gab es bereits. Weil viele der Mängel einen Verstoß gegen die Charta der Menschenrechte bedeuten, wurde die FIFA mittlerweile durch den niederländischen Gewerkschaftsdachverband FNV vor einem Handelsgericht in Zürich verklagt. Erstmals wird juristisch verhandelt, ob die FIFA Unrecht tat, die WM an ein Land mit eingeschränkten Arbeiterrechten zu vergeben, in dem sogar gewerkschaftliche Arbeit verboten ist. Auf die zunehmende internationale Kritik reagieren die WM-Gastgeber mit einzelnen Verbesserungen. Die FIFA selbst schiebt ihre Verantwortung jedoch an die Organisatoren ab. So gehen die Menschenrechte im Geflecht des Subunternehmertums unter.
Mitwirkende:
Kerstin Tieleman
Bernd Reheuser
Hans Bayer
Andreas Laurenz-Maier
Florian Seigerschmidt
Michael Che Koch
Hildegard Meier
Daniel Wiemer
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Spieler

Sendetermine: MDR Kultur - Mittwoch, 21. Jun 2017 22:00, (angekündigte Länge: 60:00)
RBB Kultur - Mittwoch, 21. Jun 2017 22:04, (angekündigte Länge: 56:00)
Autor(en): Jürgen Balitzki
Auch unter dem Titel: "Faites vos jeux!" an der Berliner Volksbühne (Untertitel)
Produktion: RBB/DLF 2011, 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Holger Kuhla
Inhaltsangabe: Ein Inszenierungsprozess wird beobachtet. Frank Castorf, Regisseur und Intendant der Berliner Volksbühne, will Dostojewskis Roman "Der Spieler" auf die Bühne bringen. Der Stoff soll die Beteiligten herausfordern, sich nach ihrem Verhältnis zum Spiel im ursprünglichen Sinn zu befragen und entsprechend zu agieren. Herauskommen kann das Gegenteil von Schau-Spiel: kein kontrolliertes Darstellen, sondern der Verlust der Selbstkontrolle. Und das Gegenteil von Zuschauerspaß: intellektuelle Mühe, Ärger, Selbsterkenntnis. Das ist das Risiko des Spiels - letztlich geht es um Sieg oder Untergang, ein Patt ist nicht vorgesehen. Aber spielerisches Risiko hin oder her - wo sonst als im Theater ist es noch ungestraft möglich (!) -, auf der Bühne kann das Spiel nicht jeden Tag anders ausgehen. Was bleibt davon, wenn alles fixiert ist, wenn die Inszenierung zur Aufführung, zur Routine wird? Wie bewahrt sich ein für seine Spiellust gefeierter wie verschriener Regisseur seine Visionen? Und was hat Dostojewski damit zu tun?
Mitwirkende:
Henri Hübchen
Milan Peschel
Waléra Kanischtscheff
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