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HörDat will besser werden
Es ist kein Geheimnis, dass es einen Reformstau bei HörDat gibt. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich am Erscheinungsbild und an den Funktionen einiges ändern. In einem ersten Schritt wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Die bislang getrennten Sammlungen 'Hörspiel' und 'Feature' sind in einer Datenbank zusammengefasst. Zur einfachen Unterscheidung sind die Feature-Titel mit grün hinterlegt.
  • Bei den Hörstücken werden die erhaltenen Auszeichnungen angegeben
  • Als 'Gute Geister' werden, soweit bekannt, Tontechniker und andere bei der Produktion beteiligte Personen genannt.
Weiter Verbesserungen werden folgen.

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6 Hörspiele im Zeitraum Dienstag, 18. Juli 2017

Mein Körper ist eine Klangfabrik. Henri Chopin - ein Pionier der akustischen Poesie.

Sendetermine: ORF Ö1 - Dienstag, 18. Jul 2017 16:05
Autor(en): Eva Roither
Produktion: ORF 2005, 39 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Mein Körper ist eine Klangfabrik. Henri Chopin - ein Pionier der akustischen Poesie.
2005 sitzt Im Wiener Jazzclub Porgy & Bess ein kleiner, in sich zusammengesunkener alter Mann in der ersten Reihe. Neben seinem Sitzplatz - sein hellroter Rollstuhl. Er raucht, hustet und trinkt Rotwein. Er ist entzückt über die Moderatorin, die auf der Bühne über ihn spricht. 'Ahh, soo fonnie, it's soo fonnie', sagt der 82-jährige Franzose in seinem 'barbarian-english', für das er sich immer wieder entschuldigt. Es ist einer der letzten Auftritte des 2008 gestorbenen Autors der Konkreten Poesie. Unter lang anhaltendem Applaus und gestützt von zwei Begleitern wird Henri Chopin, auf die Bühne geführt. Dann startet das Tonband: ein rhythmisches Klopfen tönt aus dem Lautsprecher, ein durchdringendes Rauschen, Atmen, Schmatzen und Gurgeln, das den Boden im Saal zum Vibrieren bringt. Henri Chopin steckt sich das Mikrofon in den Mund, schnalzt mit der Zunge, pfeift und ruft: 'La vie, la vie. La seule valeur' - Das Leben, das Leben, das einzige, was zählt ...
Im Paris der 1950er Jahre hat er als Mitglied der 'Poetes Sonores' die Schriftkultur für beendet erklärt. Henri Chopin ist der erste, der mit den Mitteln des Tonbandgerätes, des Magnetbandes und des Mikrofons sogenannte 'Audio-Poeme' entwickelt und den Körper als tönendes Instrument eingesetzt hat. Rund 80 CDs und Schallplatten zählen zu seinem ?uvre. Ein Porträt des 'konsequentesten Künstlers des vergangenen Jahrhunderts' (Christian Ide Hintze).
Mitwirkende:
Günter Einbrodt
Nikolai Kinski
Doris Glaser
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Bi-Normal

Sendetermine: WDR 3 - Dienstag, 18. Jul 2017 19:04, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Irina Balzer
Christian Lerch
Produktion: WDR/ORF 2015, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Matthias Kapohl
Inhaltsangabe: Vor fünf Jahren bekam Justine die Diagnose 'Bipolare Störung'. Betroffene pendeln zwischen depressiven und manischen Phasen, denen von Außen häufig mit Unverständnis und Abwehr begegnet wird. Bipolarität zählt zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen in Deutschland.
Die Folgen von Justines Diagnose waren Medikamente, Nebenwirkungen und berufliche Ausgrenzung. Ständig beobachtete sie ihr Verhalten, ob ihre Stimmungen und ihr Verhalten zu extrem waren. Nach einer Zwangseinweisung und mehreren psychiatrischen Untersuchungen wurde Justines Diagnose widerrufen. Immer mehr Experten warnen vor der Pathologisierung von psychischen Abweichungen. Doch viele Betroffene finden in der Diagnose endlich eine Erklärung für ihr Leiden. Wie Olivia, 49 Jahre alt: "Vor der Diagnose fühlte ich mich wie der Zweig einer dünnen Birke. Durch die Medikamente wurde ich zu einem Baumstamm."
Mitwirkende:
Effi Rabsilber
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Kupfer - Element der Zwietracht - Eine Geschichte vom ewigen Kampf

Sendetermine: DLF - Dienstag, 18. Jul 2017 19:15, (angekündigte Länge: 45:00)
Autor(en): Michael Faulmüller
Produktion: DLF 2017, 36 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Matthias Kapohl
Ton und Technik: Christoph Rieseberg
Ton und Technik: Kathrin Fidorra
Inhaltsangabe: Die Nutzung von Kupfer reicht bis in die Zeiten zurück, als Menschen die Landwirtschaft erfanden, die Schrift, das Geld und den Staat. Und mächtige Götter an Stelle der alten Elementargeister. Seither weckt das rote Metall unsere Gier zwar nicht so stark wie Gold und erinnert nicht so sehr an Tod und Verderben wie Uran, aber es ist auff allend häufig im Spiel, wenn irgendwo auf der Welt Konflikte ausgetragen werden. Liegt das einfach nur daran, dass Kupfer in so vielen Bereichen unersetzlich ist und immer mehr davon gebraucht wird? Oder wirken da Widersprüche, die dem Material inhärent sind? Bildet Kupfer den roten Faden vom Kampf um Troja zu den asymmetrischen Kriegen, Handelskonflikten und ökologisch begründeten Auseinandersetzungen von heute? Bei der Arbeit an seiner Geschichte dieser Kämpfe erhielt der Autor überraschend Unterstützung von allerhöchster Stelle.
Mitwirkende:
Sascha Schorr
Justine Hauer
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Mich mir merken

Sendetermine: SWR 2 - Dienstag, 18. Jul 2017 19:20, (angekündigte Länge: 40:00)
Autor(en): Ruth Benrath
Produktion: SWR 2015, 39 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Judith Lorentz
Inhaltsangabe: Eine Tochter besucht ihre Mutter im Pflegeheim und verwickelt sie in ein Gespräch über früher. Sie will das Erinnerungsvermögen der Mutter anregen, indem sie ihr Geschichten über das einstige Familienleben entlockt. Dabei kommt es zu einer spiegelbildlichen Identitätsvergewisserung: Die Mutter erzählt der Tochter Geschichten aus ihrem Vorleben, die diese nicht kennt, ebenso wie die Tochter die Mutter an Geschichten aus der gemeinsamen Vergangenheit erinnert, die diese mehr und mehr zu vergessen droht. Die Erinnerungsarbeit, die Mutter und Tochter in ihrem Gespräch leisten, stellt nicht nur den Versuch dar, den Gedächtnisverlust der Mutter wenn nicht aufzuhalten, so doch vielleicht abzumildern, sondern auch das Bemühen der Tochter, sich der eigenen Kindheitserinnerungen zu vergewissern, deren Garant einst die Mutter war. »Das Hörspiel MICH MIR MERKEN ist der Versuch, das Thema Demenz anhand einer Mutter-Tochter-Begegnung zu inszenieren. Dabei interessiert mich am meisten, wie Erkenntnis und Sprache einer dementen Person funktionieren. Sowohl die Verengung als auch die Erweiterung der mütterlichen Wahrnehmung, die gerade in ihrer Fehlleistung eine erstaunliche Poetizität entfaltet, habe ich versucht, in der Kommunikation zwischen den beiden Figuren abzubilden, denen jeweils eine innere Stimme beigesellt ist«, schreibt die Autorin zu ihrem Hörspiel.
Mitwirkende:
Christine Schorn
Tanja Wedhorn
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Die Stimme im Schrank

Sendetermine: DLF - Dienstag, 18. Jul 2017 20:10, (angekündigte Länge: 40:08)
Autor(en): Raymond Federman
Produktion: BR/SR 1990, 41 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Norbert Schaeffer
Bearbeitung: Norbert Schaeffer
Ton und Technik: Uta von Reeken
Ton und Technik: Hans Scheck
Regieassistenz: Irene Schuck
Übersetzung: Peter Torberg
Sylvia Morawetz
Inhaltsangabe: "Mein Leben begann in einem Schrank." So umschreibt Federman das zentrale Ereignis seines Lebens: Versteckt in einem Schrank bzw. einem Kabuff entkommt er 1942 in Paris der drohenden Deportation. "Tod" und "Wiedergeburt" des Jungen in diesem Versteck bestimmen die folgende Identitätssuche, sind Metapher in den literarischen Arbeiten Federmans, die sich zu einem einzigen Werk zusammenfügen. Allgegenwärtig ist das zentrale, unaussprechliche Ereignis seines Lebens, das ständig umgangen werden muss - die Ausrottung seiner Familie, ein Schicksal, dem er nur entging, weil seine Mutter ihn in einen Schrank sperrte. "Ich war dreizehn oder vierzehn, als meine Eltern deportiert wurden, und an die Zeit davor habe ich nur äußerst verschwommene Erinnerungen. Ab dem Tag, an dem ich jenen Schrank verließ, kann ich die Geschichte jedes einzelnen Tages nacherzählen." Doch ist es nicht eine Stimme, die in diesem Schrank spricht, es sind mehrere, einander ergänzende, sich widersprechende Stimmen - es ist der Autor Raymond Federman, der die Geschichte seines Lebens sucht, umkreist und immer wieder neu erzählt.
Mitwirkende:
Die Stimme Rolf Boysen
Vater Joachim Höppner
Mutter Elisabeth Endriss
Gestapomann Detlef Kügow
Links: Externer Link Homepage Raymond Federman
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Anselm Kiefer - Die Schöpfung der Elemente

Sendetermine: DLR - Mittwoch, 19. Jul 2017 00:05 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Klaus Dermutz
Produktion: RBB/DKultur/WDR 2015, 59 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Oliver Sturm
Inhaltsangabe: Das Feature über den Maler Anselm Kiefer, geb. am 8. März 1945 in Donaueschingen, fragt, welche Bedeutung die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft in Kiefers künstlerischem Schaffen haben. Das chemische Element, zu dem Kiefer die größte Nähe hat, ist das Blei. Der österreichische Schriftsteller Christoph Ransmayr versteht Kiefer als einen "Freund des Blei". Das Blei ist für Kiefer, wie die vier Elemente auch, ein Medium der Transformation. Kiefer forscht in seiner Arbeit nach dem, was er für die "Grundbewegung der Welt" hält. Er folgt dabei einer Überlegung von Novalis: "Ich ver geheimnisse die Materie, indem ich sie entkleide."
Mitwirkende:
Uta Hallant
Christin König
Sebastian Blomberg
Gerd Wameling
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