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Der ORF gibt Einsparungen bekannt:

Ab Mai 2017 gibt es die Sendereihe "Hörspiel-Studio" Dienstag, 21 Uhr nicht mehr.

Fallweise werden Hörspiele in der Sendereihe "Radiokunst - Kunstradio", Sonntag, 23 Uhr gespielt.

Kondolenzadresse:
ÖSTERREICHISCHER RUNDFUNK, ORF,
A-1040 Wien, Argentinierstraße 30a

hoerspiel@orf.at
gestern | heute | morgen | 25. Jul | 26. Jul | 27. Jul | 28. Jul | 29. Jul | 30. Jul |

25 Hörspiele im Zeitraum Sonntag, 23. Juli 2017

Wumme

Sendetermine: BR 2 - Sonntag, 23. Jul 2017 07:05
Autor(en): Ernestine Koch
Auch unter dem Titel: Wumme erfährt, warum und wie sie ohne Mutter zurechtkommen soll (1. Teil)
Wumme hilft Kuchen backen und geht allein zum Einkaufen (2. Teil)
Wumme vergißt ihr Fahhrad aufzuräumen und fürchtet sich im Keller (3. Teil)
Wumme hat Zahnweh und geht zweimal zum Zahnarzt (4. Teil)
Wumme fährt mit dem Zug und geht beinahe verloren (5. Teil)
Wumme darf so viel Eis essen, wie sie will, und fürchtet sich nachts (6. Teil)
Der Vater hat Kopfweh und Wumme hat viel Kummer (7. Teil)
Wumme wird operiert (8. Teil)
Wumme ist Papa, und Papa ist Wumme (9. Teil)
Wumme fährt allein mit dem Bus (10. Teil)
Wumme sammelt Autos (11. Teil)
Wumme feiert ein Fest (12. Teil)
Produktion: BR 1971, Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Kinderhörspiel
Regie: Jan Alverdes
Inhaltsangabe: Die Geschichten von "Wumme" haben seit 1970 Kinder und Eltern begeistert. "Wumme", die Hauptfigur, heißt eigentlich Sabine Irmingard Anneliese Müller und wird "Wumme" genannt, weil sie schon als kleines Mädchen immer "warum?" gefragt hat. Damals konnte sie allerdings das "r"noch nicht aussprechen und sagte einfach nur: "wumm?" Seitdem hat sie den Spitznamen "Wumme". Inzwischen hat "Wumme" kein Problem mehr mit dem "r", aber "warum?" ist immer noch ihre Lieblingsfrage, die sie in über 150 Folgen stellt.
Mitwirkende:
Herbert Bötticher
Regina Hackethal
Christine Ostermayer
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Jakob mit dem grünen Ohr

Sendetermine: MDR Kultur - Sonntag, 23. Jul 2017 07:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Lena Hach
Produktion: MDR 2010, 40 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Kinderhörspiel
Regie: Gabriele Bigott
Komponist(en): Lutz Glandien
Ton: Christian Grund
Inhaltsangabe: Jakob macht sich große Sorgen: Seine Mitschülerin Annika hat behauptet, er sei "noch grün hinter den Ohren" und könne unmöglich mit Fußball spielen. Als Jakob seinen Papa daraufhin bittet, sein Ohr doch einmal gründlich unter die Lupe zu nehmen, macht dieser eine unglaubliche Entdeckung: Hinter Jakobs Ohr liegt nicht nur ein grünes Mini-Fußballfeld, da steht sogar eine richtige Burg! Ein kleiner Mann steht zwischen den Zinnen und winkt; er stellt sich als König Minimillian der Kurze vor. Und Jakobs Vater sieht, spielt, erfindet noch viel mehr:
Minimillian der Kurze ist ebenso eingebildet wie verzweifelt. Seine Tochter, Prinzessin Wilhelmina die Erste und Einzige ist abgehauen, als ihr Vater sie einfach mit einem dahergelaufenen Prinzen verheiraten wollte. Jakob handelt mit dem (Vater-) König einen Deal aus: Er hilft dem König dabei, Wilhelmina zu finden, dafür darf sie heiraten, wen sie will - oder es ganz bleiben lassen. Auf seiner Suche nach der Prinzessin macht Jakob Bekanntschaft mit den zwei streitsüchtigen Hofberatern des Königs sowie einer Hummel, die als Bodyguard arbeitet. Außerdem lernt er jede Menge Sprichwörter kennen und macht sich gemeinsam mit seinem Papa Gedanken darüber, wo die wohl alle herkommen - bis Jakobs Papa irgendwann "die Nase voll hat". Aber da ist Wilhelmina die Erste und Einzige längst wieder aufgetaucht.
Expertenkommentar: Lobende Erwähnung der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste: "Ein Text, der in seinem Fluß direkt dem Denken eines Kindes entnommen scheint und kongenial gesprochen und vertont wurde."
Mitwirkende:
Jakob Yusuf El Baz
Vater, König Minimillian der Kurze, Prinzessin Wilhelmina die Erste und Einzige, Erster und Zweiter Hofberater, Bodygard Humme Rufus Beck
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats (Lobende Erwähnung) 09 2010
Links: Externer Link Homepage von Lena Hach
Externer Link Homepage Lutz Glandien
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Das neue Deutschland

Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 23. Jul 2017 08:05 Teil 1/6, (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Silvia Plahl
Auch unter dem Titel: Der Tugend-Staat – Ordnung muss sein (1. Teil)
Touristenattraktion – Warum wir sehenswürdig sind (2. Teil)
Kriegspartei – Neue Aufgaben für die Bundeswehr (3. Teil)
Dichter und Denker – Der Kulturexporteur (4. Teil)
Lehrer der Demokratie – I love Grundgesetz (5. Teil)
Die Fußballnation – Von Panzern und Ästheten (6. Teil)
Produktion: SWR 2017, ca. 180 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Nach zwei Weltkriegen galt ein starkes Deutschland stets als gefährlich. Auch heute wecken ökonomische Stärke und politische Dominanz Ressentiments. Doch wie sehen uns Nachbarn, Touristen und Migranten jenseits von „Spardiktat“ und Exportüberschuss? Nach Wirtschaftswunder und Wiedervereinigung ist Deutschland heute so stark wie nie zuvor: das bevölkerungsreichste und wirtschaftlich erfolgreichste Land in Europa. Vom Auto über die Orchester bis zum Bundesliga-Fußball: „Made in Germany“ gilt trotz Dieselskandal als Qualitätsversprechen. Wir gelten als ehrlich und effizient – und gleichzeitig als streng und humorlos. Aber ist das alles?
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Fünf Gramm Glück. Die Lebensgeschichte einer Brotdose

Sendetermine: DLR - Sonntag, 23. Jul 2017 08:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Thilo Reffert
Produktion: DLR 2015, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Kinderhörspiel ab 8 Jahre
Regie: Beatrix Ackers
Komponist(en): Lutz Glandien
Dramaturgie: Christina Schumann
Inhaltsangabe: Die Brotdose eines Schulkindes erzählt aus ihrem Leben angefangen von ihrer Erschaffung in China über die Schiffspassage bis nach Europa, wo sie die Brotdose eines Schulkindes wird und "ihren" Ludwig durch Schul- und Freizeit begleitet. Dabei übernachtet sie in der Schule - und im Kühlschrank. Sie dienst als Futternapf und lernt eine Spülmaschine von innen kennen. Und sie lüftet eines der geheimsten Geheimnisse von Brotdosen. Nämlich was das Wichtigste ist, das man als Brotdose transportieren kann!
Mitwirkende:
Zaocan/Erzähler Stefan Kaminski
Kind Ludwig Leo Knizka
Kind Ivy Elisa Fluch
Herbert Uwe Müller
Pierre Christoph Gawenda
Mutter von Ivy Marie Burchard
Kind Thorben Vincent Kruschwitz
Halberstädter Michael Kind
Fischy Shorty Scheumann (Steffen Schult)
Gouda Wolfgang Condrus
Fan/Joghurt Antje von der Ahe
Chi/Joghurt Christ Pichler
Wucan David Miesmer
Fine Katharina Burowa
A-Blatt Axel Wandtke
Sui Marie Gruber
Wancan Annette Strasser
Links: Externer Link Homepage von Thilo Reffert
Externer Link Homepage Lutz Glandien
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Wenn die Aufklärung den Fußball erreicht - Herr des Platzes

Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 23. Jul 2017 11:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Martina Keller
Produktion: WDR 2016, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Thomas Leutzbach
Ton: Rike Wiebelitz
Ton: Sebastian Nohl
Inhaltsangabe: Ausgestattet mit der Machtfülle eines Feudalherrn treffen Schiedsrichter mitunter scheinbar willkürlich Entscheidungen. Die Fans toben und die Schiedsrichter werden zur Projektionsfläche der Emotionen. Was, wenn die Aufklärung den Fußball revolutioniert?
Schiedsrichter haben das Sagen auf dem Platz. Pfeifen oder weiterlaufen lassen? Das Auge des Schiedsrichters ist schnell. Mit einem Blick erfasst er die Situation und bewertet sie. Doch das Auge der Fernsehkameras sieht mehr. In der Zeitlupe wird jede Entscheidung, jede Spielsituation seziert. Das Millionenpublikum im Fernsehsessel kriegt mit, wenn der Pfiff zu Abseits, Strafstoß, Platzverweis eine Fehlentscheidung war.
Das Spiel ist schneller geworden, athletischer, technisch anspruchsvoller und intellektueller. Der Fußball hat sich über die Jahre gewandelt und mit ihm der Herr des Platzes. Der Schiedsrichter von heute hat nahezu demokratische Züge. Ihm hilft eine Torkamera, er trägt Headset, tauscht sich mit seinen Assistenten aus und ist mitunter eine Schiedsrichterin. Kritiker fürchten um das letzte Refugium archaischer Männerkämpfe: Sollen Schiedsrichter künftig über Fouls diskutieren statt die rote Karte zu ziehen? Wohin dann mit den Emotionen, wenn die Aufklärung den Fußball erreicht?
Mitwirkende:
Bettina Kurth
Hans-Detlef Hüpgen
Hüseyin Michael Cirpici
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Kinderüberraschung

Sendetermine: NDR Info - Sonntag, 23. Jul 2017 11:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Renate Maurer
Auch unter dem Titel: Aus dem Leben eines Samenspenders (Untertitel)
Produktion: SWR 2016, 25 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Renate Maurer
Inhaltsangabe: Am Anfang war eine Zeitungsannonce: 'Zwei Frauen suchen einen Samenspender, aber keinen Vater'. Maik, Mitte Zwanzig und Student in Berlin, beschließt, dem lesbischen Paar zu 'helfen'. Sein Motiv: Gerechtigkeit. Geld will er dafür keines. Alleinstehenden Frauen und lesbischen Paaren ist der Weg zur Samenbank Mitte der 2000er Jahre zwar nicht verboten, aber den Ärzt/innen wird empfohlen, die Insemination nur bei verheirateten Frauen oder Frauen mit einem festen männlichen Partner vorzunehmen. Jetzt ist Maik Mitte Dreißig, studiert immer noch und hat mittlerweile sieben Kinder mit sechs Frauen gezeugt. Vertrauen war alles, auf Verträge verzichteten Maik und die angehenden Mütter. Das Leben lässt sich sowieso nicht durch Vertragswerke absichern, sagt Maik und hofft darauf, dass weder die Frauen noch die Kinder Unterhalt von ihm fordern werden. Mit den Müttern läuft alles gut, er hat Fotos von allen Kindern und trifft sie ab und zu. Als Vater bleibt er, wie vereinbart, auf Außenposten. Nur zu einer der Frauen, zur Französin Cécile und ihren beiden von Maik gezeugten Mädchen hat sich eine enge Beziehung entwickelt - in aller Freundschaft und mit bemerkenswertem Engagement für die Kinder. Maiks Mutter arbeitet bei Cécile als Haushaltshilfe - und ist zugleich als Oma für die Mädchen da.
Renate Maurer hat mit Maik, seiner Mutter und mit einigen der Frauen gesprochen, denen er zum Wunschkind verholfen hat. Ein Feature, das voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen steckt - so wie Maiks Leben auch.
Mitwirkende:
Irina Wanka
Philip Scheiner
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In der Strafkolonie

Sendetermine: HR 2 - Sonntag, 23. Jul 2017 14:04, (angekündigte Länge: 45:00)
Autor(en): Franz Kafka
Produktion: DRS 1981, 44 Min. (Kunstkopfstereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Claude Pierre Salmony
Bearbeitung: Claude Pierre Salmony
Tontechnik: Ernst Neukomm
Tontechnik: Vreny Palm-Rupp
Inhaltsangabe: Ein Reisender wird von einem Beamten-Kommandanten minutiös in die Wirkweise einer barbarischen Tötungsapparatur eingeführt. Als ginge es ums Brezelbacken. Kafkas düsteres Bild der von Menschen aus freien Stücken errichteten Welt als Strafkolonie rückt dem Hörer auf den Leib.
Ein angesehener Forschungsreisender erhält die Einladung, an einer öffentlichen Exekution teilzunehmen, um einen Einblick in das Rechtssystem der Strafkolonie und deren Vollzugsapparatur zu erhalten. Die Kolonie befindet sich auf einer weit abgelegenen tropischen Insel. Der dort herrschenden Rechtsordnung folgend, wird dem Angeklagten vor der Hinrichtung weder die Möglichkeit gegeben, sich zu verteidigen, noch verkündet man ihm vor der Vollstreckung das Urteil. Es findet keine Abwägung über die Verhältnismässigkeit des Urteils statt, denn in der Strafkolonie herrscht der Grundsatz: «Die Schuld ist immer zweifellos.» So kann auch der hinrichtende Offizier mit Überzeugung verkünden, dass sein Tötungsapparat der «menschlichste und menschenwürdigste» sei. Dieser Apparat führt den Hinrichtungsprozess durch, indem er dem Verurteilten das Gebot, das er übertreten hat, in die Haut einritzt. Das Hörspiel wurde in Kunstkopfstereofonie produziert. Beim Hören mit Kopfhörer ist die grösstmögliche räumliche Wirkung gegeben. Die Apparatur rückt dem Hörer auf den Leib.
Mitwirkende:
Offizier Bruno Ganz
Reisender Wolfgang Stendar
Soldat Walter Wigand
Verurteilter Heinz Bender-Plück
Sprecher Elmar Schulte
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Der silberne Pfeil

Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 23. Jul 2017 14:04 Teil 2/2, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Heinz Schimmelpfennig
Produktion: WDR 1956, 60 Min. (Mono) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Kinderhörspiel
Regie: Heinz Schimmelpfennig
Inhaltsangabe: Hans Krause und sein Freund Klaus Hellweg gehen in die gleiche Klasse eines Gymnasiums in Duisburg. Als Klaus in der Zeitung von einem großen Seifenkistenrennen liest, sind beide gleich Feuer und Flamme. Da werden sie mitmachen und den ersten Preis gewinnen: ein fabrikneues Fahrrad und zwei Wochen Amerika! Hans ist ein geschickter Konstrukteur und hat sofort eine Idee, wie das Gefährt gebaut werden müsste. Aber dafür benötigen sie Geld. Mindestens 10 Mark für die Einzelteile. Und woher sollen sie das nehmen?
Mitwirkende:
Erzähler Heinz Schimmelpfennig
Franz Krause Hermann Schomberg
Gertrud Krause Berni Clairmont
Herr Pottsehuss Hermann Pfeffer
Ein Rundfunkreporter Peter Rene Körner
Hans Krause Michael Pfeffer
Klaus Hellwig Holger Madin
Manfred Brenken Herbert Gillesen
Otto Riesler Andreas Först
Christian Brückner
Wolf Osenbrück
Klaus-Dieter Fröhlich
Walter Gillesen
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Mascha und Werner - Zwei Leben, zwei Zeiten

Sendetermine: SWR 2 - Sonntag, 23. Jul 2017 14:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Andrea Beer
Produktion: SWR 2015, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Andrea Leclerque
Inhaltsangabe: Mascha und Werner sind geistig behindert und im Alltag auf Hilfe angewiesen. Mascha ist jüdische Russin und vor dreizehn Jahren mit ihren Eltern aus Kasachstan nach Süddeutschland eingewandert.
Sie arbeitet als Verkäuferin und hat mit ihrem nicht behinderten Freund einen zweijährigen Sohn. Vieles ist für Mascha nicht einfach, aber vieles hat sie geschafft. Werner ist Mitte 80. Als Kind musste er in die »Mariaberger Heime« auf die Schwäbische Alb. 1940 erlebte er, wie seine älteren Mitbewohner von den sogenannten »Grauen Bussen« abgeholt und in die nahe gelegene »Tötungsanstalt« Grafeneck gebracht wurden. Vieles ist für Werner nicht einfach, aber vieles konnte er überwinden. Zwei Leben zu zwei Zeiten. Zwei Menschen, die ihre Behinderung unterschiedlich meistern. Andrea Beer hat Mascha und Werner fast drei Jahre lang begleitet.
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Ich renne durch den dunklen Raum und jubele - Ein Blindenfußball-Sommermärchen

Sendetermine: RBB Kultur - Sonntag, 23. Jul 2017 14:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Rainer Schildberger
Produktion: NDR/rbb 2017, 54 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Friederike Wigger
Inhaltsangabe: Der Ball rasselt. Das Spielfeld hat Banden. Wenn der Ball gegen die Bande schlägt, macht er Geräusche. Der Torwart und die Guides am Spielfeldrand dirigieren die Spieler lautstark in die passende Richtung. Diese Spieler haben eines gemeinsam: Sie sind blind. Taime Kuttig verlor sein Augenlicht, da war er zwölf. Heute ist er 24. Seine Eltern schickten ihn nach Marburg in die Blindenstudieranstalt "Blista". Hier lernte er auch den Blindenfußball kennen. Für Taime ein Weg ins Leben. Er träumt jetzt vom großen Titel. Im August 2017 findet die Blindenfußball-Europameisterschaft in Deutschland statt.
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Schere Faust Papier

Sendetermine: BR 2 - Sonntag, 23. Jul 2017 15:00, (angekündigte Länge: 48:10)
Autor(en): Michel Decar
Produktion: DLR 2016, 49 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Michel Decar
Komponist(en): Lukas Darnstädt
Ton und Technik: Alexander Brennecke
Ton und Technik: Eugenie Kleesattel
Regieassistenz: Gerald Michel
Inhaltsangabe: Drei Dämonen lassen sich durch die Geschichte der Menschheit treiben.
Es gibt ja dieses Zitat von Karl Marx, dass sich Geschichte immer zwanzigmal ereignet. Einmal als Tragödie, einmal als Farce, einmal als ZDF-Zweiteiler, einmal als BBC-Miniserie, einmal als Telenovela, einmal als Eventmovie, einmal als französischer Historienstreifen, einmal als Dokumentarfilm, einmal als Geschichtsfälschung, einmal als Hörspiel im Deutschlandradio. Was Karl Marx jedoch vergessen hatte hinzuzufügen: Wir selbst spielen die Hauptrollen, ob wir wollen oder nicht, und am Ende schauen wir uns verwundert um und fragen uns, wie das alles passieren konnte.
Mitwirkende:
Anne Kulbatzki
Josefine Israel
Juno Meinecke
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 01 2017
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Prophecies - Walt Whitman und die Kreuzfahrer der Poesie

Sendetermine: WDR 3 - Sonntag, 23. Jul 2017 15:04, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Annette Brüggemann
Produktion: WDR 2010, 53 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Walt Whitman war einer der größten Wundermänner der amerikanischen Literatur, seine Rede wirft bis heute ihr beschwörendes Echo. Die erste Ausgabe seiner legendären Gedichtsammlung „Leaves of Grass“ edierte und druckte Whitman 1855 selbst – ohne Verfasserangabe und mit einem Vorwort, das an Größenwahn grenzt. Er tritt auf, um „the greatness of Love and Democracy, and the greatness of Religion“ zu besingen. Und er zieht los, um mit seiner Dichtung die Welt zu retten – enttäuscht über die politische Realität in Amerika, über ein Land, das sich in seinen Augen in einem „kadaverhaften“ Zustand befindet. Sein Sirenengesang hat sie alle inspiriert: den Beatnik Allen Ginsburg, den Bürgerrechtler Martin Luther King, den zeitgenössischen Lyriker Hendrik Jackson, der zum „Kreuzzug der Poesie“ aufruft.
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Ein Sommer, der bleibt. Peter Kurzeck erzählt das Dorf seiner Kindheit

Sendetermine: SRF 2 - Sonntag, 23. Jul 2017 17:00 Teil 3/5, (angekündigte Länge: 70:00)
Autor(en): Peter Kurzeck
Produktion: supposé Verlag 2007, Min. (Stereo) - Feature
Regie: Klaus Sander
Schnitt: Michael Schlappa
Inhaltsangabe: 1946 in Deutschland: Aus Böhmen vertrieben findet die Familie des dreijährigen Peter Kurzeck in einem hessischen Dorf ihre neue Heimat. Rund sechzig Jahre später setzt der Schriftsteller spielerisch zum grossen Erinnerungsprojekt an und erzählt - ohne schriftliche Vorlage - das Dorf seiner Kindheit.
"Ein Sommer, der bleibt" ist ein bisher einzigartiges Hörerlebnis: Kurzeck benötigt keine schriftliche Vorlage für seine ausschweifende Erzählung. Er geht mit seiner unnachahmlichen Sprechmelodie und den manchmal märchenhaften, aber scharfsinnigen Erklärungen der deutschen Nachkriegskindheit weit über einen rein autobiografischen Zeitzeugenbericht hinaus. Kurzeck gelingt es durch seinen spontanen Bericht, das eigene Erstaunen über das Erinnerte auf die Hörerinnen und Hörer zu übertragen. Was im Moment entsteht, ist Literatur.
Im Anschluss an jede Lesung sprechen wir mit Kurzeck-Experten: Mit dem Autor Frank Schäfer, der Germanistin Prof. Natalie Binczek, dem Lyriker und langjährigen Freund Harry Oberländer sowie mit Klaus Sander, Kurzecks Verleger.
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Der Hochwald

Sendetermine: SR 2 - Sonntag, 23. Jul 2017 17:04, (angekündigte Länge: 59:00)
Autor(en): Adalbert Stifter
Produktion: ORF 2016, 56 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Andreas Jungwirth
Bearbeitung: Andreas Jungwirth
Komponist(en): Miki Liebermann
Ton und Technik: Anna Kuncio
Ton und Technik: Manuel Radinger
Inhaltsangabe: Es ist Krieg. 'Die Jungen, die Kräftigen und jene mit Geld machen sich auf den Weg, gehen in sichere Gebiete. Die anderen bleiben zurück. Sie werden Haus und Hof und Familie zu schützen versuchen. Viele werden sterben. Jene, die der Krieg nicht tötet, werden ihre letzten Sicherheiten verloren haben ...' So aktuell beginnt das Hörspiel 'Der Hochwald' nach der namensgebenden Erzählung von Adalbert Stifter, die 1842 erschien. Ein Vater versucht seine Töchter vor dem Krieg in Sicherheit zu bringen und richtet ihnen in der unberührten Tiefe des Waldes eine Hütte ein. Gut bewacht, sollen Clarissa und Johanna dort das Vorbeiziehen des Feindes abwarten. Es ist, als würde hier die Zeit stillstehen, während ringsum der Krieg tobt. Als allerdings ein vermeintlich Fremder in dieses Refugium eindringt, nimmt das Schicksal seinen verhängnisvollen Lauf ...
Mitwirkende:
Erzählerin Sophie Rois
Clarissa Stefanie Reinsperger
Johanna Pippa Galli
Vater Paul Wolff-Plottegg
Ronald Laurence Rupp
Gregor Michael König
Ritter Raphael von Bargen
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Caruso duscht

Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 23. Jul 2017 17:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): David Gieselmann
Produktion: WDR 2006, 45 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Thomas Wolfertz
Komponist(en): Andreas Dorau
Inhaltsangabe: "Caruso duscht, hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Signalton." Caruso ist viel beschäftigt. Caruso ist heiß begehrt. Caruso redet von sich nur in der dritten Person. Denn Caruso ist der aufsteigende Stern am deutschen Pophimmel. Der Rausschmiss aus einer Castingshow macht ihn nur noch berühmter. Doch wie weiter? Soll er Ulla, der Agentin der halsabschneiderischen Plattenfirma, trauen? Oder lieber Dietmar, dem schlaubergerischen Musikjournalisten und Szenekenner, der ihn eindringlich vor dem Majordeal warnt? Caruso weiß es nicht. Caruso hat auch keine Ahnung, wie diese blonde Sängerin noch mal heißt, aber das Duett mit ihr will er unbedingt. Und zu Charlotte Roche in die Sendung, da geht Caruso auch gerne hin. Aber was soll Caruso mit dem Ex-Model Trisha, und wieso ist sein Freund Lutz eifersüchtig auf die? Und warum denken eigentlich alle, Carusos Hit "Sing dein Ding" sei ironisch gemeint?
Mitwirkende:
Caruso Gustav Peter Wöhler
Laura Grunewald Annette Humpe
Lutz Oliver Brod
Rost Fabian Gerhardt
Poppeling Bernhard Schütz
Nicole Karina Plachetka
Ulla Fitz Traudl Haas
Charlotte Roche Charlotte Roche
Trisha Parker Anne Fink
Stimme A Maya Bothe
Stimme B Markus Scheumann
Stimme C Demet Fey
Stimme D Anja Herden
Stimme E Rebecca Madita Hundt
Stimme F Ill-Young Kim
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Nimmer

Sendetermine: RB Nordwestradio - Sonntag, 23. Jul 2017 17:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Frank Grupe
Produktion: RB/NDR 1991, Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Mundarthörspiel
Regie: Frank Grupe
Ton: Peter Nielsen
Regieassistenz: Daniela Staats
Technik: Franz-Josef Prunsche
Inhaltsangabe: Dass Herr Nimmer mit Vornamen Franz K. heißt, ist nicht seine Schuld. Aber es muss ein schlechtes Omen sein, denn der Mann gerät in eine bizarre Lage: Aus dem Urlaub zurück, muss er feststellen. dass seine Wohnung aufgelöst, seine Arbeitsstelle anderweitig vergeben und sein Name vollständig vergessen ist.
Für Herrn N. beginnt ein alptraumhafter Spießrutenlauf, denn wann immer er denkt, er hätte die Lösung für sein Problem gefunden, laufen seine Bemühungen ins Leere. Langsam überkommen ihm Selbstzweifel: Hat es ihn jemals gegeben? Nur einer scheint ihn zu kennen...
Mitwirkende:
Franz K. Nimmer Edgar Bessen
Wirtin Gabriele Burgsmüller
Frau Michaela Mazac
Meier Klaus-Dieter Stenzel
Mann Peter Kaempfe
Alter Heinrich Kunst
Feuerwehrmann Christian Wittmann
Beamter Thomas Schiestl
Leiter Fritz Bauchwitz
Schwester Gisela Johannson
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Man spielt nicht mit der Liebe

Sendetermine: MDR Kultur - Sonntag, 23. Jul 2017 18:00, (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Alfred de Musset
Produktion: DDR 1985, 51 Min. (Stereo) - Bearbeitung Theater
Regie: Wolfgang Brunecker
Inhaltsangabe: Im Frankreich des beginnenden 19. Jahrhunderts treffen Perdican, er kommt von der Pariser Universität, und Camille, sie kommt aus einem Kloster, nach Jahren wieder aufeinander. Sie sollen verheiratet werden. Trotz Zuneigung geraten alle Annäherungen zu Verletzungen.
Eine Intrige, von beiden gesponnen, bringt Trennung und Tod von Rosette, einem Mädchen, welches Perdican und Camille zu ihrem Spielball gemacht hatten.
Mitwirkende:
Erzähler Kurt Radeke
Baron Klaus Mertens
Perdican Ulrich Mühe
Camille Karin Weser
Madame Pluche Gisela Petry
Rosette Jalda Rebling
Maître Bridaine Gerd Ehlers
Maître Blazius Werner Dissel
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Das Dorf ist überall - ein Landtagebuch

Sendetermine: SWR 2 - Sonntag, 23. Jul 2017 18:20, (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Beate Becker
Produktion: DLR/HR 2016, 56 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Judith Lorentz
Beate Becker
Komponist(en): Roland Vanecek
Sound-Design: Martin Eichberg
Ton: Martin Eichberg
Technik: Eugenie Kleesattel
Regieassistenz: Judith Geffert
Inhaltsangabe: Sie lebt mit Mann und Kind in einem kleinen Dorf in der Pfalz und muss feststellen: Das Landleben ist schön, aber anders. Und es ist nichts für Anfänger, vor allem wenn man aus der Großstadt kommt. Hier ist jeder Tag ein Sonntag. Im Dorf gibt es kein Geschäft, kein Kino, kein Museum und der nächste Bioladen ist 27 km entfernt. Man lebt nicht im Altbau, sondern im Eigenheim und fährt ein neues Auto. Das Dorf singt zusammen im Chor, geht auf Beerdigungen, feiert und trinkt am Dorffest, der "Kerwe", dem Höhepunkt des Jahres.
Mitwirkende:
Erzählerin / Ich Katja Sieder
Besucherin Claudia Eisinger
Besucher Wilfried Hochholdinger
Er Rainer Furch
Kind Louis Simoes
Mann m. Rollator Hans-Michael Rehberg
Herr Adler Theo Pfeifer
Larl Matthias Habich
Heinz Michael Hanemann
Mann am Schießstand Uwe Müller
Mann am Gartenzaun Uwe Müller
Sabine Regine Zimmermann
Kassiererin Annette Strasser
Mann m. Hund Rainer Reiners
Harald Sebastian Becker
Anni Lamm Katharina Matz
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Hörtext 5:

One Two Two

Sendetermine: DLR - Sonntag, 23. Jul 2017 18:30, (angekündigte Länge: 28:00)
Autor(en): Ferdinand Kriwet
Produktion: WDR 1968, 24 Min. (Mono) -
Genre(s): Originalton
Regie: Ferdinand Kriwet
Inhaltsangabe: "Nicht mehr das Wahrgenommene ist wichtig, sondern das Wahrnehmen selbst." 1969 klang diese Forderung des 27jährigen Kriwet provokativ. Mit ONE TWO TWO legt er einen Beweis für die Richtigkeit seiner Aussage vor. Das Stück treibt das Prinzip Collage in unverwechselbrer Weise zur artistischen Perfektion. Herkömmliche Hörgewohnheiten werden abgebaut, von Fabel ist keine Rede mehr. ONE TWO TWO ist in einer Zeit entstanden, in der Beat und Pop die Szene beherrschten, einer Zeit der politischen Demonstrationen und künstlerischer Aktionen.

Über ONE TWO TWO schreibt epd vom 12.3.1969 u.a.: "Die Funktion solcher polyphonen literarischen Texte sieht Kriwet in 'Training und Aufklärung'. Der Laut-Terror ist nur scheinbar, die Anpassung an die Mixed Media unserer Welt ist noch nicht gefunden. Hören wir den Hörtext V daraufhin ab, so überwiegen zwar die rein lautlichen Collagewirkungen, sie bekommen jedoch schon informative Funktion durch ihre Gruppierung. Die Wörter 'Geist' und 'Herr' werden in ihrer Verzerrung durch kleinste Hitlerreden-Satzteilchen mit der religiösen Praxis konfrontiert; es gibt die Klischee-Kreise Weihnachten, Vaterland, Heim und Mutter bis Kommen ('O kommet, o kommet nach Bethlehem' / 'O komm...'), als erotische Einladung (,Kommen Sie doch herein!'). Klischee-Aufdeckung detailliert, unterbrochen von Beat oder chorischen Zitaten, gereiht bis übereinandermontiert, zum Ganzen höchstens durch den wachen Hörer selber multipliziert. Aber es gibt da Momente (aktuelle Anti-Demonstrations-Redefetzen - 'Herrherrherr'), die als plötzliche Erhellung erweiterten Informationswert bekommen. Das assoziative Hören könnte, scheint es sekundenweise, durch gezielte Phono-Montage in ein neues kritisches Bewußtsein der Gegenwart überführt werden. Erziehung zur Laut- und Sprachkritik als Umweltkritik. Die noch nicht voll erkundete Form solcher Hörtexte als 'Partitur' schafft gleichzeitig einen musikalisch-rhythmischen Raum; hier ergeben sich Spannungsmomente ganz anderer Art. Das Erkennen von Informationsspots tritt zurück, und im Idealfall wird unterschwellig die wortlose Verständigung erreicht, die den Hörer selbst produktiv macht."

Zu ONE TWO schreibt Ferdinand Kriwet: "Hörtexte verwenden theoretisch alle Möglichkeiten der menschlichen und auch künstlichen Stimmerzeugung sowie alle elektrotechnischen Möglichkeiten ihrer Analyse und Synthese mittels Aufnahme, Transformation und Montage. Neben unterschiedlichen Aufnahmepraktiken und der Verwendung spezieller Mikrophone sind vorläufig Schnitt und Mischung die in meiner Arbeit dominierenden Praktiken.
Parallel mt der fortschreitenden Konservierung von Lautsprache und ihrer allgegenwärtigen Reproduktion mittels Tonband, Schallplatte und Rundfunk erfolge eine von den optischen Bildträgern schließlich zusätzlich geförderte und beschleunigte Verminderung der menschlichen Fähigkeit zum spontanen Sprechen und ergo Denken, wovor Hans G. Helms schon in "FA:M' AHNIESGWOW" graute ('nur noch Maschinen werden ticken').
Spezifische Eigenheiten des Gesprächs als der Vollform des Sprechens (Kainz) wurden von den neuen Idiomen der elektrischen Kommunikaton verdrängt oder vollends ersetzt. Ein Hinweis unter vielen mag hierauf die bloß rhetorische Forderung vieler politischer Demonstranten nach Diskussion sein, der vielleicht die Sehnsucht nach den verlorenen Fähigkeiten des sprachlichen Kommunizierens innewohnen mag. Musikalisch gedopt entsteht seit Jahren im Beat und Rock ein der neuen Kommunikation entsprechendes Idiom, das neben phänomenologischem auch soziologisches Interesse beansprucht.
Die Polarität von spontaner und technisch konservierter Sprache in allen Erscheinungsweisen ist ein Thema von ONE TWO. Daher wurde vor der endgültigen Montage meines V. Hörtextes ein Großteil seiner Materialien in einer öffentlichen Veranstaltung von Sprechern und über Band vorgestellt und samt allen Reaktionen in einem Übertragungswagen zur späteren Verwendung aufgezeichnet.
So ist eine authentische Kontrastierung und Korrespondenz gleicher Materialien in zweierlei Realisation möglich: hier zeitgebunden live und dort (im Studio) zeitunabhängig vorproduziert.
Ein zweites 'Thema' bilden außer den fälschlich so genannten 'vorsprachlichen' Artikulationen (atmen, keuchen, stöhnen, husten, lachen etc.) solche Sprechtypen, die sich durch ihre allgemeine Vertrautheit für eine zweckfreie literarische Demonstration vorteilhaft eignen wie z. B. das Zählen, das Aufzählen, das Abzählen, das Ver- oder Erzählen, das Buchstabieren, das Fragen und Antworten samt ihren charakteristischen phonetischen Eigenschaften. Soweit sie von diesen Sprechformen nicht bedingt werden, habe ich keine grammatischen Konstruktionen komponiert, da diesen im Bereich der Schriftsprache eine ausgeprägtere und ergo kompositorisch relevantere 'Bedeutung' zukommt.
Zwischen den beiden genannten Themen vermittelt als drittes gespeichenes, teils eindeutig historisches (z. B. Hitler-Rede), teils rein phänomenologisches Material aus dem Schallarchiv des Rundfunks. Dieses Material wird sowohl als live-Mitschnitt als auch als studio- oder funkeigen Manipuliertes verwendet."
Mitwirkende:
Maria Barring
Wiltrud Fischer
Marlies Spohr
Helga Zeckra
Harry Bong
Bernd Kolarik
Günter Lampe
Hans Christian Rudolph
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I Remember/Ich erinnere mich

Sendetermine: DLR - Sonntag, 23. Jul 2017 19:00 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Joe Brainard
Produktion: DLR 2017, ca. 60 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Ulrike Brinkmann
Bearbeitung: Ulrike Brinkmann
Ton: Alexander Brennecke
Übersetzung: Uta Goridis
Inhaltsangabe: "Ich erinnere mich" besteht aus rund 500 Einträgen, die stereotyp mit jenem Satz beginnen. Keine Chronologie, keine Gliederung. Nur die blitzhafte Erinnerung des Kindes, Jugendlichen oder jungen Mannes, mal mutig, mal verschämt, mal scharf beobachtet oder scheinbar banal.
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Die Kraft der Reduktion - Minimalismus in der Kunst

Sendetermine: DLF - Sonntag, 23. Jul 2017 20:05
Autor(en): Rainer Praetorius
Produktion: DLF 2017, Min. (Stereo) - Feature
Regie: Thomas Wolfertz
Inhaltsangabe: Steve Reich und andere Vertreter der Minimal Music haben die Musikwelt beeinflusst. Club Music wie House oder Techno ist die populärste Spätfolge. Minimalismus findet man auch in anderen Kunstbereichen wie Malerei, Film oder Design. Das Grundmuster der Kachel-Gemälde des holländischen Malers Piet Mondrian wird bis in die Gegenwart in Mode und Werbung aufgegriff en. Der Franzose Yves Klein wurde durch seine monochromen Bilder weltberühmt. Pop-Art-Künstler Andy Warhol praktizierte in seinen frühen Filmen Extrem-Minimalismus und das legendär minimalistische Produktdesign der Firma Braun fand weltweit Beachtung. Jahrzehnte und viele iPhones und iPads später bedankte sich der Apple-Chefdesigner höchstpersönlich bei seinem Braun-Kollegen für die Inspiration.
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Das Liebesleben der Moleküle. Michel Houellebecq - Der Schriftsteller als Provokateur

Sendetermine: ORF Ö1 - Sonntag, 23. Jul 2017 20:15
Autor(en): Peter Angerer
Alfred Koch
Produktion: ORF 2000, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Michel Houellebecq - Der Schriftsteller als Provokateur
Das Liebesleben der Moleküle. Michel Houellebecq - Der Schriftsteller als Provokateur.
Michel Houellebecq, Jahrgang 1958, hat bisher - von der Öffentlichkeit beinahe unbemerkt - Gedichte geschrieben. Ähnliches gilt auch für seinen Roman 'Ausweitung der Kampfzone'. Dann erschien 1998 sein Roman 'Elementarteilchen' und Houellebecq fand sich berühmt. Mehr als 400.000 Exemplare wurden allein in Frankreich verkauft, es folgten Übersetzungen in 22 Sprachen.
Allerdings war es ein Skandalerfolg, den er mit 'Die Unterwerfung' noch einmal überbieten sollte: In dem 2015 erschienenen Roman schildert dieser Autor, der die Provokation liebt, wie kein anderer, ein muslimisch gewordenes Frankreich. Aber auch in den 'Elementarteilchen', die im Mittelpunkt dieses Features stehen, finden sich bereits abfällige Bemerkungen über den Islam. Dazu gibt es jede Menge derbe Sexszenen, im Mittelpunkt steht eine bösartige Abrechnung mit der 68er-Generation und am Ende des Romans wird das Szenario einer fortschreitenden Gentechnik als positive Utopie ausgemalt.
'Elementarteilchen' ist ein literarisches Zeit- und Zerrbild der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, in dem Houellebecq literarisch über Leichen geht. So macht er die Wiener Aktionisten für die Serienmörder und Satanisten als Vorläufer dingfest, denn 'unter dem Deckmantel eines Happenings hatten die Wiener Aktionisten Nitsch, Muehl oder Schwarzkogler öffentlich Tiermassaker vollzogen...'.
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Stars auf 78 - Über die Geburtsstunde der Popmusik

Sendetermine: BR 2 - Sonntag, 23. Jul 2017 21:05
Autor(en): Karl Bruckmaier
Produktion: BR 2017, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Karl Bruckmaier
Ton und Technik: Gerhard Wicho
Inhaltsangabe: Als Ralph Peer 1927 erstmals in Diensten des größten amerikanischen Medienkonzerns RCA Victor in den Süden der USA reist, war er schon ein altgedienter Talentscout und Produzent von Schellacks mit Folkmusik und Blues. Diesmal reist Peer jedoch erstmals mit einem Koffer voller Geld, mit den besten Technikern, den neusten Mikrofonen und einem brandneuen Vermarktungsmodell für Popmusik an - und wird belohnt durch die eher zufällige Entdeckung der ersten Superstars der Countrymusik, die Carter Family und Jimmie Rodgers, deren Songs die Popmusik bis heute mitprägen. Seine heute legendären Bristol-Sessions gelten als Urknall der Country-Musik und als die Geburtsstunde kommerzieller Popmusik-Produktionen.
Mitwirkende:
Sabine Gietzelt
Peter Fricke
David Zimmerschied
Sebastian Weber
Rainer Buck
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Love Letters

Sendetermine: NDR Info - Sonntag, 23. Jul 2017 21:05, (angekündigte Länge: 84:00)
Autor(en): A.R. Gurney
Produktion: WDR 1998, 87 Min. (Stereo) - Bearbeitung Theater
Regie: Klaus Mehrländer
Bearbeitung: Thomas Lehner
Übersetzung: Inge Greiffenhagen
Inhaltsangabe: Alltägliche Begebenheiten und tiefsinnige Auseinandersetzungen bestimmen das Gespräch zweier unterschiedlicher Menschen, die sich seit frühester Jugend kennen und ein Leben lang brieflich miteinander Kontakt halten: Melissa, das Mädchen aus vermögendem Haus, scheitert an der Rücksichtslosigkeit der Umwelt und endet verloren in ihren Gefühlen, die sie nicht auszuleben vermochte. Andrew hingegen, Initiator dieser brieflichen Zwiesprache, erkämpft sich Wohlstand und Ansehen mit der Präzision eines Uhrwerks. Immer wieder zieht es den erfolgreichen Mann zu diesem lasziven Geschöpf, das er liebt, ohne es zu wissen.
Mitwirkende:
Otto Sander
Nicole Heesters
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Denken lernen - Ein Underground-Gymnasium in Minsk

Sendetermine: DLR - Montag, 24. Jul 2017 00:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Inga Lizengevic
Auch unter dem Titel: Lyrik, Lieder und Briefe der Dichterin Ilse Weber (Untertitel)
Produktion: DLR 2017, 50 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Johanna Olausson
Ton: Martin Eichberg
Regieassistenz: Susanne Franzmeyer
Inhaltsangabe: Seit 14 Jahren unterhalten Eltern und Lehrer eine konspirative Schule in einem Vorort von Minsk.
Als Diktator Lukaschenka das aufmüpfige Jakub Kolas Lyceum 2003 schließen ließ, organisierten sich Lehrer und Eltern auf eigene Faust. In Belarus dürfen Kinder außerschulisch lernen, sind aber verpflichtet, regelmäßig an staatlichen Prüfungen teilzunehmen. Offiziell existiert die Schule nicht. Der Unterricht geht weit über den offiziellen Lehrplan hinaus. Kritisches Denken wird gelehrt und vorgelebt. Im Lehrerkollegium sind einige der führenden Intellektuellen des Landes.
Mitwirkende:
Hansa Czypionka
Malina Ebert
Martin Engler
Christian Heisler
Marija Mauer
Nastassja Revvo
Mandy Rudski
Inga Lizengevic
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