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HörDat will besser werden
Es ist kein Geheimnis, dass es einen Reformstau bei HörDat gibt. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich am Erscheinungsbild und an den Funktionen einiges ändern. In einem ersten Schritt wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Die bislang getrennten Sammlungen 'Hörspiel' und 'Feature' sind in einer Datenbank zusammengefasst. Zur einfachen Unterscheidung sind die Feature-Titel mit grün hinterlegt.
  • Bei den Hörstücken werden die erhaltenen Auszeichnungen angegeben
  • Als 'Gute Geister' werden, soweit bekannt, Tontechniker und andere bei der Produktion beteiligte Personen genannt.
Weiter Verbesserungen werden folgen.

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18 Hörspiele im Zeitraum Samstag, 19. August 2017

Doberschütz und der amerikanische Freund

Sendetermine: DLF - Samstag, 19. Aug 2017 00:05, (angekündigte Länge: 52:57)
Autor(en): Tom Peuckert
Produktion: WDR 2016, 53 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Thomas Leutzbach
Technische Realisation: Andreas Meinetsberger
Inhaltsangabe: Frank Doberschütz, ehemaliger Kriminalpolizist und nach seinem Rauswurf illegaler Privatdetektiv in den letzten DDR-Jahren in Ostberlin, bekommt von einer unbekannten Frau den Auftrag, die Hintergründe zum Tod eines US-Bürgers zu erforschen: Dean Cyril Reed.
Read war eine der schillerndsten Figuren im DDR-Apparat. Nach geringem Erfolg als junger Hillbilly-Sänger in Denver wurde er zum Teenager-Star in Lateinamerika, er trat als Schauspieler in Telenovelas auf und engagierte sich politisch. 1966 traf er sich mit Che Guevara. Über die Sowjetunion gelangte er als Schauspieler nach Italien, dann in die DDR, wo er als Marxist und "Sänger des anderen Amerika" einen festen Platz in der Unterhaltungswelt hatte. Als sein Ruhm schwand, begann er sich wieder in Richtung USA zu orientieren, was aber dort nicht zu einem Comeback führte. Sein früher Tod mit 48 Jahren und seine Verwicklungen in Geheimdiensttätigkeiten sind der Stoff dieser neuen Folge der "Doberschütz"-Reihe.
Mitwirkende:
Frank Doberschütz Felix Goeser
Peter Petruschka László I. Kish
Auftraggeberin Gitta Schweighöfer
Dr. Tobias Hahn Axel Wandtke
Bernd Luther / Johannes Gregor Barnaby Metschurat
Verfolger / Passant Marian Funk
Taxifahrer Gerd Grasse
Nachbarin / Kellnerin Christine Felix Pohl
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Landschaft mit Ruine - Eine Lange Nacht über Reisen nach Italien

Sendetermine: DLR - Samstag, 19. Aug 2017 00:05, (angekündigte Länge: 170:00)
DLF - Samstag, 19. Aug 2017 23:05, (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Nora Bauer
Produktion: DLF/DLR 2017, ca. 170 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Nora Bauer
Inhaltsangabe: Seit der Antike gehört das Reisen zu den kulturellen Praktiken, die zu Erwerb und Weitergabe von Bildung und Wissen genutzt werden. Im Mittelalter durchqueren die Mönche auf langen, beschwerlichen Fahrten von Kloster zu Kloster den europäischen Raum gen Süden. Die Könige reisen nach Rom, um sich vom Papst krönen zu lassen. Ihnen folgen die Händler und dann der Adel. Im Zeitalter der Aufklärung unternimmt die neue Klasse der ‚Bürger‘ Bildungsreisen nach Italien. Der Archäologe Johann Joachim Winckelmann formuliert in seiner Interpretation der antiken Statuen, die er in Italien bewundert, eine bürgerliche Ästhetik „des edlen Ausdrucks und der stillen Größe“. Er löst damit größtes Interesse unter deutschen Italien-Touristen aus, die anschließend ihre Reisetagebücher veröffentlichen. In den ‚Italienreisen‘ spiegelt sich der Paradigmenwechsel in Politik, Philosophie und Kunst vom Mittelalter über die Aufklärung bis in das Zeitalter der Nationalstaaten. Für die wechselnden Blickwinkel finden sich in den Werken von Lessing und Archenholz, Goethe, Seume und Heine frühe Signale einer Umdeutung des Sehnsuchtsziels Italien: vom Gipfel des ästhetischen Ideals bis in die Tiefen der Kritik an der politischen Rückständigkeit und der Zerstörung durch Adel, Klerus und Krieg.
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DDR-Regimekritiker Rudolf Bahro seit einem halben Jahr in Haft

Sendetermine: DLR - Samstag, 19. Aug 2017 05:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Michael Groth
Produktion: RIAS 1978, ca. 55 Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Den 21. August 1968, den Einmarsch des Warschauer Paktes inklusive DDR bei den aufmüpfigen Tschechen, bezeichnete Rudolf Bahro als „schwärzesten Tag“ seines Lebens. Nicht zuletzt dieser Tag dürfte den Wissenschaftler zu seinem Buch ‚Die Alternative‘ angeregt haben. In der DDR durfte das Werk nicht erscheinen, der Spiegel veröffentlichte Auszüge, in denen es um einen verbesserungswürdigen Sozialismus ging. Am Tag nach der Veröffentlichung, am 23.8.1977, wurde Bahro verhaftet. Im Oktober 1979 wurde er amnestiert und nach Westdeutschland ausgewiesen. Kurz nach seiner Ankunft gab er dem Deutschlandfunk ein Interview.
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Sie haben Ragtime gespielt

Sendetermine: MDR Kultur - Samstag, 19. Aug 2017 09:04 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 30:00)
RBB Kultur - Samstag, 19. Aug 2017 09:04 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Gerhard Rentzsch
Auch unter dem Titel: Die Titanic-Legende (Untertitel)
Produktion: MDR 1997, 55 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Jürgen Dluzniewski
Inhaltsangabe: Haben sie nicht eher einen Walzer oder einen Choral gespielt - die sieben Musiker der Titanic, während sie mit dem Schiff und 1500 Menschen in den Tod gingen? Ragtime war die Musik der Zeit und erklang vom 10. bis 14. April 1912, den Tagen der Reise, der ersten und einzigen, häufig an Bord. Vielleicht auch in den letzten Minuten vor dem Untergang des bis dahin größten und schönsten Passagierschiffes. 100 Jahre sind seitdem vergangen. Wenn auch der Traum vom Heben der Titanic zerstoben ist, seit das zerborstene Wrack vor gut 25 Jahren gefunden wurde, mehr als 4000 Meter unter dem Meeresspiegel - die Faszination hat nicht nachgelassen. Fort leben auch die Legenden und Märchen über das sagenhafte Schiff und sein schreckliches Ende. Symbolik wird gesehen. Mit dem majestätischen Schiff ging ein Stück der abendländischen Naivi-tät dahin und mit ihr der Glaube, wir hätten die Dinge im Griff. Der Untergang der Titanic - ein Zeitgeistthema.
Mitwirkende:
Otto Sander
Jürgen Holtz
Bodo Primus
Frank Arnold
Axel Thielmann
Hilmar Eichhorn
Matthias Hummitzsch
Dieter Bellmann
Susanne Bard
Olaf Burmeister
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Gefangen in Kabul - ein CIA-Opfer erzählt

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 19. Aug 2017 09:05
Autor(en): Christian Brüser
Produktion: DLF/ORF 2006, Min. (Stereo) - Feature
Inhaltsangabe: Sein Fall ist zum Politikum geworden und belastete die deutsch-amerikanischen Beziehungen schwer. Aber auch bundesdeutsche Behörden und die Geheimdienste mussten sich Fragen gefallen lassen, deren Beantwortung ihnen schwer zu fallen schien. Begonnen hat alles freilich ganz 'unpolitisch'. Khaled el-Masri hat Streit mit seiner Frau und will ein paar Tage allein sein. Der aus dem Libanon stammende Deutsche bucht eine Busreise nach Mazedonien. Am 31. Dezember 2003 beginnt für ihn die Fahrt in einen Albtraum.
An der jugoslawisch-mazedonischen Grenze holen ihn Sicherheitsbeamte aus dem Bus, drei Wochen lang hält man ihn in Skopje fest, dann wird er CIA-Agenten übergeben, die ihn betäuben und nach Kabul fliegen. Mehr als vier Monate sperrt man ihn in ein schmutziges Kellerverlies und verhört ihn zu seinen angeblichen Terroristenkontakten. Er bekommt trübes Wasser zu trinken und verdorbenes Essen. Aus Protest hungert er sich fast zu Tode. Nach fünf Wochen Hungerstreik wird er mittels Nasensonde zwangsernährt. Schließlich erkennen seine US-amerikanischen Entführer, dass sie einen Fehler gemacht haben. Khaled el-Masri, sagt man bedauernd, sei Opfer einer Namensverwechslung geworden. Die Entführer päppeln el-Masri auf und fliegen ihn zurück. Als er Ende Mai 2004 in seine Wohnung in Deutschland zurückkehrt, ist seine Frau mit den vier Söhnen verschwunden. Fünf Monate hatten sie kein Lebenszeichen erhalten und waren in den Libanon zurückgekehrt.
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Freischwimmer

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 19. Aug 2017 12:04, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Peter Moritz Pickshaus
Auch unter dem Titel: Ein Porträt des Künstlers Wolfgang Tillmans (Untertitel)
Produktion: WDR 2011, 54 Min. (Stereo) - Feature
Genre(s): Biographie
Regie: Nikolai von Koslowski
Komponist(en): Dirk Leyers
Technische Realisation: Peter Kainz
Inhaltsangabe: Wolfgang Tillmans zählt zu den einflussreichsten Fotografen der Gegenwart. Anfang der 1990er Jahre trifft er als „Chronist seiner Generation“ den Nerv eines visuellen Epochenwandels. Doch Tillmans ist nicht nur Fotograf, sondern vor allem Künstler. Sein sensationeller Erfolg beginnt 1992 mit der Fotostrecke "Like Brother Like Sister" in der englischen Zeitschrift "iD". Die Werbebranche erfindet sich gerade vor allem durch das Medium der Fotografie neu. Tillmans Gesellschaftsportraits sind stilprägend. Da seine Fotografien nicht nur in den Museen der Welt zu sehen sind, sondern auch in Musikzeitschriften und Magazinen wird er oft mit einem Szenefotografen verwechselt. Doch in der Gegenwartskunst muss man lange suchen, um ein Werk von vergleichbarem Radius und gesellschaftlicher Wahrnehmung zu finden. 2000 bekam er als erster ausländischer Fotograf und Künstler den renommierten britischen Turner Prize verliehen.
Mitwirkende:
Gerd Wameling
Matthias Matschke
Ilka Teichmüller
Anton Kurt
Justus Carrière
Bettina Kurth
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Familie Battistini - Ein italienisches Sittengemälde aus den 50er Jahren

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 19. Aug 2017 13:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): N. N.
Produktion: BR , ca. 55 Min. () - Feature
Inhaltsangabe: Vor "Breaking Bad" und "House of Cards", ja vor Streaming-Diensten und Podcast-Plattformen gab es den Bayerischen Rundfunk und die Nerds mit ihren Tonband-Geräten zum Mitschneiden. Eine Kultsendung dieser Zeit bevor es überhaupt den Begriff dafür gab, schuf Reinhard Raffalt. Heute würden wir sein Vorgehen in erzählerische Kategorien wie Soap oder Scripted Reality packen und vom "vertikalen" und "horizontalen" Erzählen theoretisieren. Wobei vertikal meint, es geht um die konkrete Geschichte der Sendung und horizontal, es geht um die Entwicklung der Serie. Wir kennen das in Reinform vom Tatort: Der jeweilige Mord ist sozusagen vertikal, horizontal hingegen die ständige Liebes-, Ehe- und sonstige Kummergeschichte der höheren Kriminalbeamten. In den 1950er Jahren folgte die Erzähl-Praxis noch nicht exakt der Erzähl-Theorie. Folglich geht es in der Feature-Serie "Familie Battistini" hoch her, bzw. drunter und drüber. Das Horizontale überholt da manchmal locker das Vertikale und umgekehrt. Reinhard Raffalt gehört zu den großen Autorenpersönlichkeiten des Bayerischen Rundfunks. Bereits kurz nach dem Krieg hatte es ihn nach Rom gezogen, zuerst als Vatikankorrespondent für die frisch gegründete Passauer Neue Presse. Im Bayerischen Rundfunk prägte er in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts nachhaltig das Bild von Italien. Im Auftrag des BR bereiste er auch Afrika, Asien und Lateinamerika. Als freier Schriftsteller galt sein Interesse vor allem der römischen Geschichte, Italien und dem christlichen Abendland.
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Onkel Wanja

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 19. Aug 2017 14:00
Autor(en): Anton Tschechow
Produktion: ORF 1978, 87 Min. (Stereo) - Bearbeitung Theater
Regie: Klaus Gmeiner
Bearbeitung: Klaus Gmeiner
Regieassistenz: Martha Prosser
Schnitt: Gerda Eisendle
Ton: Josef Adelberger
Übersetzung: Ilse Schneyder
Inhaltsangabe: Der emeritierte Professor Serebrjakow hat sich mit seiner jungen Frau Jelena auf das Landgut seiner verstorbenen ersten Frau zurückgezogen, weil das Leben hier billiger ist. Das Gut wird von Sonja, seiner Tochter aus erster Ehe, und Onkel Wanja, dem Bruder seiner ersten Frau, bewirtschaftet. Serebjakow dankt es den beiden jedoch nicht, daß sie bis zur Erschöpfung arbeiten, um für ihn noch die letzte Kopeke aus dem Gut herauszuholen. Als Wanja, einst stolz auf die wissenschaftlichen Erfolge Serebrjakows, erkennt, daß dieser 25 Jahre lang nur leeres Stroh gedroschen hat und seine Umgebung mit Hypochondrie und Geltungssucht tyrannisiert, verliert er die Lust zu arbeiten und beginnt zu trinken, zumal seine leidenschaftliche Verehrung für Serebrjakows Frau nicht erwidert wird. Jelena liebt den Landarzt Astrow, der auch ihr seine Liebe gesteht. Astrow indes wird auch von Sonja geliebt, die seit Jahren vergebens auf Gegenliebe hofft. Als Serebrjakow verlangt, das Gut - Mitgift seiner ersten Frau und somit Sonjas Eigentum - zu verkaufen und in Wertpapieren anzulegen, damit er sich ein Haus in Finnland kaufen kann, bricht aus Wanja Empörung, Haß und Verachtung für diesen Hohlkopf hervor, für den er Jahre seines Lebens vertan hat. Er schießt zweimal auf Serebrjakow, ohne ihn zu treffen. Serebrjakow und Jelena reisen sofort ab. Wanja und Sonja gehen wieder an ihre Arbeit, um Serebrjakow Monat für Monat das hart erarbeitete Geld schicken zu können.
Mitwirkende:
Serebrijakov Paul Hoffmann
Jelena Andrejewna Christiane Hörbiger
Sofja Alexandrowna Christine Ostermayer
Woinizkaja Isolde Stiegler
Woinizkij (Wanja) Walter Schmidinger
Astrov Romuald Pekny
Telegin Hans Musäus
Marina Maria Singer
Ein Arbeiter Dietrich Boden
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Der Mann ohne Eigenschaften. Remix

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 19. Aug 2017 15:05 Teil 4/9, (angekündigte Länge: 115:00)
Autor(en): Robert Musil
Produktion: BR/HörVerlag 2004, 1163 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Katarina Agathos
Klaus Buhlert
Herbert Kapfer
Inhaltsangabe: Ein Remix im Radio eröffnet neue Zugänge zu einem großen Außenseiterwerk der Weltliteratur. Denn dieses Projekt zeigt den unbekannten Mann ohne Eigenschaften: nicht nur die zu Lebzeiten des Autors veröffentlichten Romanteile, sondern auch der wissenschaftlich aufgearbeitete Nachlass Robert Musils bilden die Grundlage des Produktionsmanuskripts. Als kombinierte Audio- und Print-Version erscheint der Remix in einer Gemeinschaftsausgabe von Hörverlag und belleville Verlag.

Fast zwanzig Jahre lang arbeitete Robert Musil an seinem Romanfragment Der Mann ohne Eigenschaften. 1930 wurde der erste Band veröffentlicht, 1933 folgte der zweite. Diese beiden Bände - von der Literaturwissenschaft als kanonischer Teil des Mann ohne Eigenschaften bezeichnet - umfassen zusammen schon mehr als 1600 Seiten. Der literarische Nachlass, den man nach Musils Tod 1942 fand, umfasst über 6000 Seiten. Geldmangel, Krankheit, politische Umstände und das Scheitern an seinen eigenen Ansprüchen - es gibt viele Gründe, warum der Roman unvollendet blieb. Dennoch hinterließ Musil ein Werk, das an literarischer Brillanz, an sprachlicher Präzision, Ideenfülle und Identifikationspotenzial kaum zu überbieten ist. Sein essayistischer, in Exkurse zu Themen wie Logik, Gefühl, Philosophie, Utopie, Sexualität, Kausalität und Kontingenz ausufernder Erzählstil polarisiert noch heute die Kritiker.

1932 notierte Robert Musil: "Die Geschichte dieses Romans kommt darauf hinaus, dass die Geschichte, die in ihm erzählt werden soll, nicht erzählt wird." Dennoch ließe sich die verflochtene Handlung, die in "Kakanien" - Musils Terminus für die österreichische k.u.k.-Monarchie - kurz vor dem Ersten Weltkrieg spielt, wie folgt skizzieren: Ulrich, der Mann ohne Eigenschaften, nimmt nach drei erfolglosen Versuchen, ein bedeutender Mann zu werden, ein Jahr Urlaub vom Leben. Er gerät über Zufälle in den Salon von Diotima, Gattin des Sektionschefs Tuzzi, in dem eine vaterländische Aktion, die sogenannte Parallelaktion geplant wird. Neben der Parallelaktion beschäftigt der Fall des Prostituiertenmörders Moosbrugger die Gemüter. Ulrich wird von Clarisse, die mit seinem Jugendfreund Walter in einer zerrütteten Ehe lebt, bedrängt, sich für die Begnadigung Moosbruggers einzusetzen, der in einem Irrenhaus auf seine Verurteilung wartet. Für das Anliegen von Clarisse, die selbst immer mehr dem Wahn verfällt, interessiert sich statt seiner General Stumm von Bordwehr, der bemüht ist, Ordnung in den Zivilverstand zu bringen. Nicht nur Clarisse versucht Ulrich, der sich aus allem heraushalten will, für ihre Sache einzunehmen, sondern auch Diotima, Graf Leinsdorf, Paul Arnheim aus der Parallelaktion, Bonadea, die gelegentliche Geliebte Ulrichs sowie Bankdirektor Leo Fischel und seine Tochter Gerda. Die Handlung um Salon-Intrigen, Liebschaften und Politik wendet sich, als Ulrich am Grab seines Vaters seine Schwester Agathe wiedersieht, sich in sie verliebt, vor dem Inzest aber zurückschreckt. Der zweite Band endet abrupt mit einem Fest in Diotimas Salon, bei dem Musil alle seine Figuren auf einmal auftreten lässt. Man spricht von der drohenden Gefahr eines Krieges. Ulrich verkündet nebenbei seinen Ausstieg aus der Parallelaktion.

Notizen und Entwürfe aus dem Nachlass zeigen, dass Musil vorhatte, mit der Inverssetzung aller Figuren dem Roman im Finale eine ganz neue Wendung zu geben. Der literarische Nachlass zum Mann ohne Eigenschaften ist jedoch über den Inhalt des Romans hinaus von großer Bedeutung. Robert Musil reflektiert in seinen Notizen seine Rolle als Autor, Erzählperspektiven und die Möglichkeiten und Begrenzungen von literarischer Darstellung. Anhand von Tagebucheinträgen, Entwürfen, Studienblättern und Vorstufen lassen sich Schreibprozess und Konzeptphasen genau dokumentieren und rekonstruieren.

Der Mann ohne Eigenschaften wurde von Robert Musil nicht zu Ende geschrieben, die Produktion ist daher als Hörspiel in offener Form, als Remix konzipiert.
Einzelne Kapitel bzw. Textsequenzen wurden im Hörspielstudio erzählerisch und szenisch realisiert: Die Stunden 1-11 bilden vorwiegend den kanonischen Teil ab, die Stunden 12-20 basieren auf dem vom Robert-Musil-Institut in Klagenfurt erforschten und textkritisch digitalisierten Nachlass.

Auf wissenschaftlicher Grundlage berücksichtigt der Remix alle wichtigen Pläne und Entwürfe - zum Teil in Varianten - die Musil bis zu seinem Tod für den Abschluss des Romans in Erwägung zog, und präsentiert damit erstmals eine künstlerische Darstellung des Schreibexperiments Der Mann ohne Eigenschaften in seiner Gesamtheit.

In den Jahren 2003/2004 zeichnete der Bayerische Rundfunk Interviews, Gespräche und statements von Kritikern, Musil-Forschern und Autoren auf, um diese im Remix als Material zu verwenden und zu den originalen Texten Musils in Bezug zu setzen.

Die österreichische Dramatikerin Elfriede Jelinek schrieb für diese Produktion eine Paraphrase auf die Figur des Mörders Moosbrugger, die sie im Studio selbst einlas. Mit den in die Gegenwart überführten Fragestellungen findet Musils Essayismus, wie er den Roman kennzeichnet, eine aktuelle Entsprechung im Remix: "Das Vorher und Nachher ist nicht zwingend. Der Inhalt breitet sich auf eine zeitlose Weise aus" (Musil).
Expertenkommentar: Hörspiel des Monats Dezember 2004, Begründung der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste:
Der Remix von Robert Musils Großroman „Der Mann ohne Eigenschaften“ ist eine Zumutung für jeden Hörer - eine äußerst erfreuliche Zumutung. Die insgesamt 20stündige Produktion richtet sich nicht an Nebenbei-Hörer, die en passant (den bisher nicht gelesenen) Musil hören wollen und beschränkt sich nicht auf den Roman. Dieser Remix besticht durch Musils äußerst präzise Sprache, akustische Einfachheit, eine strenge Ästhetik und vor allem durch seine Polyperspektivität, seine Vielzahl von Zugängen.
Das 1930 und 1933 von Robert Musil publizierte Romanfragment „Der Mann ohne Eigenschaften“ bildet den Hauptteil der Radiofassung. Elf Stunden dauert die Lesung des kanonischen Textes, die von Klaus Buhlert aber radikal subjektiviert wurde. Neben dem Erzähler Musil (Manfred Zapatka) sprechen auch die Helden dieses Romans ihre eigenen Texte. Hier gibt es kein Ohrenkino, keine Geräusche, kaum Musik– hier dominieren Text und Stimme: Angela Winkler, Ulrich Matthes, Josef Bierbichler geben dem Hörstück insofern ein durchaus traditionelles Gepräge.
Katharina Agathos und Herbert Kapfer haben diese hörspielende Lesung durch zusätzliches Material komplettiert. Die Musil-Experten Karl Corino, Alexander Kluge, Volker Schlöndorff oder Roger Willemsen erzählen ihre Sicht der Dinge, Aufzeichnungen aus Musils Notizbüchern dokumentieren seine Gedanken, Auszüge aus Arbeitsheften seine Arbeitsschritte. „Der Mann ohne Eigenschaften“ ist im Remix ein noch unabgeschlosseneres Werk als das literarische Original, eine Collage zwischen Kakanien und 2004, die zeigt, dass „Der Mann ohne Eigenschaften“ genauso gut anders hätte werden können. In diesem Großprojekt wird vom Roman weg erzählt – und gerade diese Offenheit stimuliert den Intellekt, regt an und öffnet die Phantasie.
„Der Mann ohne Eigenschaften. Remix“ ist eine Art Ideenflohmarkt. Dem einmaligen Hören erschließt sich die Vielfalt dieser literarisch-akustischen Welt kaum – und darum wurde die Radioproduktion durch eine bimediale CD- und Buchausgabe ergänzt. Hier hören, dort lesen – oder gar beides zusammen, mal konzentriert, mal zappend sich den Kakanischen Kosmos erarbeiten: den wirklichen Hörgenuss ermöglicht erst die käufliche Ausgabe. Dieses Hörspiel muss erarbeitet werden – aber dann ermöglicht es nichts weniger als einen neuen, assoziativen Zugang zur Literatur. Der Remix ist weit mehr als die Umbettung des populärsten ungelesenen Romans ins Akustische, er ermöglicht eigenständige und neue ästhetische Erfahrungen.
Mitwirkende:
Moosbrugger Sepp Bierbichler
Kommandotaste (Überschriften) Klaus Buhlert
Paul Arnheim Peter Fricke
Rachel Nadine Geyersbach
Gerda Dorothee Hartinger
Ulrich Ulrich Matthes
Ulrichs Schwester Agatha Ulli Maier
Bonadea Sunnyi Melles
Walter Michael Rotschopf
Clariss Susanne Wolf
Musil Manfred Zapatka
Lehrer August Lindner Achim Buch
Meingast Felix von Manteuffel
Dr. Friedental Oliver Stern
O-Töne Karl Corino
O-Töne Walter Fanta
O-Töne Roger Willemsen
O-Töne Alexander Kluge
O-Töne Volker Schlöndorff
O-Töne Elfriede Jelinek
O-Töne Inka Mülder-Bach
O-Töne Katharina Teichgräber
Wolf Bachofner
Gottfried Breitfuß
Wolfgang Hübsch
Ignaz Kirchner
Joseph Vogl
Jens Wawrczeck
Angela Winkler
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 12 2004
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ARD Radio Tatort 114:

Unantastbar

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 19. Aug 2017 17:04, (angekündigte Länge: 55:00)
HR 2 - Samstag, 19. Aug 2017 21:00, (angekündigte Länge: 55:00)
SWR 4 - Samstag, 19. Aug 2017 21:03, (angekündigte Länge: 55:00)
NDR Info - Samstag, 19. Aug 2017 21:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Wolfgang Zander
Produktion: rbb 2017, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Nikolai von Koslowski
Komponist(en): Ralf Haarmann
Ton: Bernd Bechthold
Ton: Venke Decker
Ton: Julius Middendorff
Regieassistenz: Teresa Schomburg
Dramaturgie: Juliane Schmidt
Inhaltsangabe: Als unantastbar gelten im amerikanischen Polizeijargon Mörder, deren Schuld augenfällig, jedoch nicht endgültig beweisbar ist. So ein Fall ist für das Berliner LKA der Neo-Nazi Carsten Wienhold. Als vor Jahren eine Polizistin ermordet wurde, führten alle Spuren zu Wienhold. Der Staatsschutz biss sich an ihm die Zähne aus. Vergeblich. Vielleicht, weil er als V-Mann vom Verfassungsschutz gedeckt wurde? In einer Sommernacht werden Oberkommissar Alexander Polanski und sein Kollege Lehmann in den Volkspark Hasenheide gerufen. Dort, am Denkmal für den Turnvater Jahn, wurde Wienhold gefunden, erschossen. Die Projektile stammen aus derselben Waffe, mit der vor Jahren jene Polizistin ermordet worden war.
Mitwirkende:
Polanski Alexander Khuon
Lehmann Steffen Scheumann
Jule Anjorka Strechel
Frau Wienhold Ulrike Krumbiegel
Jürgen Blaschke Christoph Förster
Merle Kühn Ursula Werner
Thomas Wendt Max von Pufendorf
Pauline Schenk Catrin Striebeck
Holger Henschel Peter Jordan
Nachrichten-Sprecher Paul Sonderegger
Links: Externer Link Homepage Wolfgang Zander
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Kleinstheim

Sendetermine: DLR - Samstag, 19. Aug 2017 18:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Stefan Kolbe
Chris Wright
Produktion: EIG (i.A. DLR) 2011, 53 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Originalton
Regie: Chris Wright
Stefan Kolbe
Regieassistenz: Matthias Karow
Ton: Chris Wright
Inhaltsangabe: In der Nähe von Magdeburg steht eine Schlossburg. Im Obergeschoss wohnen sieben Teenager. Sie stammen alle aus der Umgebung und führen hier den Alltag normaler Jugendlicher, zwischen Schule, Chatroom, erster Liebe, Langeweile und Dorfplatztratsch. Betreuer und Erzieher helfen ihnen. Kleinstheim Schloss Krottorf nennen sie diesen Ort. Das Hörstück "Kleinstheim" ist eine Sammlung von kurzen und längeren Geschichten, aufgezeichnet, aufgeschrieben oder hingekritzelt. Worte der Erzieherinnen aus heiminternen Tagesprotokollen oder aus persönlichen Gesprächen. Worte der Kinder, gefunden auf Zetteln, in E-Mails, Briefen und Schulheften. Wo ist der eigene Platz an diesem Ort, in dieser Zeit, in dieser Gesellschaft?
Links: Externer Link Stefan Kolbe Filmarbeiten
Externer Link Chris Wright Filmarbeiten
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Der Junge, der Gedanken lesen konnte

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 19. Aug 2017 19:05 Teil 1/2, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Kirsten Boie
Auch unter dem Titel: Ein Friedhofskrimi ()
Produktion: NDR 2016, 98 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Kinderhörspiel
Regie: Hans Helge Ott
Bearbeitung: Angela Gerrits
Komponist(en): Serge Weber
Regieassistenz: Ilka Bartels
Technik: Christian Alpen
Technik: Angelika Körber
Dramaturgie: Jörgpeter Clarenau
Inhaltsangabe: Verwirrendes passiert im Leben des 10-jährigen Valentin: Er entdeckt an sich die Fähigkeit, Gedanken anderer Leute lesen zu können. Dieses Talent beunruhigt ihn, doch dann kommt es ihm zugute: Valentin erfährt, wer hinter einem gemeinen Diebstahl steckt, der auf dem Friedhof passiert ist. Ob die Polizei ihm glaubt? Doch es ist nicht allein kriminalistisches Interesse, das Valentin immer wieder auf den Friedhof lockt. Gemeinsam mit seinem neuen Freund Mesut begegnet er dort liebenswerten und skurrilen Menschen, die sich - jeder auf seine Weise - mit dem Tod auseinandersetzen und die sich auf dem Friedhof sehr wohl zu fühlen scheinen. Aber darf man auf einem Grab picknicken? Und sogar eine Party feiern? Kirsten Boies unterhaltsame und vielschichtige Erzählung wird als Hörspiel lebendig. Die Buchvorlage ist bei Oetinger erschienen.
Mitwirkende:
Erzählerin Gabriela Maria Schmeide
Valentin Mathis Rempe
Mesut Marlon Bartel
Frau Schilinsky Edda Loges
Herr Schilinsky Wilfried Dziallas
Bronislaw Kristof Gerega
Wilhelm Schmidt Wolf-Dietrich Sprenger
Frau Dicke Frau Uta Stammer
Valentins Mutter Susanne Schrader
Herr Kuchenbrodt Jens Harzer
Mesuts Mutter Dilan Sina Balhan
Graukittelmann Rolf Becker
Ahmed Peter Fasching
Artjom Julian Greis
An-und Absage Tobias Persiel
Links: Externer Link Homepage Kirsten Boie
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Väter. Helden. Oder die Sache mit der Solidarnosc und dem rosa Kaugummi

Sendetermine: SRF 2 - Samstag, 19. Aug 2017 20:00, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Renata Borowczak-Nasseri
Johanna Rubinroth
Produktion: rbb 2017, 55 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Robert Schoen
Ton: Caspar Wollheim
Ton: Martin Scholz
Dramaturgie: Juliane Schmidt
Inhaltsangabe: Es ist purer Zufall, dass Aska, 1984 mit Mutter und Stiefvater von Danzig nach West-Berlin emigriert, von der wahren Identität ihres Vaters erführt und davon, dass er ein Held war, ein Held der Solididarnosc, und noch dazu in einem Lied besungen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Renka, die als Teenager von der Solidarnosc- Bewegung wie elektrisiert war, reist sie nach Polen, um ihn zu finden. Es Wird eine Reise zurück in die eigene Kindheit, in der es in den Geschäften nur noch Essig gab, ein Pole Papst wurde und polnische Werftarbeiter den Sturz des Kommunismus herbeiführten, und eine Reise in das Polen von heute, gut 30 Jahre nach der Revolution, in dem so mancher von den Helden und Idealen von einst nichts mehr wissen Will.
Mitwirkende:
Renata Borowczak-Nasseri
Johanna Rubinroth
Ulf Handrek
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Träume

Sendetermine: DLF - Samstag, 19. Aug 2017 20:05, (angekündigte Länge: 71:00)
Autor(en): Günter Eich
Produktion: NWDR 1951, 71 Min. (Mono) - Originalhörspiel dt.
Regie: Fritz Schröder-Jahn
Komponist(en): Siegfried Franz
Inhaltsangabe: Die Ursendung von Günter Eichs Hörspiel "Träume" am 19. April 1951 begann um 20.50 Uhr, etwas später als gewöhnlich, "weil man die Kinder schon in den Betten wissen" wollte. Eine "mörderische Angelegenheit" sollte es laut "Spiegel"-Vorbericht werden, und tatsächlich schien es dies für manche zu sein; der Nordwestdeutsche Rundfunk in Hamburg erhielt wütende Telefonanrufe und Beschwerdebriefe: "Wir haben da eben Ihr Hörspiel gehört, von dem Eich. Kann man den Mann nicht einsperren?"
Fünf Szenen geben fünf Alpträume wieder. Die Szenen spielen je in einem der fünf Kontinente, und vor jeder wird in der nüchternen Sprache einer Nachricht von irgendeinem harmlosen Menschen berichtet, der den jeweils folgenden Alptraum erleidet. ("Vermutlich werden die angenehmen Träume dieser Welt von Schurken geträumt.") Ferner stehen am Anfang und Schluss des Hörspiels und zwischen den Szenen Gedichte mahnenden, ja beschwörenden Charakters.

15 Jahre lang blieben die "Träume" in Hamburg unwiederholt.
1954 fügte der SWF Baden-Baden in die Hamburger Produktion die von Günter Eich neu geschriebenen Zwischentexte und den 6. Traum ein, der den umstrittenen 2. Traum (Kindsmord) ersetzte.

1. Traum: (1. - 2.8.1948, Schlossermeister Wilhelm Schulz, Rügenwalde, Hinterpommern)
Eine Familie aus Uralten, Alten und Kindern fährt, offenbar schon seit Jahrzehnten, im dunklen Güterwagen durch eine Welt, 'die es nicht gibt', da sie der Erinnerung der Eingeschlossenen längst entschwunden ist.

2. Traum: (5.11.1949, Tochter des Reishändlers Li-Ven-Tshu in Tianzien)
In China verkaufen arme Eltern ihr sechsjähriges Söhnchen an einen reichen Greis, dem das Blut des Kindes sein Leben verlängern soll.

3. Traum: (27.4.1950, Automechaniker Lewis Stone, Freetown, Queensland, Australien)
In einer australischen Siedlung erwarten die Einwohner in Todesangst 'den Feind'. Das Haus, in das er einzieht, wird von ihm mit allem Inhalt in Besitz genommen.

4. Traum: (29.12.1947, Kartenzeichner Iwan Iwanowitsch Borislawski, Moskau)
Zwei Forscher im afrikanischen Busch verlieren nach einem köstlichen Essen Gedächtnis und Sprache.

5. Traum: (31.8.1950, Lucy Harrison, New York)
Termiten benagen in unersättlicher Freßgier alles, höhlen jedes Ding und jeden Körper unbemerkt von innen her aus. Das geschieht drei Menschen in ihrer Wolkenkratzerwohnung in New York.
Mitwirkende:
Zwischentexte Erich Schellow
Zwischentexte Annegret Lerche
Uralter (1. Traum) Eduard Marks
Uralte (1. Traum) Lotte Klein
Enkel (1. Traum) Wolfgang Rottsieper
Frau (1. Traum) Jo Wegener
Mann (2. Traum) Max Walter Sieg
Frau (2. Traum) Louise Dorsay
Herr (2. Traum) Helmut Gmelin
Dame (2. Traum) Inge Schmidt
Vater (3. Traum) Herbert A. E. Böhme
Mutter (3. Traum) Marie Janke
Nachbarin (3. Traum) Inge Meysel
Bürgermeister (3. Traum) Helmut Peine
Stimme (3. Traum) Hermann Kner
Peter (4. Traum) Gerd Martienzen
Michael (4. Traum) Richard Munch
Koch (4. Traum) Heinz Suchantke
Neger (4. Traum) Josef Dahmen
Mutter (5. Traum) Mirjam Horwitz-Ziegel
Tochter (5. Traum) Dagmar Altrichter
Bill (5. Traum) Dietrich Haugk
Professor (5. Traum) Wilhelm Kürten
Ansager (5. Traum) Hans Joachim Richter
Günther Dockerill
Karin Lunau
Dieter Doderlem
Heinz Piper
Cay Dietrich Voss
Georg Eilert
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ARD Radio Tatort 114:

Unantastbar

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 19. Aug 2017 17:04, (angekündigte Länge: 55:00)
HR 2 - Samstag, 19. Aug 2017 21:00, (angekündigte Länge: 55:00)
SWR 4 - Samstag, 19. Aug 2017 21:03, (angekündigte Länge: 55:00)
NDR Info - Samstag, 19. Aug 2017 21:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Wolfgang Zander
Produktion: rbb 2017, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Nikolai von Koslowski
Komponist(en): Ralf Haarmann
Ton: Bernd Bechthold
Ton: Venke Decker
Ton: Julius Middendorff
Regieassistenz: Teresa Schomburg
Dramaturgie: Juliane Schmidt
Inhaltsangabe: Als unantastbar gelten im amerikanischen Polizeijargon Mörder, deren Schuld augenfällig, jedoch nicht endgültig beweisbar ist. So ein Fall ist für das Berliner LKA der Neo-Nazi Carsten Wienhold. Als vor Jahren eine Polizistin ermordet wurde, führten alle Spuren zu Wienhold. Der Staatsschutz biss sich an ihm die Zähne aus. Vergeblich. Vielleicht, weil er als V-Mann vom Verfassungsschutz gedeckt wurde? In einer Sommernacht werden Oberkommissar Alexander Polanski und sein Kollege Lehmann in den Volkspark Hasenheide gerufen. Dort, am Denkmal für den Turnvater Jahn, wurde Wienhold gefunden, erschossen. Die Projektile stammen aus derselben Waffe, mit der vor Jahren jene Polizistin ermordet worden war.
Mitwirkende:
Polanski Alexander Khuon
Lehmann Steffen Scheumann
Jule Anjorka Strechel
Frau Wienhold Ulrike Krumbiegel
Jürgen Blaschke Christoph Förster
Merle Kühn Ursula Werner
Thomas Wendt Max von Pufendorf
Pauline Schenk Catrin Striebeck
Holger Henschel Peter Jordan
Nachrichten-Sprecher Paul Sonderegger
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Unantastbar

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 19. Aug 2017 17:04, (angekündigte Länge: 55:00)
HR 2 - Samstag, 19. Aug 2017 21:00, (angekündigte Länge: 55:00)
SWR 4 - Samstag, 19. Aug 2017 21:03, (angekündigte Länge: 55:00)
NDR Info - Samstag, 19. Aug 2017 21:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Wolfgang Zander
Produktion: rbb 2017, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Nikolai von Koslowski
Komponist(en): Ralf Haarmann
Ton: Bernd Bechthold
Ton: Venke Decker
Ton: Julius Middendorff
Regieassistenz: Teresa Schomburg
Dramaturgie: Juliane Schmidt
Inhaltsangabe: Als unantastbar gelten im amerikanischen Polizeijargon Mörder, deren Schuld augenfällig, jedoch nicht endgültig beweisbar ist. So ein Fall ist für das Berliner LKA der Neo-Nazi Carsten Wienhold. Als vor Jahren eine Polizistin ermordet wurde, führten alle Spuren zu Wienhold. Der Staatsschutz biss sich an ihm die Zähne aus. Vergeblich. Vielleicht, weil er als V-Mann vom Verfassungsschutz gedeckt wurde? In einer Sommernacht werden Oberkommissar Alexander Polanski und sein Kollege Lehmann in den Volkspark Hasenheide gerufen. Dort, am Denkmal für den Turnvater Jahn, wurde Wienhold gefunden, erschossen. Die Projektile stammen aus derselben Waffe, mit der vor Jahren jene Polizistin ermordet worden war.
Mitwirkende:
Polanski Alexander Khuon
Lehmann Steffen Scheumann
Jule Anjorka Strechel
Frau Wienhold Ulrike Krumbiegel
Jürgen Blaschke Christoph Förster
Merle Kühn Ursula Werner
Thomas Wendt Max von Pufendorf
Pauline Schenk Catrin Striebeck
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Autor(en): Wolfgang Zander
Produktion: rbb 2017, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Nikolai von Koslowski
Komponist(en): Ralf Haarmann
Ton: Bernd Bechthold
Ton: Venke Decker
Ton: Julius Middendorff
Regieassistenz: Teresa Schomburg
Dramaturgie: Juliane Schmidt
Inhaltsangabe: Als unantastbar gelten im amerikanischen Polizeijargon Mörder, deren Schuld augenfällig, jedoch nicht endgültig beweisbar ist. So ein Fall ist für das Berliner LKA der Neo-Nazi Carsten Wienhold. Als vor Jahren eine Polizistin ermordet wurde, führten alle Spuren zu Wienhold. Der Staatsschutz biss sich an ihm die Zähne aus. Vergeblich. Vielleicht, weil er als V-Mann vom Verfassungsschutz gedeckt wurde? In einer Sommernacht werden Oberkommissar Alexander Polanski und sein Kollege Lehmann in den Volkspark Hasenheide gerufen. Dort, am Denkmal für den Turnvater Jahn, wurde Wienhold gefunden, erschossen. Die Projektile stammen aus derselben Waffe, mit der vor Jahren jene Polizistin ermordet worden war.
Mitwirkende:
Polanski Alexander Khuon
Lehmann Steffen Scheumann
Jule Anjorka Strechel
Frau Wienhold Ulrike Krumbiegel
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Merle Kühn Ursula Werner
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Landschaft mit Ruine - Eine Lange Nacht über Reisen nach Italien

Sendetermine: DLR - Samstag, 19. Aug 2017 00:05, (angekündigte Länge: 170:00)
DLF - Samstag, 19. Aug 2017 23:05, (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Nora Bauer
Produktion: DLF/DLR 2017, ca. 170 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Nora Bauer
Inhaltsangabe: Seit der Antike gehört das Reisen zu den kulturellen Praktiken, die zu Erwerb und Weitergabe von Bildung und Wissen genutzt werden. Im Mittelalter durchqueren die Mönche auf langen, beschwerlichen Fahrten von Kloster zu Kloster den europäischen Raum gen Süden. Die Könige reisen nach Rom, um sich vom Papst krönen zu lassen. Ihnen folgen die Händler und dann der Adel. Im Zeitalter der Aufklärung unternimmt die neue Klasse der ‚Bürger‘ Bildungsreisen nach Italien. Der Archäologe Johann Joachim Winckelmann formuliert in seiner Interpretation der antiken Statuen, die er in Italien bewundert, eine bürgerliche Ästhetik „des edlen Ausdrucks und der stillen Größe“. Er löst damit größtes Interesse unter deutschen Italien-Touristen aus, die anschließend ihre Reisetagebücher veröffentlichen. In den ‚Italienreisen‘ spiegelt sich der Paradigmenwechsel in Politik, Philosophie und Kunst vom Mittelalter über die Aufklärung bis in das Zeitalter der Nationalstaaten. Für die wechselnden Blickwinkel finden sich in den Werken von Lessing und Archenholz, Goethe, Seume und Heine frühe Signale einer Umdeutung des Sehnsuchtsziels Italien: vom Gipfel des ästhetischen Ideals bis in die Tiefen der Kritik an der politischen Rückständigkeit und der Zerstörung durch Adel, Klerus und Krieg.
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