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HörDat will besser werden
Es ist kein Geheimnis, dass es einen Reformstau bei HörDat gibt. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich am Erscheinungsbild und an den Funktionen einiges ändern. In einem ersten Schritt wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Die bislang getrennten Sammlungen 'Hörspiel' und 'Feature' sind in einer Datenbank zusammengefasst. Zur einfachen Unterscheidung sind die Feature-Titel mit grün hinterlegt.
  • Bei den Hörstücken werden die erhaltenen Auszeichnungen angegeben
  • Als 'Gute Geister' werden, soweit bekannt, Tontechniker und andere bei der Produktion beteiligte Personen genannt.
Weiter Verbesserungen werden folgen.

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4 Hörspiele im Zeitraum Donnerstag, 18. Januar 2018

Tauben im Gras

Sendetermine: WDR 3 - Donnerstag, 18. Jan 2018 19:04 Teil 4/4, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Wolfgang Koeppen
Produktion: HR/WDR/SWR 2009, 101 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Leonhard Koppelmann
Bearbeitung: Leonhard Koppelmann
Komponist(en): Günter Lenz
Inhaltsangabe: »Kahlschlag«, »Stunde 0« - so lauteten die Schlagworte der bundesrepublikanischen Literatur ab 1945, die auf die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs mit poetischer Einfachheit reagierte. Ihre Wege führten zumeist in die ästhetische Provinz. Wie aber mit den Mitteln der Moderne die neuen deutschen Wirklichkeiten präzise und zugleich poetisch zu beschreiben sind, zeigt Wolfgang Koeppens Romantrilogie »Tauben im Gras« (1951) »Das Treibhaus« (1953)« und »Tod in Rom« (1954). Zum 60. Jahrestag der Gründung der BRD rückt das Gemeinschaftsprojekt von hr, SWR und WDR die Romane ins Zentrum der Diskussion.
»Tauben im Gras« spielt am 20. Februar 1951 in einer Großstadt der amerikanischen Besatzungszone. Es könnte München sein. Das Wirtschaftswunder zeigt seine ersten Früchte, die Faschisten und ihre Mitläufer spielen Demokratie, die Amerikaner glauben an eine humane Zukunft Deutschlands, der Kalte Krieg bedroht die Gegenwart.
Verschiedene Lebenswege kreuzen sich. Da ist Philipp, der verstummte Schriftsteller. Ein Streit mit seiner Geliebten Emilia hat ihn auf die Straße getrieben. Emilia ist eine Gefallene, ihr Familienerbe trägt sie zum Pfandleiher. Am Hauptbahnhof kommt Odysseus Cotton an. Er ist Soldat und auf der Suche nach Ablenkung in der Stadt. Der alte Gepäckträger Josef bietet ihm seine Dienste an. Der schwarze Soldat und er ziehen fortan gemeinsam durch die Stadt. Auch Washington Price ist Soldat, auch er ist schwarz. Seine Freundin Carla erwartet ein Kind von ihm, doch sie fürchtet die Zukunft. Ihre Mutter, Frau Behrend, hat sie längst verstoßen. Frau Behrend trauert dem untergegangen Reich nach. Richard Kirsch will seine entfernte Verwandte Frau Behrend besuchen, sein Vater hat sie seit Kriegsende mit Care-Paketen unterstützt. Heinz ist ein Kind. Er ist das Kind von Carla und einem in Stalingrad gefallenen Wehrmachtssoldaten. Auch Heinz verabscheufdTe Beziehung seiner Mutter zu! dem schwarzen Soldaten Washington Price. Ezra, ein Junge mit jüdischen Wurzeln, und Heinz begegnen einander. Ein kleiner Hund ist der Anlaß. Henriette, Ezras Mutter, ist nicht mit nach Deutschland gekommen, zu frisch sind noch die Wunden der Verfolgung. So sind Ezra und sein Vater Christopher allein gefahren. Ein berühmter Dichter ist ebenfalls zu Besuch in der Stadt, Mr. Edwin. Er will einen Vortrag halten, doch hat er den Hungrigen eigentlich nichts zu sagen. Philipp soll einen Artikel über ihn Schreiben, bei dem Versuch Mr. Edwin zu interviewen begegnet er Kay, einer jungen Lehrerin aus Massachusetts. Über eine mosaikartige Szenenfolge gleiten die Protagonisten wie eine Taubenschar scheinbar zufällig durch den Tag. Ihre Wege kreuzen sich und schließlich begegnen sich alle am Abend, an dem sie ein Aufflammen der alten Bereitschaft zu Rassismus und Gewalt erleben, das ihre Träume zerstört. "Ich wollte Koppen bearbeiten und inszenieren, seiner Modernität gerecht werden, ohne in zwanghafte Modernisierung, aber auch ohne in Historismus zu verfallen. Die Inszenierung hat also eine 50er Jahre Anmutung mit den Mitteln, die dem Hörspiel von heute gemäß sind." (Leonhard Koppelmann)
Expertenkommentar: Hörspiel des Monats Mai 2009 für die "Trilogie des Scheiterns", die akustische Version von Wolfgang Koeppens Romantrilogie "Tauben im Gras", "Das Treibhaus", "Tod in Rom", Begründung der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste:

"Das Radio ermöglicht besondere Zeitreisen auf der Ton- und Sprachspur von Ereignissen: So lohnt es sich, die Anfangsphase der Bundesrepublik aus der Sicht Wolfgang Koeppens kennenzulernen. Die groß angelegte, hervorragend besetzte Hörspielproduktion von Koeppens facettenreicher Romantrilogie erweckt fern von Routine, Stimmen und Stimmungen von damals zum Leben, auch für Nachgeborene. Wiederzuentdecken ist hier dreierlei: Zeitgeist der Nachkriegsära, zudem Koeppens Mut, diesen - trotz des Risikos von Fehldiagnosen - gleich in den Anfangsfünfzigern festzuschreiben, schließlich die moderne, oft vielperspektivische Erzählweise. Koeppens Montagetechnik ist wie geschaffen fürs akustische Medium, mehr noch, sie gewinnt in Leonhard Koppelmanns und Walter Adlers Inszenierungen an Dynamik, Prägnanz und Transparenz. Beide Regisseure und Bearbeiter erschließen die komplexen Texte dreigleisig, aus der Innenperspektive der Figuren, aus der Außensicht von Erzählern und in Dialogen.

Doch während Adlers Regie sich in "Das Treibhaus" auf den Untergang eines Einzelgängers im Bonner Sumpf konzentrieren muss, entfaltet Koppelmann in seinen beiden Arbeiten kontrastreiche Figurenreigen. In "Tauben im Gras" gelingt so ein seismographisches Panorama des amerikanisch besetzten München mit disparaten Glückssuchern. In "Tod in Rom" steigert sich die Spannung, wenn sich Wunden und Sünden eines durch den Nationalsozialismus entzweiten Clans enthüllen. Deutsche zweier Generationen, die da in der ewigen Stadt aufeinanderstoßen, stellen sich als untereinander bekannte oder verwandte Täter, Mitmacher, Opfer und Entkommene heraus. Koppelmann beherrscht hier ein intensives Wechselspiel von Musik und Sprache.

Die kühne Komposition Hermann Kretzschmars begleitet die Begebenheiten nicht nur, sie nimmt sie vorweg, treibt sie voran oder auf die Spitze. Ja, wenn die Musik den avantgardistischen Aufbruch des Nachwuchstalents im Roman vertritt, wird sie für Momente selbst das Ereignis. "
Mitwirkende:
Erzähler Jens Harzer
Erzähler Imogen Kogge
Erzähler Leslie Malton
Erzähler Felix von Manteuffel
Erzähler Ulrich Noethen
Erzähler Timothy Peach
Erzähler Walter Renneisen
Erzähler Siemen Rühaak
Erzähler Markus Scheumann
Erzähler Renate Schroeter
Erzähler Regine Vergeen
Erzähler Werner Wölbern
Erzähler Andrea Wolf
Philipp, Schriftsteller Martin Feifel
Emilia, seine Frau Sascha Icks
Odysseus Cotton Oscar Pearson
Josef, Dienstmann Axel Eichenberg
Susanne, Prostituierte Susanne Böwe
Washington Price Calvin Burke
Carla Christiane Roßbach
Heinz, ihr Sohn Moritz Pliquet
Christopher Wolfram Koch
Henriette, Frau von Christopher Anke Sevenich
Ezra, beider Sohn Marian Funk
Frau Behrend, Mutter von Carla Irm Hermann
Richard Kirsch Tom Zahner
Mr. Edwin, amerikanischer Dichter Berthold Toetzke
Kay, amerikanische Lehrerin Chris Pichler
Mann 1 Heinrich Giskes
Händlerin Sylvia Heid
Wirt Hartmut Volle
Magd / Frau / Lehrerin 1 Judith Niederkofler
Ausrufer Matthias Hohn
Mädchen Friederike Ott
Zeitungsredakteur Manfred Hess
Schlepper Matthias Scheuring
Lehrerin 2 Gudrun Eggert
Junge Marios Gavrilis
Jürgen Seefelder (Saxophon)
Jürgen Schwab (Gitarre)
Günter Lenz (Bass)
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 05 2009
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Mit anderen Augen

Sendetermine: SWR 2 - Donnerstag, 18. Jan 2018 22:03, (angekündigte Länge: 57:00)
Autor(en): Helmut Oehring
Produktion: EIG i.A. SWR 2015, 55 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Regie: Helmut Oehring
Inhaltsangabe: "Blind sein trennt von den Dingen. Taub sein von den Menschen." ... und von der Radiokunst! Helmut Oehring 2011 erschien die Autobiografie »Mit anderen Augen« des Komponisten Helmut Oehring. Als Kind gehörloser Eltern aufgewachsen, absolvierte er nach zehn Schulklassen eine Ausbildung zum Baufacharbeiter und arbeitete als Friedhofsgärtner, Forstarbeiter, Altenpfleger und Heizer, bevor er Profimusiker und Komponist wurde. Seine Geschichte und seine Geschichten umkreisen Gehörlose und Hörende in der ehemaligen DDR sowie seine eigene Person: als Gitarrist und Autodidakt, der nie eine Uni von innen gesehen hat, als Meisterschüler und Akademie- Mitglied, als DDR-Wehrdienstverweigerer und dann politischer Künstler und einer der interessantesten Komponisten heutiger Musik. Das Hörstück rekonstruiert diese Bildungsgeschichte nicht als »Bio-Pic«. Vielmehr nutzt es ausgewählte Texte der Autobiografie, die assoziativ Stationen seines Lebens und Schaffens sowie soziale, kulturelle und politische Prozesse anspielen, um sie in einen musikalischen Ausdruck zu überführen. Dabei beschwört Oehring vor allem die Stationen, in denen die Rebellion wider das Establishment, die Fremdheit in der Gesellschaft und der absolute Wille, Eigenes hinzuzusetzen, im Zentrum stehen. Oehrings Radioarbeit bewegt sich entlang der Bruchstellen zwischen Jam-Session, Konzeption/ Improvisation, Trash, ausgefeilter Collage und Komposition.
Links: Externer Link Homepage von Helmut Oehring
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Die Superstars

Sendetermine: WDR Eins Live - Donnerstag, 18. Jan 2018 23:04, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Philip Stegers
Produktion: WDR 2018, ca. 55 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Benjamin Quabeck
Bearbeitung: Jonathan Kornfeld
Komponist(en): Lee Buddah
Inhaltsangabe: Wenn der erfolglose Drehbuchautor Kornfeld etwas schreibt, geht schnell die Fantasie mit ihm durch. Die Figuren erwachen zum Leben, Kornfeld muss existentielle Krisen inmitten herumwirbelnder Realitätsebenen lösen, und der Gewinn landet immer bei der skrupellosen Produzentin Barbara Kruse. Kornfeld fühlt sich betrogen und will sich das Geld vor Gericht zurückholen. Währenddessen schlägt er sich mal wieder als „dramaturgischer Berater“ durch. Die völlig talentfreie Christa soll für den Produzenten Andy Wommer ein Drehbuch über „Die Superstars” schreiben – über eine Hexe, einen Roboter und einen Samurai. Schnell gibt Kornfeld den drei gelangweilten Figuren eine neue Bestimmung: Sie sollen eine Detektei gründen, um Unschuldigen zu helfen. Die Superstars sind begeistert, und Kornfeld nutzt die ahnungslosen Neu-Detektive nebenbei für seine Zwecke aus. Aber als es endlich zu laufen scheint für Kornfeld und er durch Andy Wommer sogar Zutritt zur High Society erhält, taucht plötzlich Barbara Kruse auf. Das Hörspiel wurde gefördert mit einem Stipendium der Film- und Medienstiftung NRW.
Mitwirkende:
Denis Moschitto
Jessica Schwarz
Reiner Schöne
Marlon Kittel
u.a.
Links: Externer Link Homepage Lee Buddah
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Art's Birthday 2018 - Treatise on Musical Objects

Sendetermine: DLR - Freitag, 19. Jan 2018 00:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Thomas Ankersmit
Produktion: DLR 2018, ca. 55 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Inhaltsangabe: Die Kunst wird 1.000.055 Jahre alt: Weltweit regnet es akustische Geburtstagsgeschenke. Am 17. Januar ist es wieder soweit: Die Kunst hat Geburtstag und wird 1.000.055 Jahre alt. Zumindest nach der Rechnung des Fluxuskünstlers Robert Filliou. Er erfand im Jahr 1963 den ‚Art’s Birthday‘, die globale Party für die Kunst. Auch dieses Jahr feiert die Ars Acustica Gruppe der EBU in über 20 Städten mit zahlreiche Konzerten und Performances. Deutschlandfunk Kultur beteiligt sich mit einer Veranstaltung im Berliner Club Berghain. Dort tritt unter anderem der Synthesizervirtuose Thomas Ankersmit auf. Er präsentiert eine elektronische Hommage an Pierre Schaeffer, den Erfinder der Musique concrète.
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