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Veränderungen beim WDR 3 Hörspieltermin 2018

Mit einer Pressmitteilung hat der WDR über Veränderungen beim 19-Uhr-Termin informiert.

Im neuen Jahr wird es auch am Samstag und am Sonntag um 19,04 Uhr Platz für ein bis zu 56 Minuten langes Hörspiel geben. Der gleichlange Termin am Freitag bleibt erhalten.

Da der WDR keinen Sendeplatz für lange Hörspiele hat werden diese nun zerstückelt von Montag bis Donnerstag auf dem 19-Uhr-Termin untergebracht. Beginnend um 19,04 Uhr wird dann dafür etwa 30 Minuten Zeit sein. Hier zeigt sich der WDR generös und schreibt die 30 Minuten nicht fest. Geschnitten wird, wenn es dramaturgisch halbwegs passt. So kann ein Schnipsel auch länger oder kürzer als 30 Minuten sein.

Gleich in der ersten Woche trifft das Los die eigentlich rund 102 Minuten lange Neuproduktion ‚Eingeschlossene Gesellschaft’. Sie wird gedreiteilt.

Die Restzeit bis zu den 20-Uhr-Nachrichten füllt dann ‚WDR Foyer’, ein Appetizer für die um 20,04 Uhr beginnende Konzert-Sendung.





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6 Hörspiele im Zeitraum Donnerstag, 24. Mai 2018

Tyll

Sendetermine: WDR 3 - Donnerstag, 24. Mai 2018 19:04 Teil 5/8 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Daniel Kehlmann
Auch unter dem Titel: Herr der Luft - Der Wald (1. Teil)
Herr der Luft - Das Gericht (2. Teil)
Zusmarshausen (3. Teil)
Könige im Winter: Elisabeth (4. Teil)
Könige im Winter: Friedrich (5. Teil)
Die große Kunst von Licht und Schatten (6. Teil)
Im Schacht (7. Teil)
Westfalen (8. Teil)
Produktion: WDR 2018, 230 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Alexander Schuhmacher
Bearbeitung: Alexander Schuhmacher
Komponist(en): Jo Ambros
Oliver Potratz
Claudio Puntin
Technische Realisation: Jürgen Glosemeyer
Technische Realisation: Dirk Hülsenbusch
Technische Realisation: Mechthild Austermann
Technische Realisation: Steffen Jahn
Dramaturgie: Thomas Leutzbach
Regieassistenz: Freya Hattenberger
Inhaltsangabe: Wo immer Tyll Ulenspiegel und seine Gefährtin Nele auftauchen, eilt ihnen sein Ruf als begnadeter Artist und scharfzüngiger Geschichtenerzähler voraus. Und Geschichten gibt es viele zu erzählen in dieser Zeit des 30jährigen Krieges: vom Winterkönig und seiner Frau Liz, den Auslösern dieses endlosen verheerenden Krieges. Vom Schwedenkönig Gustav Adolf, der ihn beinahe gewonnen hätte. Vom Weltgelehrten Athanasius Kircher und seinen wissenschaftlichen Geheimnissen. Vom letzten Drachen in Holstein. Vom dichtenden Arzt Paul Fleming und dem Dichternachfahren Martin von Wolkenstein, der so gerne den Krieg kennenlernen möchte. Und vom Volk, über das der Glaubenskrieg hin- und wieder hertobt, und das seine ganz eigene Art hat, zu glauben und zu verstehen. Und all diese Geschichten sind verbunden mit und durch Tyll Ulenspiegel, den unsterblichen, undurchschaubaren Gaukler.
Mitwirkende:
Tyll, Origines der Esel Lars Rudolph
Tyll jung Francesco Schramm
Nele Lisa Jopt
Nele jung Thyra Bonnichsen
Oswald Tesimond Gerd Wameling
Athanasius Kircher Jens Wawrczeck
Graf von Wolkenstein Gustav Peter Wöhler
Elisabeth Stuart Bettina Engelhardt
König Friedrich (jung) Jakob Diehl
König Jakob Andreas Grothgar
Schwedenkönig Sylvester Groth
Adam Olearius Wilfried Hochholdinger
Doktor Adler Salvius Heinrich Giskes
Agneta, Mutter Johanna Gastdorf
Claus, Vater Martin Reinke
Sepp, Knecht Moritz Fürhmann
Hanna Krell Fiona Metscher
Gottfried, Bänkelsänger Jonas Baeck
Pirmin, Gaukler Thomas Balou Martin
Heiner, Knecht Jean Paul Baeck
Graf von Trautmannsdorff Jeff Zach
Karl von Doder Thomas Pohn
Dragoner Franz Kärnbauer Valentin Schreyer
Dragoner Stefan Purner Stefko Hanushevsky
Dragoner Konrad Purner Bernhard Bauer
Pater Friesenegger Georg Marin
Abt von Andechs Ernst-August Schepmann
Lord Harrington Stefan Viering
Stallmeister Kilian Land
Koch Steffen Reuber
Graf Hudenitz Rainer Homann
Magister Fleming Heiko Raulin
Die Alte (Teil 6) Ilse Strambowski
Matthias Torben Kessler
Korff Hüseyin Michael Cirpici
Zofe Quadt Marie-Theresa Lohr
Johann von Lamberg Gerhard Roiß
Alvise Contarini Luca Zamperoni
Graf Oxenstierna Jonas Müller-Liljeström
Gesandter Wesenbeck Sebastian Schlemmer
Musiker .
Ensemble Instant Music Factory
Claudio Puntin
Oliver Potratz
Jo Ambros
Links: Externer Link Homepage Claudio Puntin
Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

We love Israel

Sendetermine: SWR 2 - Donnerstag, 24. Mai 2018 22:23 Teil 5/7
SWR 2 - Donnerstag, 24. Mai 2018 22:33 Teil 6/7
SWR 2 - Donnerstag, 24. Mai 2018 22:45 Teil 7/7
Autor(en): Noam Brusilovsky
Ofer Waldman
Auch unter dem Titel: Am Flughafen Berlin Schönefeld (1. Teil)
Heiliges Land (2. Teil)
Milch und Honig (3. Teil)
Ein Teller Humus (4. Teil)
Aussteiger (5. Teil)
Kabarett (6. Teil)
Am Flughafen Ben Gurion (7. Teil)
Produktion: SWR 2018, 107 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Noam Brusilovsky
Komponist(en): Jair Glotman
Ton und Technik: Ute Hesse
Ton und Technik: Bernd Bechthold
Ton und Technik: Venke Decker
Ton und Technik: Karl-Heinz Runde
Ton und Technik: Sabine Klunzinger
Regieassistenz: Lukas Fütterer
Dramaturgie: Manfred Hess
Inhaltsangabe: Vor 70 Jahren, am 14. Mai 1948 endete das britische Mandat über Palästina. Am gleichen Nachmittag proklamierte Ben Gurion den Staat Israel. Für "We love Israel" schickte das SWR-Hörspiel zwei Israels, die zwischen Berlin und Jerusalem/Tel Aviv leben, auf eine Reise ins "Heilige Land". Das Mikrofon im dokumentarischen Sinne immer griffbereit. Es sind der Autor und Regisseur Noam Brusilovsky, Jahrgang 1989, und Ofer Waldman, geboren 1979, der als Musiker des West Eastern Divan Orchesters von Daniel Barenboim nach Deutschland kam und mittlerweile als Geisteswissenschaftler und politischer Feuilletonist arbeitet. Ihr Thema ist die Spurensuche vor Ort nach der heutigen deutschen Liebe für Israel (und Israelis) - und die der der Israelis zu den Deutschen. Über ein Serial in sieben Folgen erzählen sie von Berlin als eine der großen wachsenden jüdischen Gemeinden außerhalb Israels, von deutsch-christlichen Touristen in Israel, deutschen Schwulen in Tel Aviv u. v. m.
Expertenkommentar: Die Begründung der Jury
In smarter Gestaltungsökonomie kommen die beiden in Israel geborenen Autoren Noam Brusilovsky und Ofer Waldman in „We love Israel“ umgehend zur Sache: Auf die Frage einer geschauspielerten Beamtin der Passkontrolle, warum sie nach Israel fliegen wollen, antworten echte deutsche Passiere, darunter ein Pfarrer und ein Generalleutnant der Bundeswehr a.D., im Originalton. Damit ist klar, dass in diesem Podcast-Serial die beiden Ebenen von Fiktionalem und Dokumentarischem intensiv ineinander geblendet und nicht nur Staatsgrenzen reflektiert werden. Als HörerInnen sind wir bereits auf den nachfolgenden Dialog im Regiestudio eingestimmt, wo ein Autor den anderen bittet, ‚podcast‘ zu definieren: „So eine moderne Online Geschichte, irgendwas zwischen Feature und Hörspiel. Komisches Wort, aber bitte, hier spreche ich also ein podcast.“ So spielerisch-offen wie diese
Erläuterung ist auch die Form der Serie „We love Israel“, in der es aus Anlass des 70. Jahrestages des britischen Mandatsendes über Palästina und der Gründung des Staates Israel, um die zentrale Frage geht, wie sich die Liebe von Deutschen zu Israel und die von Israelis zu den Deutschen darstellen kann. Da werden in sieben kurzen Folgen so schwergewichtige Themen wie Schuld und Sühne erfrischend respektlos und zugleich gedankenreich behandelt.

In der zweiten Episode beispielweise steht die Erinnerungskultur von Via Dolorosa und Yad Vashem im Fokus, und das Geschäft mit Tränen ist ein Aspekt dabei: „Ich wasche meine Hände in deutschen Tränen“, sagt ein Reiseführer, „alles vermischt sich, Opfertränen, Tätertränen … Danach gibt es einen freien Tag, shoppen und so.“ Am Schwulenstrand von Tel Aviv hingegen geht es urkomisch um Sprache (bedeutet der Name Feigele wirklich Vögelchen oder leitet er sich von fabulous oder faggot ab?) und die deutsche Sehnsucht nach dunkelhaarig und muskelbepackt statt blond und schmal. Unter rasanten Perspektivewechseln und im Durcheinandergehen von Spiel- und Bedeutungsebenen wird klar, dass die ‚Liebe‘ zu Israel sehr unterschiedliche Formen annimmt. Und dass Liebe natürlich Kritik am repressiven Gebaren des Staates einschließt. Zugleich gelingt es den Autoren sehr plastisch zu zeigen (und nicht bloß zu behaupten und zu beurteilen), wie Missbilligung mitunter in antisemitische Ressentiments umkippt, die sich als Israelkritik versucht, politisch zu maskieren. „We love Israel“ beweist, dass sich Hörspiel ohne zu moralisieren, auf mutige experimentelle und unterhaltsame Weise auf ein schwieriges Thema einlassen kann.

Mitwirkende:
Erzähler Stephan Wolf-Schönburg
Passagier Jerry Hoffman
Dolmetscherin Anna Stieblich
Demonstrant Dor Aloni
Demonstrant Jeff Wilbusch
Hörspielproduzent Manfred Hess
Noam Brusilovsky Noam Brusilovsky
Ofer Waldman Ofer Waldman
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 05 2018
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

We love Israel

Sendetermine: SWR 2 - Donnerstag, 24. Mai 2018 22:23 Teil 5/7
SWR 2 - Donnerstag, 24. Mai 2018 22:33 Teil 6/7
SWR 2 - Donnerstag, 24. Mai 2018 22:45 Teil 7/7
Autor(en): Noam Brusilovsky
Ofer Waldman
Auch unter dem Titel: Am Flughafen Berlin Schönefeld (1. Teil)
Heiliges Land (2. Teil)
Milch und Honig (3. Teil)
Ein Teller Humus (4. Teil)
Aussteiger (5. Teil)
Kabarett (6. Teil)
Am Flughafen Ben Gurion (7. Teil)
Produktion: SWR 2018, 107 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Noam Brusilovsky
Komponist(en): Jair Glotman
Ton und Technik: Ute Hesse
Ton und Technik: Bernd Bechthold
Ton und Technik: Venke Decker
Ton und Technik: Karl-Heinz Runde
Ton und Technik: Sabine Klunzinger
Regieassistenz: Lukas Fütterer
Dramaturgie: Manfred Hess
Inhaltsangabe: Vor 70 Jahren, am 14. Mai 1948 endete das britische Mandat über Palästina. Am gleichen Nachmittag proklamierte Ben Gurion den Staat Israel. Für "We love Israel" schickte das SWR-Hörspiel zwei Israels, die zwischen Berlin und Jerusalem/Tel Aviv leben, auf eine Reise ins "Heilige Land". Das Mikrofon im dokumentarischen Sinne immer griffbereit. Es sind der Autor und Regisseur Noam Brusilovsky, Jahrgang 1989, und Ofer Waldman, geboren 1979, der als Musiker des West Eastern Divan Orchesters von Daniel Barenboim nach Deutschland kam und mittlerweile als Geisteswissenschaftler und politischer Feuilletonist arbeitet. Ihr Thema ist die Spurensuche vor Ort nach der heutigen deutschen Liebe für Israel (und Israelis) - und die der der Israelis zu den Deutschen. Über ein Serial in sieben Folgen erzählen sie von Berlin als eine der großen wachsenden jüdischen Gemeinden außerhalb Israels, von deutsch-christlichen Touristen in Israel, deutschen Schwulen in Tel Aviv u. v. m.
Expertenkommentar: Die Begründung der Jury
In smarter Gestaltungsökonomie kommen die beiden in Israel geborenen Autoren Noam Brusilovsky und Ofer Waldman in „We love Israel“ umgehend zur Sache: Auf die Frage einer geschauspielerten Beamtin der Passkontrolle, warum sie nach Israel fliegen wollen, antworten echte deutsche Passiere, darunter ein Pfarrer und ein Generalleutnant der Bundeswehr a.D., im Originalton. Damit ist klar, dass in diesem Podcast-Serial die beiden Ebenen von Fiktionalem und Dokumentarischem intensiv ineinander geblendet und nicht nur Staatsgrenzen reflektiert werden. Als HörerInnen sind wir bereits auf den nachfolgenden Dialog im Regiestudio eingestimmt, wo ein Autor den anderen bittet, ‚podcast‘ zu definieren: „So eine moderne Online Geschichte, irgendwas zwischen Feature und Hörspiel. Komisches Wort, aber bitte, hier spreche ich also ein podcast.“ So spielerisch-offen wie diese
Erläuterung ist auch die Form der Serie „We love Israel“, in der es aus Anlass des 70. Jahrestages des britischen Mandatsendes über Palästina und der Gründung des Staates Israel, um die zentrale Frage geht, wie sich die Liebe von Deutschen zu Israel und die von Israelis zu den Deutschen darstellen kann. Da werden in sieben kurzen Folgen so schwergewichtige Themen wie Schuld und Sühne erfrischend respektlos und zugleich gedankenreich behandelt.

In der zweiten Episode beispielweise steht die Erinnerungskultur von Via Dolorosa und Yad Vashem im Fokus, und das Geschäft mit Tränen ist ein Aspekt dabei: „Ich wasche meine Hände in deutschen Tränen“, sagt ein Reiseführer, „alles vermischt sich, Opfertränen, Tätertränen … Danach gibt es einen freien Tag, shoppen und so.“ Am Schwulenstrand von Tel Aviv hingegen geht es urkomisch um Sprache (bedeutet der Name Feigele wirklich Vögelchen oder leitet er sich von fabulous oder faggot ab?) und die deutsche Sehnsucht nach dunkelhaarig und muskelbepackt statt blond und schmal. Unter rasanten Perspektivewechseln und im Durcheinandergehen von Spiel- und Bedeutungsebenen wird klar, dass die ‚Liebe‘ zu Israel sehr unterschiedliche Formen annimmt. Und dass Liebe natürlich Kritik am repressiven Gebaren des Staates einschließt. Zugleich gelingt es den Autoren sehr plastisch zu zeigen (und nicht bloß zu behaupten und zu beurteilen), wie Missbilligung mitunter in antisemitische Ressentiments umkippt, die sich als Israelkritik versucht, politisch zu maskieren. „We love Israel“ beweist, dass sich Hörspiel ohne zu moralisieren, auf mutige experimentelle und unterhaltsame Weise auf ein schwieriges Thema einlassen kann.

Mitwirkende:
Erzähler Stephan Wolf-Schönburg
Passagier Jerry Hoffman
Dolmetscherin Anna Stieblich
Demonstrant Dor Aloni
Demonstrant Jeff Wilbusch
Hörspielproduzent Manfred Hess
Noam Brusilovsky Noam Brusilovsky
Ofer Waldman Ofer Waldman
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 05 2018
Links: Mailformular für Ergänzungen zu diesem Titel
Druckausgabe (PDF)

We love Israel

Sendetermine: SWR 2 - Donnerstag, 24. Mai 2018 22:23 Teil 5/7
SWR 2 - Donnerstag, 24. Mai 2018 22:33 Teil 6/7
SWR 2 - Donnerstag, 24. Mai 2018 22:45 Teil 7/7
Autor(en): Noam Brusilovsky
Ofer Waldman
Auch unter dem Titel: Am Flughafen Berlin Schönefeld (1. Teil)
Heiliges Land (2. Teil)
Milch und Honig (3. Teil)
Ein Teller Humus (4. Teil)
Aussteiger (5. Teil)
Kabarett (6. Teil)
Am Flughafen Ben Gurion (7. Teil)
Produktion: SWR 2018, 107 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Noam Brusilovsky
Komponist(en): Jair Glotman
Ton und Technik: Ute Hesse
Ton und Technik: Bernd Bechthold
Ton und Technik: Venke Decker
Ton und Technik: Karl-Heinz Runde
Ton und Technik: Sabine Klunzinger
Regieassistenz: Lukas Fütterer
Dramaturgie: Manfred Hess
Inhaltsangabe: Vor 70 Jahren, am 14. Mai 1948 endete das britische Mandat über Palästina. Am gleichen Nachmittag proklamierte Ben Gurion den Staat Israel. Für "We love Israel" schickte das SWR-Hörspiel zwei Israels, die zwischen Berlin und Jerusalem/Tel Aviv leben, auf eine Reise ins "Heilige Land". Das Mikrofon im dokumentarischen Sinne immer griffbereit. Es sind der Autor und Regisseur Noam Brusilovsky, Jahrgang 1989, und Ofer Waldman, geboren 1979, der als Musiker des West Eastern Divan Orchesters von Daniel Barenboim nach Deutschland kam und mittlerweile als Geisteswissenschaftler und politischer Feuilletonist arbeitet. Ihr Thema ist die Spurensuche vor Ort nach der heutigen deutschen Liebe für Israel (und Israelis) - und die der der Israelis zu den Deutschen. Über ein Serial in sieben Folgen erzählen sie von Berlin als eine der großen wachsenden jüdischen Gemeinden außerhalb Israels, von deutsch-christlichen Touristen in Israel, deutschen Schwulen in Tel Aviv u. v. m.
Expertenkommentar: Die Begründung der Jury
In smarter Gestaltungsökonomie kommen die beiden in Israel geborenen Autoren Noam Brusilovsky und Ofer Waldman in „We love Israel“ umgehend zur Sache: Auf die Frage einer geschauspielerten Beamtin der Passkontrolle, warum sie nach Israel fliegen wollen, antworten echte deutsche Passiere, darunter ein Pfarrer und ein Generalleutnant der Bundeswehr a.D., im Originalton. Damit ist klar, dass in diesem Podcast-Serial die beiden Ebenen von Fiktionalem und Dokumentarischem intensiv ineinander geblendet und nicht nur Staatsgrenzen reflektiert werden. Als HörerInnen sind wir bereits auf den nachfolgenden Dialog im Regiestudio eingestimmt, wo ein Autor den anderen bittet, ‚podcast‘ zu definieren: „So eine moderne Online Geschichte, irgendwas zwischen Feature und Hörspiel. Komisches Wort, aber bitte, hier spreche ich also ein podcast.“ So spielerisch-offen wie diese
Erläuterung ist auch die Form der Serie „We love Israel“, in der es aus Anlass des 70. Jahrestages des britischen Mandatsendes über Palästina und der Gründung des Staates Israel, um die zentrale Frage geht, wie sich die Liebe von Deutschen zu Israel und die von Israelis zu den Deutschen darstellen kann. Da werden in sieben kurzen Folgen so schwergewichtige Themen wie Schuld und Sühne erfrischend respektlos und zugleich gedankenreich behandelt.

In der zweiten Episode beispielweise steht die Erinnerungskultur von Via Dolorosa und Yad Vashem im Fokus, und das Geschäft mit Tränen ist ein Aspekt dabei: „Ich wasche meine Hände in deutschen Tränen“, sagt ein Reiseführer, „alles vermischt sich, Opfertränen, Tätertränen … Danach gibt es einen freien Tag, shoppen und so.“ Am Schwulenstrand von Tel Aviv hingegen geht es urkomisch um Sprache (bedeutet der Name Feigele wirklich Vögelchen oder leitet er sich von fabulous oder faggot ab?) und die deutsche Sehnsucht nach dunkelhaarig und muskelbepackt statt blond und schmal. Unter rasanten Perspektivewechseln und im Durcheinandergehen von Spiel- und Bedeutungsebenen wird klar, dass die ‚Liebe‘ zu Israel sehr unterschiedliche Formen annimmt. Und dass Liebe natürlich Kritik am repressiven Gebaren des Staates einschließt. Zugleich gelingt es den Autoren sehr plastisch zu zeigen (und nicht bloß zu behaupten und zu beurteilen), wie Missbilligung mitunter in antisemitische Ressentiments umkippt, die sich als Israelkritik versucht, politisch zu maskieren. „We love Israel“ beweist, dass sich Hörspiel ohne zu moralisieren, auf mutige experimentelle und unterhaltsame Weise auf ein schwieriges Thema einlassen kann.

Mitwirkende:
Erzähler Stephan Wolf-Schönburg
Passagier Jerry Hoffman
Dolmetscherin Anna Stieblich
Demonstrant Dor Aloni
Demonstrant Jeff Wilbusch
Hörspielproduzent Manfred Hess
Noam Brusilovsky Noam Brusilovsky
Ofer Waldman Ofer Waldman
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 05 2018
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Galveston

Sendetermine: WDR Eins Live - Donnerstag, 24. Mai 2018 23:03 Teil 1/2, (angekündigte Länge: 53:00)
Autor(en): Nic Pizzolatto
Produktion: WDR 2015, 106 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Krimi
Regie: Walter Adler
Bearbeitung: Walter Adler
Übersetzung: Gunter Blank
Simone Saliter
Inhaltsangabe: Der Syndikat-Killer Roy Cady bekommt die Diagnose Lungenkrebs, dann will sein eigener Boss ihn umbringen lassen. Auf der Flucht begleitet ihn die Prostituierte Rocky, die durch Zufall in den Mordversuch verwickelt wird.
Erst erhält Syndikat-Killer Roy Cady die Diagnose Lungenkrebs, dann will sein eigener Boss ihn umbringen lassen. Nur knapp entgeht Roy der Attacke und kann aus der Stadt fliehen - gemeinsam mit der jungen Prostituierten Rocky, die durch Zufall in den Mordversuch verwickelt wird.
Obwohl er weiß, dass sie ihm nur Ärger bringen wird, schafft Roy es nicht, Rocky loszuwerden. Schlimmer noch: Nach kurzer Zeit hat er auch die kleine Tiffany am Hals, die angeblich Rockys Schwester ist. Aus der Not heraus bilden die drei eine Zweckgemeinschaft, gegen die Killer im Speziellen und gegen die Einsamkeit des Lebens im Allgemeinen.
"Galveston" ist der von der Kritik hochgelobte erste Noir-Krimi von "True Detective2"-Schöpfer Nic Pizzolatto.
Mitwirkende:
Reiner Schöne
Jasna Fritzi Bauer
Robert Dölle
Florian Lucas
Corinna Kirchhoff
Felix Vörtler
Edda Fischer
Vittorio Alfieri
Heinrich Giskes
Susanne Barth
Tanja von Oertzen
Maike Jüttendonk
Andreas Grothgar
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When Elephants Fight, It Is the Frogs That Suffer - A Sonic Graffiti (2016-2017)

Sendetermine: DLR - Freitag, 25. Mai 2018 00:05 (Ursendung gekürzt) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Benjamin Patterson
Produktion: Nassauischer Kunstverein Wiesbaden / documenta 14, 2017, 95 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Regie: Bernd Schultheis
Inhaltsangabe: Die "Symphonie quakender Frösche" ist das Vermächtnis eines humorvollen wie hochpolitischen Fluxus-Künstlers.
Der Frosch war das Lieblingstier der Fluxus-Bewegung. Er stand für den mutigen Sprung ins kalte Wasser und für die unergründliche Weisheit der Natur. Kurz vor seinem Tod machte der Fluxuspionier Benjamin Patterson den Frosch noch einmal zur Hauptfigur seiner Arbeit. Er konzipierte eine Installation für Athen und Kassel mit einer "Symphonie der quakenden Frösche". Zu hören sind echtes und imitiertes Froschquaken, politische Statements, Zitate aus Aristophanes’ "Die Frösche" und dem Märchen vom Froschkönig.
"Meine Stücke, wie sie auf dem Papier erscheinen, haben weder materiellen noch abstrakten Wert. Einen Wert können sie nur in der Aufführung erreichen, und auch dann nur den persönlichen Wert, den der Teilnehmende selber seinem eigenen Verhalten und/oder dem der Gemeinschaft während und/oder nach der Erfahrung zumisst. Tatsächlich ist jedes Stück nur dies: eine Person, die bewusst dies oder das tut. Jede/r kann das tun." (Benjamin Patterson)
Mitwirkende:
Sabine Bode
Stephanie Busse
Valentina Dimitriadu-Karagiannis
Claudia Heidenreich
Christiane Henke
Gerold Hens
Martin Hütten
Keno Graumann
Elke Gruhn
Iannis Karanlik
Barbara Klinker
Joachim Kreimer de Fries
Johanna von Kuczkowski
Alfred Neugebauer
Luzie Nierle
Fanny Chrysostomos Papadimitriou
Marina Papoulia
Dr. Barbro Patterson
Elpiniki Reister
Theo Safaris Moschos
Pigi Mormouri
Irmela Splett-Neumann
Ann Nöel Williams
O-Töne Martin Luther King
O-Töne Nelson Mandela
O-Töne Barack Obama
O-Töne Benjamin Patterson
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