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Die ARD hat den Deutschen Hörspielpreis eingestellt.

Ein ARD-Sprecher sagte, die Initiative für diese Entscheidung sei von den Hörspielredaktionen der ARD-Sender gekommen. Innerhalb des Senderverbunds gebe es immer mehr Kooperationen, dazu gehöre auch eine virtuelle Gemeinschaftsredaktion für das Hörspiel.

Daher sei ein Wettbewerb als Binnenkonkurrenz zwischen den Landesrundfunkanstalten und Deutschlandradio, ORF und SRF wenig plausibel, unzeitgemäß und nach außen nicht vermittelbar. Nach Angaben des Sprechers erschien den Hörspielredaktionen ein Wettbewerb fragwürdig, bei dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen durch Rundfunkbeiträge finanzierten Preis an Produktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vergebe. Die Hörspieltage in Karlsruhe, an denen der Preis bisher vergeben wurde, sollen neu aufgesetzt werden.

Die letzten ARD-Hörspieltage in gewohnter Form finden im ZKM-Karlsruhe vom 7. bis 10. November 2024 statt.

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Alles außer flach!

Sendetermine: DLR - Samstag, 24. Feb 2024 00:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 170:00)
DLF - Samstag, 24. Feb 2024 23:05, (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Katharina Borchardt
Jörg Magenau
Auch unter dem Titel: Eine Lange Nacht der niederländischen und flämischen Literatur (Untertitel)
Produktion: DLF/DLR 2024, 163 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Hans Dieter Heimendahl
Inhaltsangabe: Unter dem Motto „Alles außer flach!“ präsentieren die Niederlande und Flandern als Gastland ihre Literatur auf der Leipziger Buchmesse 2024 und legen damit ein beredtes Zeugnis von der Form von Selbstironie, Lakonie und Pragmatismus ab, für die Niederländerinnen und Flamen, auf jeden Fall aber ihre Schriftstellerinnen und Schriftsteller einen gewissen Ruf haben. Die „Lange Nacht” präsentierte bereits im Februar eine Auswahl verschiedener Stimmen der niederländischen und flämischen Literatur, deren Themen und Tonlagen so vielfältig sind wie die Region zwischen Ostende und Groningen, Amsterdam und Maastricht. In der „Langen Nacht” ist ein Mitschnitt der Veranstaltung im Comedia Theater in Köln vom 16. Februar zu hören mit den Autorinnen und Autoren Gerbrand Bakker (Der Sohn des Friseurs), Jaap Robben (Kontur eines Lebens), Gaea Schoeters (Trophäe), Lize Spit (Der ehrliche Finder), Fien Veldman (Xerox) und Peter Zantingh (Zwischen uns und morgen). Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Literaturhaus Köln.
Mitwirkende:
Lisa Bihl
Stefko Hanushevsky
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Syrien in den 1950er-Jahren

Sendetermine: DLR - Samstag, 24. Feb 2024 05:05, (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): N. N.
Auch unter dem Titel: Romantikbild mit Rissen (Untertitel)
Produktion: RIAS Berlin 1957, 30 Min. (Mono) - Feature
Inhaltsangabe: Die Reise nach Syrien beginnt im Libanon, denn zwischen Beirut und Damaskus liegen nur 120 Kilometer und die großen, eleganten Taxen brauchen für eine solche Strecke nicht länger als zwei Stunden. Und wenn man sich in den 50er Jahren eine solche Reise leisten konnte, dann besuchte man wohl beide Länder. So entführt uns diese Sendung sowohl in ein „kosmopolitisches Paradies des ungehinderten Handels“, wie die libanesische Hauptstadt in der damaligen Zeit genannt wird, als auch in eine „fruchtbare Oase mit Obstgärten, Olivenhainen, Pappelwäldchen und kräftigen Weinreben“, womit die syrische Hauptstadt gemeint ist. Abgesehen von einem romantischen Orientbild zeigt die Sendung das Land Syrien so wie wir es aktuell seit knapp 13 Jahren nicht mehr kennen, seit dem Beginn des Bürgerkriegs 2011. Und das, obwohl sich auch 1957 das Land in bewegten Zeiten befand. Und auch Israel in Damaskus das politische Thema Nummer Eins war.
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In Damaskus

Sendetermine: DLR - Samstag, 24. Feb 2024 05:30, (angekündigte Länge: 23:00)
Autor(en): Ursula Püschel
Produktion: DDR 1978, 26 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Günter Bormann
Technik: Dietmar Hagen
Mitwirkende:
Käte Koch
Wilfried Weschke
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Die Witwe und der Polizist

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 24. Feb 2024 09:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Patrizia Schlosser
Auch unter dem Titel: Das Olympia-Attentat und die Frage nach der Schuld (Untertitel)
Produktion: BR 2022, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Alexandra Distler
Ton und Technik: Fabian Zweck
Sound-Design: Dagmar Petrus
Inhaltsangabe: Das Olympia-Attentat 1972 in München ist bis heute eines der prägendsten Ereignisse der bundesdeutschen Geschichte. Palästinensische Terroristen überfielen das Olympische Dorf, töteten zwei Mitglieder der israelischen Mannschaft und nahmen neun weitere als Geisel. Vor allem die missglückte Geiselbefreiung auf dem Flugplatz Fürstenfeldbruck hat sich in die Erinnerung vieler eingebrannt. Alle Geiseln kamen dabei ums Leben. Die Autorin Patrizia Schlosser rollt die Ereignisse rund um das Olympia-Attentat auf - ihr Vater wurde damals als Polizist in Fürstenfeldbruck eingesetzt. Bis heute beschäftigt ihn, was damals geschah, auch weil die Polizisten als Sündenböcke herhalten mussten. Patrizia Schlosser spricht mit Zeitzeugen und präsentiert Erkenntnisse, die das ganze Attentat in einem neuen Licht erscheinen lassen. Und sie begleitet ihren Vater auf einer emotionalen Reise nach Israel, wo er Ankie Spitzer trifft, die Witwe des ermordeten Fechttrainers André Spitzer.
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Friedrichroda - Brüssel - New York

Sendetermine: MDR Kultur - Samstag, 24. Feb 2024 09:05 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Lou Brouwers
Auch unter dem Titel: Toots Thielemans und der Atem der Melancholie (Untertitel)
Produktion: DLF/MDR 2018, 50 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Fabian von Freier
Ton und Technik: Gunther Rose
Ton und Technik: Kiwi Eddy
Inhaltsangabe: Im Jahre 1939 sieht Jean-Baptist Thielemans, 17, im Kino seiner Geburtsstadt Brüssel einen amerikanischen Film. Larry Adler spielt darin einen Todeskandidaten, der in seiner Zelle auf der Mundharmonika herzzerreißende Lieder anstimmt. Am nächsten Tag kauft sich Thielemans so ein Instrument. Mit 30 geht er in die USA und wird einer der Größten in der Modern-Jazz-Szene. Im Alter macht ihn der belgische König zum Baron. Aber der König der Mundharmonika nennt sich immer nur ,Toot’. 1821: Friedrich Buschmann, Orgelbauersohn aus Friedrichroda, Thüringen, ist 16, als er das allererste Patent für eine Mundorgel mit freischwingenden Zungen erhält. Er tauft es ,Aura’; in seiner Heimat gilt er als der Erfinder der Mundharmonika. Mitte des 19. Jahrhunderts blüht die Mundharmonika- Industrie in Deutschland auf. Auswanderer bringen das Instrument, das jeder in die Tasche stecken kann, wenig kostet und so schön Heimweh klagen kann, nach Amerika. Dort wird es vor allem in der schwarzen Bevölkerung in Gestalt der Blues Harp schnell populär. Ihr Sound war es, der den jungen Thielemans so berührte.
Mitwirkende:
Walter Gontermann
Marita Breuer
Judith Jakob
Robert Dölle
Matthias Kiel
Jochen Kolenda
Stefan Naas
Bernd Reheuser
Sascha Tschorn
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Kunst und Kontext - Wie woke müssen Museen heute sein?

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 24. Feb 2024 12:04 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Simone Hamm
Produktion: WDR 2024, 54 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Claudia Kattanek
Technische Realisation: Matthias Fischenich
Technische Realisation: Heiner Kunkel
Regieassistenz: Tim Müller
Inhaltsangabe: Dürfen Bilder provozieren, ja verletzten? Was müssen die Betrachter aushalten können, was nicht? Wieviel Erklärung braucht ein Kunstwerk?
In neuer Weise müssen Museen und Ausstellungsmacher heute auf gesellschaftliche Debatten reagieren, wenn sie eine Ausstellung vorbereiten. Es wird mit viel größerer Sensibilität geplant als noch vor wenigen Jahren. Schon der Titel eines Kunstwerks aus den Archiven kann heute problematisch wirken. Simone Hamm hat sich auf eine Reise zu verschiedenen Museen begeben und höchst unterschiedliche Ansätze kennengelernt, um mit den Herausforderungen umzugehen.
Mitwirkende:
Svenja Wasser
Markus J. Bachmann
David Vormweg
Simone Hamm
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27 Tage

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 24. Feb 2024 13:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Christine Hamel
Auch unter dem Titel: Vom Überleben im Keller von Jahidne (Untertitel)
Produktion: BR 2024, 52 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Stefanie Ramb
Ton und Technik: Susanne Harasim
Inhaltsangabe: Anfang März 2022 besetzen russische Soldaten das Dorf Jahidne im Norden der Ukraine. Was dann passiert gehört zu den grausamsten aber auch zu den groteskesten Verbrechen im Krieg, der bis heute andauert. Die Besatzer sperren alle Bewohner des Dorfes in den viel zu kleinen Keller einer Schule. Sie leben auf unbestimmte Zeit völlig entkoppelt von den Geschehnissen der Welt. Sie müssen Krankheiten überstehen und die aufgezwungene Enge und Nähe. Sie malen Kalender an die Wände, um die Zeit nicht zu vergessen. radioFeature-Autorin Christine Hamel hat den Keller von Jahidne besucht und mit Menschen aus dem Dorf gesprochen, die bis heute versuchen, das Erlebte zu verarbeiten.
Mitwirkende:
Hemma Sophia Michel
Christiane Rossbach
Susanne Schroeder
Aurel Manthei
Stefan Wilkening
Christine Hamel
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CUT - Das Silvester, das uns verfolgt

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 24. Feb 2024 13:30 Teil 1/5 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Borhan Akid
Carolin Bredendiek
Auch unter dem Titel: Happy New Fear (1. Teil)
Unter Verdacht (2. Teil)
Von Jägern und Gejagten (3. Teil)
Gespaltenes Land (4. Teil)
Wer hat Angst vorm fremden Mann? (5. Teil)
Produktion: WDR 2024, 210 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Claudia Kattanek
Komponist(en): Andreas Pfeiffer
Inhaltsangabe: Warum lässt uns die Kölner Silvesternacht 2015 bis heute nicht los? Was hat sie mit dem Aufstieg der AfD zu tun? Und wie hat die Nacht unser Sicherheitsgefühl und unser Bild von Migration verändert?
In diesem Podcast gehen wir auf eine Reise: Von 2015 bis Heute. Und sehen: Diese Nacht hat einen Riss in der Gesellschaft hinterlassen. Damals wurden mehr als 600 Frauen Opfer von sexuellen Straftaten. Die Täter: Meist Männer aus Nordafrika. Dieses Täterprofil hat Debatten über Integration, Flucht und Sicherheit verändert. Bis heute. Was haben wir in Sachen Migration und Asyl gelernt, ignoriert und verpasst seit der Kölner Silvesternacht 2015? Wir reden über Ängste und Angstmacher, Täter und Opfer, die AfD und über ein kleines Dorf in der Eifel, Marmagen. Wir hören die Geschichten derer, die von der Nacht nicht losgelassen werden. So wie uns alle die Silvesternacht 2015 bis heute nicht loslässt.
'CUT – Das Silvester, das uns verfolgt' ist ein fünfteiliger Serial-Podcast des WDR, u. a. von den Machern von '0630 – der News-Podcast'.
Vollständige Version: [https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr/cut-das-silvester-das-uns-verfolgt/index.html]
Mitwirkende:
Carolin Bredendiek
Borhan Akid
Jan Koch
Linus Busch
Julius Langner
Richard Hucke
Kertin Fischer
Regine Schroeder
Detlef Dickmann
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Bring them Home Now!

Sendetermine: RBB Kultur - Samstag, 24. Feb 2024 14:00, (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Gabriela Hermer
Auch unter dem Titel: Eine Israelin kämpft um Freilassung ihrer Eltern aus der Geiselhaft in Gaza (Untertitel)
Produktion: rbb 2024, 34 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Gabriela Hermer
Komponist(en): Sophia Scheifler
Ton: Bodo Pasternak
Inhaltsangabe: 7.10.2023. Als im Kibbutz Beeri, 5 km von der Grenze zu Gaza entfernt, früh morgens der Raketenalarm aufheult, denkt sich Yulie Ben-Ami nichts dabei. Raketen gehören beinahe zum Alltag in dieser Region. Doch kurz darauf erfährt Yulie, dass gleichzeitig auch Hamas-Kämpfer in den Kibbutz eingedrungen sind. Ein paar Straßenzüge von Yulie entfernt, wohnen ihre Eltern. Per Whatsapp ist sie mit ihnen ständig in Kontakt, bis ihr die Mutter schreibt, dass die Terroristen in das Haus der Eltern eingedrungen sind und Yulies Vater angeschossen wurde. Kurz darauf bricht der Kontakt zu den Eltern ab. Yulie fürchtet um das Leben der Beiden. Durch Fotos und Videos, die die Hamas auf social media postet, erfährt die junge Frau, dass ihre Eltern, zwei Deutsch-Israelis, entführt worden sind und in Gaza als Geiseln gefangen gehalten werden. Ihr Kampf um die Freilassung der Eltern beginnt.
Mitwirkende:
Mit Yulie Ben Ami
Mit Raz Ben Ami
Sprecher*innen Adriana Altaras
Sprecher*innen Marina Frenk
Sprecher*innen Cornelia Schönwald
Sprecher*innen Tilmar Kuhn
Sprecher*innen u.a.
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Blasse Stunden/Blijedi sati

Sendetermine: ORF Ö1 - Samstag, 24. Feb 2024 14:00, (angekündigte Länge: 60:00)
Autor(en): Manuela Tomic
Produktion: ORF 2023, 44 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Andreas Jungwirth
Tongestaltung: Manuel Radinger
Tongestaltung: Elmar Peinelt
Regieassistenz: Daniela Gassner
Übersetzung: Theresa Grandits
Davor Frkat
Inhaltsangabe: Im zweisprachigen Hörspiel 'Blasse Stunden/Blijedi sati' (Deutsch /Serbokroatisch) wird eine Autofahrt zu einer Reise in die Vergangenheit, zum Orakel großer Familiengeheimnisse.
Ivo ist gestorben. In einem Land, das für die Protagonistin Mira, Mitte 30, nah und fern gleichzeitig ist. Im Jahr 1998 steigt sie in Völkermarkt in Südkärnten, mit ihrer Familie mitten in der Nacht ins Auto und fährt nach Bosnien, zu Großvater Ivos Begräbnis. Mira floh als Kind mit ihrer Familie vor dem Bosnienkrieg. Erinnerungen an das Leben vor dem Krieg, die Flucht und Geschichten über das Ankommen im fremden Land werden sowohl im Sekundenschlaf als auch in wachen Reflexionen verhandelt. Der Krieg und die damit verbundenen Traumata suchen vor allem den Vater heim - er scheint verloren, in zwei Teile zerrissen. Und sein Auto fährt nicht nur zum Begräbnis, es fährt durch die Zeiten und die weißen Straßenlinien werden zu Lebenslinien.
Mitwirkende:
Mira Marie-Luise Stockinger
Vater Ljubiša Lupo Grujčić
Dedo Ivo Sandy Lopičić
Mutter Ana Stefanovic Bilic
Tankstellenwart Luka Vlatković
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Hallo! Hier Welle Erdball

Sendetermine: HR 2 - Samstag, 24. Feb 2024 14:05
Autor(en): Friedrich W. Bischoff
Produktion: Schlesische Funkstunde 1928, 19 Min. (Mono) - Originalhörspiel dt.
Regie: Viktor Heinz Fuchs
Komponist(en): Edmund Nick
Inhaltsangabe: 1. Szene: Zeitablauf des Mannes K. 5'50"
2. Szene: Sensationen - Katastrophen 12'50"

Bei diesem Hörspiel "Hallo! Welle Erdball" handelt es sich um eine auf Schallplatten aufgezeichnete, veränderte Version des Hörspiels "Hallo hier Welle Erdball! Eine Hörsymphonie" von Fritz Walter (Friedrich) Bischoff und Werner Milch, das am 4.2. 1928 (20.10-21.10 h) uraufgeführt wurde und von dem vermutlich keine Tonaufnahme erhalten ist.
In der Absage heißt es: die Szene wurde mit Hilfe von vier Schallplatten wiedergegeben, der Übergang sollte unmerklich vorsichgehen. Der Versuch wurde durchgeführt, um festzustellen, ob eine solche Wiedergabe der "vollwertige Ersatz eines Originalhörspiels ist". In der Programmvorschau der Schlesischen Funkstunde für den 21.1.1930 (21.35-22.00 h) wurde die Sendung "Hallo! Welle Erdball" eigens als "Hörspiel auf Schallplatten" angekündigt (Vgl. Schlesische Funkstunde 1930, 3, S. 2 und ebd., 5, S.4)
Im Katalog "Schallaufnahmen der deutschen Rundfunkgesellschaften in den Jahren 1929-1931" wird zusätzlich eine kürzere, auf den 6.2.1930 datierte Version verzeichnet.
Mitwirkende:
Marianne Rub
Cläre Rapmund
Oskar Ludwig Brandt
Friedrich Bischoff
Fritz Wenzel
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Das Hörspiel vom Hörspiel

Sendetermine: HR 2 - Samstag, 24. Feb 2024 14:05
Autor(en): Friedrich W. Bischoff
Produktion: Berliner Funkstunde 1931, 29 Min. (Mono) - Feature
Genre(s): Hörspieltheorie
Regie: Friedrich W. Bischoff
Inhaltsangabe: Am 29. Oktober 1923 ging inmitten inflationsgehetzter Zeiten vom Haus der Berliner Schallplattenfirma Vox der deutsche Unterhaltungsrundfunk erstmals auf Sendung. Und bald begann er seine Spielformen zu entwickeln: als 'Sendespiele' nachgestellte Bühnenaufführungen und seit 1924 auch Hörspiele, die eigens fürs Radio geschrieben wurden. 1931 stellte der Rundfunkpionier Friedrich Bischoff bei der "Rundfunk- und Phonoschau Berlin" ein breites Spektrum solcher "funkischer" Darstellungsformen vor.
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Moby-Dick oder Der Wal. Adventure Cut

Sendetermine: BR 2 - Samstag, 24. Feb 2024 15:05, (angekündigte Länge: 115:00)
Autor(en): Herman Melville
Auch unter dem Titel: Adventure Cut (Untertitel)
Der Wal. Adventure Cut (Zusatz)
Produktion: BR 2005, 82 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Komponist(en): Klaus Buhlert
Ton und Technik: Hans Scheck
Ton und Technik: Susanne Herzig
Ton und Technik: Wilfried Hauer
Regieassistenz: Anja Scheifinger
Regieassistenz: Christina Hänsel
Übersetzung: Matthias Jendis
Inhaltsangabe: "Nennt mich Ismael" - so beginnt die Abenteuergeschichte vom einbeinigen Kapitän Ahab, der verbissen ein furchterregendes Ungeheuer über die Weltmeere jagt und am Ende in die Tiefe gerissen wird. Ismael, der Erzähler, ist der einzige Überlebende. Eine Geschichte so gewaltig wie ein Wal. Ob Film oder Musical, Kinderbuch oder Comic: Moby-Dick, der weiße Wal, ist ein Mythos.

Im Jahr 2002 präsentierte der Bayerische Rundfunk "Moby-Dick oder Der Wal", Klaus Buhlerts 10-stündige Hörspielfassung von Herman Melvilles Roman, die erstmals versuchte, der Komplexität und Vielstimmigkeit der Vorlage gerecht zu werden - ausgehend von der vollständigen deutschen Neuübersetzung von Matthias Jendis. Melville kombiniert in seinem Roman, der 1851 erschien, verschiedenste Stile, vom Shakespeareschen Drama über das religiöse Traktat bis zur action story. Drei Jahre später hat Klaus Buhlert aus dieser 10-stündigen Hörspielfassung einen Adventure Cut erarbeitet, der den Atem der Großproduktion beschleunigt, die Atmosphäre verdichtet und sich dabei ganz auf die Abenteuergeschichte konzentriert.
Expertenkommentar: Hörspiel des Monats September 2005, Begründung der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste:
"Herman Melvilles Roman 'Moby-Dick oder Der Wal' ist längst über die literarische Welt hinaus zu einer modernen Legende geworden. Der Komponist und Regisseur Klaus Buhlert hat sich im Jahr 2002 schon einmal des gewaltigen Stoffs angenommen. Mit seiner zehnstündigen Hörspielfassung, produziert vom Bayerischen Rundfunk, versuchte er, der stilistischen Heterogenität des Buches gerecht zu werden und eine akustische Entsprechung für sie zu finden. Der jetzt aus demselben Ausgangsmaterial entstandene 'Adventure Cut' von gut achtzig Minuten zwang Buhlert, stärker auszuwählen und auf viele Aspekte der Geschichte zu verzichten, er bot aber auch die Chance, dem Stück mehr Tempo zu verleihen und die Dynamik des szenischen Spiels zur Geltung zu bringen. Gestützt auf ein Ensemble von hervorragenden Schauspielern und Sprechern, ist Buhlert ein fesselndes Abenteuerhörspiel gelungen, in dem die Vielschichtigkeit des Romans dennoch immer wieder anklingt. Der Regisseur versteht es, Monologe wie Massenszenen von großer Wucht und Überzeugungskraft zu inszenieren und setzt zugleich ironische Signale, etwa indem er das durchgehende Shanty-Motiv durch den Chor mehr andeuten als schmettern lässt. Auf Festivals und andernorts, wo Medienpreise vergeben werden, kommt gelegentlich die Frage auf, ob und worin öffentlich-rechtliche Produktionen sich eigentlich noch von kommerziellen unterscheiden, wenn sie sich - etwa im Unterhaltungsgenre - dem direkten Vergleich mit ihnen stellen müssen. Mit seinem Hörspiel gibt Buhlert eine überzeugende Antwort darauf: Er präsentiert 'Moby-Dick' auf mitreißende und unterhaltende Weise, ohne die literarische Vorlage deshalb glatt zu bürsten. Das gelingt, weil er viel Erfahrung und eine gewachsene Hörspielkultur einbringen kann, die ihren Ausdruck ebenso in dramaturgischen Entscheidungen wie in der Sprecherauswahl und Stimmführung, in Komposition und Klangbearbeitung finden."
Mitwirkende:
Rufus Beck
Felix von Manteuffel
Manfred Zapatka
Ulrich Matthes
Bernhard Schütz
Karsten Hübner
Rudolph Taruoura Grün
Hermann Lause
Horst Lebinsky
Helmut Stange
Michael Lucke
Jochen Striebeck
Werner Rehm
u.a.
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 09 2005
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Paradise

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 24. Feb 2024 17:04, (angekündigte Länge: 53:00)
Autor(en): Tom Peuckert
Produktion: WDR 2013, 53 Min. (Stereo) -
Genre(s): Krimi
Regie: Annette Kurth
Dramaturgie: Georg Bühren
Technische Realisation: Mechthild Austermann
Technische Realisation: Jürgen Glosemeyer
Regieassistenz: Freya Hattenberger
Inhaltsangabe: Während einer Kreuzfahrt auf dem Luxusschiff "Paradise" glaubt Privatdetektiv Castor Troya, Zeuge eines Verbrechens geworden zu sein. Seine Begleiterin und Sekretärin Beatrice glaubt nicht an einen Mord und genießt die künstliche "all inclusive"-Welt des Schiffes. Troya dringt auf der Suche nach einem verdächtigen Besatzungsmitglied tief in die geheime, verbotene Welt jenseits der Gästekabinen ein - bis er von der Crew gestellt und in Arrest genommen wird. Beatrice ermittelt allein weiter und erhält Hinweise darauf, dass die schöne Welt der "Paradise" kein Paradies ist.
Mitwirkende:
Castor Troya, Detektiv Hans Kremer
Beatrice, seine Assistentin Tanja Schleiff
My Anh, Angestellte auf der "Paradise" Mai Duong Kieu
Cruise Director Reiner Schöne
Barkeeper Peter Nottmeier
Tennislehrerin Isis Krüber
Ältere Dame Regina Lemnitz
Mann Thomas Balou Martin
Links: Externer Link Homepage von Tom Peuckert
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Als mich die Amsel fragte - Von Vögeln und Menschen

Sendetermine: DLR - Samstag, 24. Feb 2024 18:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Sabine Fringes
Produktion: WDR 2023, 54 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Helga Mathea
Technische Realisation: Olaf Dettinger
Regieassistenz: Marlene Meissner
Inhaltsangabe: Der eine hat eine Meise und bei dem anderen piepts, manche zwitschern gerne einen, während andere lieber twittern. Viele Begriffe aus der Vogelwelt hat der Mensch übertragen - was von einem engen Verhältnis zeugt.
Seit jeher inspirieren Vögel den Menschen, über Dinge zwischen Himmel und Erde nachzudenken. Dabei sind die Beobachter so vielfältig wie ihre Objekte: von der Literaturwissenschaftlerin Tanja van Hoorn, die sich mit dem Bild des Vogels in der Dichtung beschäftigt bis zum Kommunikationsforscher Henrik Brumm, der untersucht, wie sich die Tiere an eine vom Menschen geprägte Umwelt anpassen. Biologen und Naturranger kommen ebenfalls zu Wort. Eine Hommage auf die Gefiederten und ihre Liebhaber.
Mitwirkende:
Nicole Kersten
Anja Laïs
Louis Friedemann Thiele
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Puppenstadt

Sendetermine: SWR 2 - Samstag, 24. Feb 2024 19:04, (angekündigte Länge: 57:00)
Autor(en): Bodo Traber
Tilman Zens
Produktion: WDR 2012, 53 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Petra Feldhoff
Komponist(en): Haarmann
Inhaltsangabe: Von einem Moment auf den anderen weiß Dr. Anders Allzir nicht mehr, was er tut. Warum hält er dieser fremden Frau eine hölzerne Bohrer-Attrappe in den Mund? Das unheimliche Erlebnis dauert nur einige Sekunden, aber lässt Anders nicht mehr los. Dunkle Erinnerungen steigen in ihm auf. War er einst ein anderer? Erschrocken entdeckt er Narben eines chirurgischen Eingriffs an seinem eigenen Kopf. Und seine Entdeckungen werden immer ungeheuerlicher: Die Stadt, in der er seit Jahren zu leben glaubt, wurde erst vor kurzem errichtet, viele Häuser, Gegenstände und sogar manche ihrer Bewohner sind Attrappen aus einem seltsamen organischen Material. Offenbar sind sie alle Figuren in einer gigantischen Inszenierung. Anders sucht Hilfe beim befreundeten Psychiater Bischoff, doch dieser weiß mehr als er zugibt - über die Welt hinter ihrer Welt und die Anderen, die dies alles kontrollieren.
Mitwirkende:
Anders Barnaby Metschurat
Nadie Janina Sachau
Bischoff Peter Davor
Springer / Wischnewski Matthias Haase
Olly Andreas Laurenz Maier
Dolly Cathlen Gawlich
Königsbauer Hans Peter Hallwachs
Der Semidebile / Portier Steffen Scheumann
Nina Sigrid Burkholder
Oma / Ältere Dame Dorothea Walda
Marie / Puppenstimme Pauline Höhne
Wenzel / Kleiner Junge Oskar Krüger
Befehlshaber 1 / Wache 1 Andreas Grötzinger
Befehlshaber 2 / Wache 2 / Veranstalter Matthias Kiel
TV-Reporter 1 / Reporter Auto Daniel Berger
TV-Reporter 2 / Lautsprecher Jochen Langner
Kellner Valentin Stroh
Weibliche Stimme 1 Maike Jüttendonk
Weibliche Stimme 2 Franziska Arndt
Weibliche Stimme 3 Mandana Mansouri
Links: Externer Link Homepage von Ralf Haarmann
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Komet im Mumintal

Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 24. Feb 2024 19:04 Teil 2/2 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 52:00)
Autor(en): Tove Jansson
Produktion: WDR 2023, 105 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Genre(s): Kinderhörspiel ab 8 Jahre
Regie: Hannah Georgi
Bearbeitung: Christina Hänsel
Komponist(en): Andreas Bick
Technische Realisation: Rike Wiebelitz
Technische Realisation: Sebastian Nohl
Technische Realisation: Jens-Peter Hamacher
Besetzung: Ulrich Korn
Besetzung: Daniela Lebang
Regieassistenz: Genoveva Allan
Regieassistenz: Finn Oleg Schlüter
Dramaturgie: Ulla Illerhaus
Inhaltsangabe: Die Hitze im Mumintal ist unerträglich. Während Mumin sich im Meer erfrischt und Schnüferl eine verstecke Höhle entdeckt, verbreitet der Bisam im Mumintal das Gerücht vom nahenden Weltuntergang.
Laut Bisam ist ein Komet Schuld an der sengenden Hitze und der werde in wenigen Tagen einschlagen. Mumin und Schnüferl wollen es genau wissen und machen sich auf den beschwerlichen Weg zu einem Observatorium, in dem der nahende Komet wissenschaftlich untersucht wird. Unterwegs treffen sie Snufkin, der ihnen hilft und sie begleitet. Auch Snork läuft ihnen über den Weg mit seiner Schwester Snorka, die von Mumin vor einem sehr angriffslustigen Gebüsch gerettet wird. In der Hitze verdampft sogar das Wasser des Meeres. Die Freunde können nur hoffen, dass sich die Leute im Observatorium verrechnet haben, denn sie bestätigen das Gerücht: der Komet wird einschlagen.
Tove Janssons liebenswerte Finnland-Trolle haben längst Weltruhm erreicht. Wie die Mumins in ihre Heimat, das Mumintal, kamen, erzählt die Autorin in der Vorgeschichte 'Mumins lange Reise', in der Mumin sich auf die Suche nach seinem Muminpapa macht und einen wunderschönen Ort für die Familie findet.
Mitwirkende:
Mumin Daniel Rothaug
Schnüferl Marek Harloff
Muminmama Barbara Philipp
Muminpapa Sascha Gersak
Snufkin Denis Moschitto
Professorin Thelma Buabeng
Bisam Steffen „Shorty“ Scheumann
Hemul Josef Ostendorf
Elisa Afie Agbaglah
Helgi Schmid
Rabea Wyrwich
Lisa Werlinder
Links: Externer Link Homepage Andreas Bick
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Spaceman ’85

Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 24. Feb 2024 19:04, (angekündigte Länge: 52:00)
Autor(en): Andreas Ammer
Console
Produktion: WDR/RB 2005, 52 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Console
Andreas Ammer
Technische Realisation: Mario Thaler
Inhaltsangabe: Am 30. Oktober 1985, Punkt 12 Uhr mittags, startet Reinhard Furrer als Wissenschaftsastronaut an Bord der US-Raumfähre "Challenger" ins All. Der Flug dauert 7 Tage, 44 Minuten und 51 Sekunden. Vor und während des Fluges, sogar während des Starts spricht Furrer auf eigene Gefahr seine Eindrücke in ein privates Diktaphon. Während der Startvorbereitungen gibt sich der "Payload Specialist" noch professionell und abgeklärt. Er erläutert den Countdown, den zeitlichen Ablauf, die Vorbereitungen in Cape Canaveral. Je näher der Start rückt, desto mehr wird Furrer von der Kraft der Unternehmung ergriffen. Während des Takeoffs, den der Amateurastronaut "live" unter seinem Helm mitkommentiert, treibt Furrer eine ungeahnte Euphorie, die sich in der Schwerelosigkeit des Weltraums zu einem wahren Rausch der Gefühle steigert. Vom einzigartigen Erlebnis des Weltraums spürbar im Innersten berührt, versucht Astronaut Furrer während der 112 Erdumrundungen wie in Trance und in geradezu psychedelischen Bildern seine Eindrücke auf Tonband festzuhalten. Er meditiert mit belegter Stimme über das Spiel des Lichtes unten auf der Erde und die Macht und Tiefe der Unendlichkeit. Nie zuvor und nie danach wurde der Weltraum so unmittelbar poetisch geschildert. Andreas Ammer & Console (Martin Gretschmann und Axel Fischer) schaffen für das Dokument von Furrers Weltraumflug einen künstlerischen Rahmen. Die Erzählungen vom All wechseln als dokumentarische "Rezitative" ab mit "Weltraum-Arien": Songs (gesungen von der "Console"-Sängerin Miriam Osterrieder), die Furrers Formulierungen in Popsongs gießen. Aus dem Dokument eines Abenteuers wird ein musikalisches Epos über die Grenzen des Menschseins. Furrers Ritt ins All sollte der letzte Flug der "Challenger" sein: Bei ihrem nächsten Start explodiert die Raumfähre nach 73 Sekunden. Reinhard Furrer selbst stirbt 10 Jahre später bei einem Flugzeugabsturz unter ungeklärten Umständen.
Expertenkommentar: Hörspiel des Monats April 2005 - Begründung der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste:
"Radio sei - neben dem Popsong - der schnellste Weg zu den Gefühlen des Hörers und Intensität der letzte Luxus heutzutage. Die Worte stammen von Hörspielmacher Andreas Ammer, und tatsächlich gelingt es ihm (zusammen mit dem Musikerkollektiv Console) hier wieder einmal, in einer Wort/ Musik-Komposition beide Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Das Thema ist klassisch: ein Forscher (Wissenschaftsastronaut Reinhard Furrer) betritt Neuland (1985, die Erdumlaufbahn), führt ein akustisches Tagebuch auf seiner Reise mit der Raumfähre Challenger und macht seine Mitmenschen so zu potentiellen Ohrenzeugen. Dass Ammer diese O-Tonaufnahmen für seine Arbeit entdeckte, ist ein Glücksfall, das Thema per se spannend. Doch sind Furrers Erlebnisse, sein wissenschaftlich wie subjektiv geprägter Reisebericht nicht der eigentlich Inhalt des Hörstücks. Helden dieser Arbeit sind eher Sprache und Musik, und wie sie im freien Zusammenspiel eine neue innere Wirklichkeit entstehen lassen. Gemeinsam schaffen Ammer und Console einen emotionalen Bewußtseinstrack, in dem der Bericht des, sich zur 'professionellen' Sachlichkeit zwingenden Furrer, mal rhythmisiert wird, mal durch Hall und Pausen erhöht oder unter die Musik versenkt. Die ebenso spannende wie entspannende Komposition übersetzt Furrers Eindrücke in einen nicht-konkreten, fast sprachlosen Bereich. So dass man mit diesem Hörspiel auf verschiedene Weise spielen kann: man kann einfach so hinein tauchen, beim Cocktail oder mit ihm um die Erde düsen. Man kann es aber auch mit eigenen Bildern anreichern und dabei, wenn einem danach ist, kleine anthropologische Studien treiben. Interessant etwa, wie der nüchterne Naturwissenschaftler vor der Größe des Gesehenen um Ausdruck ringt und ausgerechnet zu einer elementaren, minimalen Lyrik findet. In ihrer schlichten Ehrlichkeit werden diese Sätze zu Wahrheiten, die dann - von Miriam Osterrieder in der englischen Übersetzung gesungen - im 'Kult' Allgemeingut werden. In solchen Momenten der Überwältigung sagt Furrer vielleicht einfach nur emphatisch: 'Das ist so schön!'. Dann erscheint einem der vom Bodenpersonal total überwachte, doch über den 'Nebeln aus Licht' schwebende Mensch wie die heutige Verkörperung von Caspar David Friedrichs versunkenem 'Wanderer über dem Felsenmeer'.
Dass es Ammer und Console gelingt, dieses Sprach/Musik-Duett vom großen Gefühl ganz unpathetisch und mit schwebender Leichtigkeit zu gestalten, ist eine große Leistung."
Mitwirkende:
Axel Fischer
Miriam Osterrieder
Reinhard Furrer
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 04 2005
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Warum es sich lohnt, auf die Welt zu kommen

Sendetermine: SRF 2 - Samstag, 24. Feb 2024 20:00, (angekündigte Länge: 56:00)
Autor(en): Jugendliche Zürich
Produktion: JULL – Junges Literaturlabor 2023, 57 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Martin Engler
Bearbeitung: Martin Engler
Komponist(en): AN MOKU
Martin Engler
Regieassistenz: Irene Eichenberger
Schnitt: Martin Engler
Mischung: Christian Bader
Inhaltsangabe: Eine polyphone Collage aus Tag-Träumen, Nacht-Ungeheuern und absoluter jugendlicher Lebenswirklichkeit im Hier und Jetzt.
Was passiert, wenn 30 Jugendliche aus Zürich im Alter von 14 bis 17 Jahren, mit einer Schriftstellerin und einem Schriftsteller Texte schreiben? Ganz einfach: Sie erzählen von sich und von allem, was sie so umtreibt. Sie erzählen von FCZ-Fans und Vampiren, von giftigen roten Kobras in Transsylvanien und von Kriminellen aus Los Angeles. Vor allem aber erzählen sie hautnah davon, was es heisst, im dritten Jahrtausend auf die Welt zu kommen. Sie träumen von einer perfekten Welt und stellen sich gleichzeitig sehr konkret vor, wie es sein wird, wenn sie 30 oder 40 sind, oder 50 oder 60. Manchmal geht es um Schmerz und Wut, Rivalität und Kampf. Aber nicht weniger um Freundschaft und immer wieder um … Liebe.
Basis für dieses Hörspiel bilden zwei im Jungen Literaturlabor (JULL) im Rahmen von zwei unabhängigen Schreibprojekten verfasste Texte: "NIE USENAND GAH" (Schreibcoach Johanna Lier) und "TRAUMGEBURT" (Schreibcoach Guy Krneta). Diese wurden im JULL-Tonstudio in die Mikrofone gesprochen, gesungen, gehaucht, gekräht, geflüstert und geschrien.
Martin Engler hat beide Texte miteinander verwoben und daraus vielstimmige akustische Bilder geschaffen. Um die pointierten Geschichten über das Leben, die Liebe, den Tod, Herkunft, Familie und Freundschaft in Szene zu setzen, hat er beim Schnitt und in der Mischung mit einer bunten Palette atmosphärischer Brüche und mit viel Musik gearbeitet. Die Klangräume stammen vom Soundarchitekten Dominik Grenzler, der unter dem Namen AN MOKU aus Stille, Ton und Geräusch spannungsvolle, hochkomplexe, filmische Klangwelten komponiert.
Mitwirkende:
Jugendliche der 3. Sek B3 der Schule Kappeli und der ehemaligen 3. Sek Bb der Schule Riedenhalden in Zürich
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Gegenwärtig lebe ich allein - Hörstück in 9 Bildern mit Texten von Henri Michaux

Sendetermine: SWR 2 - Samstag, 24. Feb 2024 23:03, (angekündigte Länge: 48:00)
Autor(en): Heiner Goebbels
Produktion: SWR/DLR 2021, 48 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Sprache: Deutsch/Französisch
Regie: Heiner Goebbels
Komponist(en): Heiner Goebbels
Aufnahme: Martin Eichberg
Mischung: Heiner Goebbels
Mischung: Andreas Stoffels
Dramaturgie: Manfred Hess
Inhaltsangabe: Maler, Dichter, Einzelgänger: Henri Michaux war eine prägnante Persönlichkeit. Der Komponist Heiner Goebbels nähert sich seinem Werk über das Hören – mit seinem eigenen Klavierspiel und mit der Stimme von David Bennent.
„Ich reise nicht mehr. Reisen, was für ein Interesse sollte das für mich haben?“ Das schreibt der Maler und Dichter Henri Michaux. Der große Eigenbrödler in der Kunst des 20. Jahrhunderts betrachtet die Welt mit radikaler Subjektivität: „Berge stelle ich mir hin, wann es mir passt und wo es mir passt, falls der Zufall oder geheime Neigungen mich einmal nach Bergen gierig gemacht haben.“ Michaux betreibt „mit seinen poetischen, nachdenklichen, beschwörenden und explosiven Texten eine Art Exorzismus gegen sich und den Rest der Welt. Mit seinen Bildern sucht er das Unsagbare auszudrücken.“ Das fasziniert den Komponist Heiner Goebbels. Während einer Zeit aufgezwungener Ruhe hat er versucht, Michaux‘ Werk auf seine Weise näherzukommen: mit einer Klangkomposition, die ausschließlich auf der Stimme von David Bennent und Goebbels‘ eigenem Klavierspiel beruht.
Mitwirkende:
Stimme David Bennent
Klavier Heiner Goebbels
Links: Externer Link Homepage Heiner Goebbels
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Alles außer flach!

Sendetermine: DLR - Samstag, 24. Feb 2024 00:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 170:00)
DLF - Samstag, 24. Feb 2024 23:05, (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Katharina Borchardt
Jörg Magenau
Auch unter dem Titel: Eine Lange Nacht der niederländischen und flämischen Literatur (Untertitel)
Produktion: DLF/DLR 2024, 163 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Hans Dieter Heimendahl
Inhaltsangabe: Unter dem Motto „Alles außer flach!“ präsentieren die Niederlande und Flandern als Gastland ihre Literatur auf der Leipziger Buchmesse 2024 und legen damit ein beredtes Zeugnis von der Form von Selbstironie, Lakonie und Pragmatismus ab, für die Niederländerinnen und Flamen, auf jeden Fall aber ihre Schriftstellerinnen und Schriftsteller einen gewissen Ruf haben. Die „Lange Nacht” präsentierte bereits im Februar eine Auswahl verschiedener Stimmen der niederländischen und flämischen Literatur, deren Themen und Tonlagen so vielfältig sind wie die Region zwischen Ostende und Groningen, Amsterdam und Maastricht. In der „Langen Nacht” ist ein Mitschnitt der Veranstaltung im Comedia Theater in Köln vom 16. Februar zu hören mit den Autorinnen und Autoren Gerbrand Bakker (Der Sohn des Friseurs), Jaap Robben (Kontur eines Lebens), Gaea Schoeters (Trophäe), Lize Spit (Der ehrliche Finder), Fien Veldman (Xerox) und Peter Zantingh (Zwischen uns und morgen). Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Literaturhaus Köln.
Mitwirkende:
Lisa Bihl
Stefko Hanushevsky
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Coldhaven

Sendetermine: SWR 2 - Samstag, 24. Feb 2024 23:50, (angekündigte Länge: 62:00)
Autor(en): John Burnside
Produktion: SWR 2017, 62 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Klaus Buhlert
Komponist(en): Klaus Buhlert
Regieassistenz: Katrin Herm
Ton und Technik: Anke Schlipf
Ton und Technik: Martin Vögele
Dramaturgie: Manfred Hess
Übersetzung: Klaus Buhlert
Bernhard Robben
Inhaltsangabe: "Coldhaven" ist ein fiktives schottisches Küstendorf, das noch immer im Bann des geheimnisvollen Verschwindens von Carey steht. Die Leiche des jungen Mädchens wurde bisher nicht gefunden. Sie war fünfzehn und wurde zuletzt mit dem 17-jährigen Martin Wilson gesehen, mit dem sie in den Marschen spazieren ging. Eine polizeiliche Untersuchung entlastete den jungen Mann. Das geschah vor mehr als einem Jahr. Die Geschichte des Dorfes und des Mädchens erzählt Burnside aus der Perspektive verschiedener Dorfbewohner. Dabei kommen zu Wort: der Geist von Martin, sein Bruder Paul, seine Mutter Agnes und der Postbote John, der glaubt um den Tathergang zu wissen, sowie die ehemalige Stadtbibliothekarin Agnes und ein Erzähler, der zugleich die Vermutungen der Dorfgemeinschaft über das angebliche Verbrechen spiegelt. Mit seinem neuen Hörspiel hat John Burnside in gewissem Sinne eine geheimnisvolle Kriminalgeschichte geschrieben. Bei Krimis soll man in der Regel nichts verraten. Aber "Coldhaven" erschließt sich nicht alleine über die Handlung. Das Stück ist der seltene Fall einen poetischen Spiels für Stimmen, eines Lang-Gedichtes als Originalhörspiel.
Expertenkommentar: Begründung der Jury zum Hörspielpreis der Kriegsblinden:

„Coldhaven“ von John Burnside fasziniert durch seine schwebende Ambiguität und seine sprachlich-tonale Präzision. Es ist gleichzeitig ein zupackend muskulöses Hörspiel über das Verschwinden zweier junger Menschen in einem fiktiven schottischen Dorf und „Geisterspiel“, also ein vielschichtiges, dichtes Sprachgewebe im Äther, das einem Urgefühl des Mediums Radio nahekommt: dem Gefühl von Unbestimmtheit, Ungewissheit und Unheimlichkeit. Alles in diesem Hörstück ist belebt und miteinander verwoben – die Graffiti am verlassenen Bahnhof, die desolaten Häuser, die derben Dorfsprüche und üblen Nachreden. Dinge, Menschen, ihre Gedanken und Geschichten und auch ein Toter sprechen voneinander, mit uns und miteinander, stellenweise auch durch telepathische Verbindung. In Klaus Buhlerts Regie treten die ikonischen Figuren und Begebenheiten sehr direkt und mit hyperrealistischem Touch auf. Sie spielen auf einer feingeschichteten Tonfolie, einem fließenden, ständig präsenten Shift vom Naturalismus zum Übernatürlichen, den man aus Burnsides Werk kennt und der nie Ergebnis eines kalkulierten Konstrukts ist, sondern spürbar auf seinem Welterleben als Autor basiert. Je weiter sich dieses Tongedicht in der Zeit entfaltet, desto stärker werden wir eingesponnen in seine Geste des beredten „Beschweigens“ eines Vorfalls. Die konkrete Verwirrung darüber, wo wir selbst stehen in einem sich ständig verändernden Gemenge aus Ahnungen, Andeutungen, Vermutungen und Informationen, macht diese Geschichte eines Mordes zur hautnah erlebten Parabel über die Wirkungsweisen eines Gerüchts.
Mitwirkende:
Erzähler Felix Goeser
John the Post Johannes Silberschneider
Agnes Corinna Harfouch
Fiona Astrid Meyerfeldt
Martins Geist Christopher Heisler
Paul Moritz Kienemann
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 02 2017
Hörspiel des Jahres (ARD) 2017
Hörspielpreis der Kriegsblinden 2018
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