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Die ARD hat den Deutschen Hörspielpreis eingestellt.

Ein ARD-Sprecher sagte, die Initiative für diese Entscheidung sei von den Hörspielredaktionen der ARD-Sender gekommen. Innerhalb des Senderverbunds gebe es immer mehr Kooperationen, dazu gehöre auch eine virtuelle Gemeinschaftsredaktion für das Hörspiel.

Daher sei ein Wettbewerb als Binnenkonkurrenz zwischen den Landesrundfunkanstalten und Deutschlandradio, ORF und SRF wenig plausibel, unzeitgemäß und nach außen nicht vermittelbar. Nach Angaben des Sprechers erschien den Hörspielredaktionen ein Wettbewerb fragwürdig, bei dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen durch Rundfunkbeiträge finanzierten Preis an Produktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vergebe. Die Hörspieltage in Karlsruhe, an denen der Preis bisher vergeben wurde, sollen neu aufgesetzt werden.

Die letzten ARD-Hörspieltage in gewohnter Form finden im ZKM-Karlsruhe vom 7. bis 10. November 2024 statt.

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Oscillations

Sendetermine: DLR - Freitag, 26. Apr 2024 00:05 Teil 4/4 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Muhammad Dawjee
Garth Erasmus
Zara Julius
Nkosenathi Ernie Koela
Christina Kubisch
Mpho Molikeng
Gabi Motuba
Neo Muyanga
Denise Onen
Kirsten Reese
Produktion: DLR/Akademie der Künste/University of the Western Cape/DAAD 2024, 219 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Audio Art
Inhaltsangabe: Das Afrikabild in Deutschland steckt voller Klischees - auch in Bezug auf Klang. Dabei kommen viele künstlerische Innovationen aus Afrika. In einer vierteiligen Reihe zeigen wir die Ergebnisse eines Austauschprogramms zwischen Kapstadt und Berlin.
Wenn wir uns Sounds aus Afrika vorstellen, denken wir oft an traditionelle Musik und deren Ableger im Pop. Und auch die Kritik an der kommerziellen Verwertung afrikanischer Klänge und Ressourcen reproduziert ein Klischee: das Bild vom armen ausgebeuteten Kontinent. Mit dem Austauschprogramm „Oscillations“ wollen Deutschlandfunk Kultur, die Akademie der Künste, die University of the Western Cape und das Berliner Künstlerprogramm des DAAD einen akustischen Dialog zwischen Nord und Süd über die Materialität von Sound und ihre Wirkung führen. Dabei soll sich ein anderes Bild von afrikanischen Sounds zeigen: eine innovative Ästhetik der Fürsorge und der Freiheit. Im Rahmen von „Oscillations“ arbeiten Künstlerinnen und Künstler aus dem südlichen Afrika und aus Deutschland in Kapstadt und Berlin. Die Ergebnisse zeigen sie auch vom 26. April bis 19. Mai in der Berliner Akademie der Künste.
Bua Ntate Von Nkosenathi Koela Länge: 20`14
Transanthrophony 1 Von Denise Onen Länge: 17`26
The scream for radio Von Gabi Motuba Länge: 10`39
Nkosenathi Ernie Koela ist Instrumentenbauer und Multiinstrumentalist, erforscht Heilpraktiken durch Klang und schafft damit einen Raum, der sich spirituell wie materiell manifestiert. Koelas transdisziplinäre Praxis umfasst die Tätigkeit als afrikanisches indigenes Medium, als Experte und Lehrer des Klangs. Er lebt in Kapstadt.
Gabi Motuba ist Jazzsängerin, Klangkünstlerin, Komponistin und Arrangeurin. Sie lebt in Johannesburg. Ihr Hauptinstrument ist die Stimme, mit deren Hilfe sie Konzepte, Ideen und Fragen reflektiert und erforscht.
Denise Onen praktiziert Klangkulturen. Sie macht ihren Master of Music an der Universität von Kapstadt. Als Sounddesignerin und Komponistin hat ihre Klangkunst in Film, Dokumentation und Theater renommierte internationale Auszeichnungen erhalten.
Intercontinental & Interdependent Von Mpho Molikeng Länge: 18`40
Death is part of the process… Von Zara Julius Stereomfassung einer 6-Kanaligen Klanginstallation Komposition, Recherche und Workshopleitung: Zara Julius Mitarbeit: Hannah Carrim Gitarre: Mpumi Mcata Archivmaterial mit freundlicher Genehmmigung der UWC – Robben Island Mayibuye Archives Länge: 26`10
Zara Julius ist eine interdisziplinäre Künstlerin, Forscherin und Kulturarbeiterin. Sie lebt in Johannesburg. Ihre Praxis basiert auf einer Arbeitsmethodik der „Entrücktheit“ (rapture). Durch umfangreiche Recherchen nutzt sie in ihrer Arbeit das Anarchiv und den Schwarzen Klang (Black sonic), um Zeit angesichts von Unfreiheiten zu rekonstituieren.
Mpho Molikeng ist ein in Maseru, Lesotho, geborener Musiker, Komponist, Autor und Kurator, der eine Reihe afrikanischer Instrumente wie Lesiba, Mamokhorong, Setolo-Tolo, Mbira, Djembe und andere spielt. Er lebt in Pretoria.
Spectres of Camissa Von Muhammad Dawjee Länge: 7`52
Rediviva Von Kirsten Reese Länge: 24`14
The Thirteenth Dialect Von Garth Erasmus Länge: 15`00
Muhammad Dawjee ist Musiker, Komponist, Architekt, Forscher und Pädagoge aus der indischen Apartheid Group Area Laudium am westlichen Stadtrand von Pretoria. Er versteht Improvisation als Forschungsprozess und interessiert sich besonders für die Identitäten von Brown People(s), die in Südafrika leben.
Garth Erasmus ist bildender Künstler, Klangkünstler und Musiker. Seine Arbeit konzentriert sich auf das südafrikanische First-Nation-Volk, die Khoisan, deren Angehöriger er ist. Er lebt in Kapstadt.
Kirsten Reese ist eine in Berlin lebende Komponistin und Klangkünstlerin. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten steht die Wechselbeziehung von immersivem Zuhören, Körper, sozialer Wahrnehmung, Lautsprecherkonstellationen und elektronischen Medien.
Boris Baltschun ist ein in Berlin lebender Komponist, Musiker und Künstler. 2012 wurde er gemeinsam mit Serge Baghdassarians für „Bodybuilding“ (Deutschlandradio Kultur) mit dem Karl-Sczuka-Preis ausgezeichnet.
Mit: The thing has happened Von Neo Muyanga Länge: 6‘52
A fairytale Von Neo Muyanga Länge: 13‘36
Everywhere and Nowhere Von Christina Kubisch Länge: 19‘00
Christina Kubisch begann nach ihrem akademischen Musikstudium, ortsspezifische Klanginstallationen und Mixed-Media-Arbeiten zu schaffen. Ihre Forschung zu elektromagnetischen Wellen und anderen verborgenen Geräuschen macht Phänomene hörbar, die normalerweise außerhalb der menschlichen Wahrnehmung liegen. Sie lebt in Berlin.
Neo Muyanga ist ein in Kapstadt ansässiger Komponist und Installationskünstler. Seine Arbeiten umfassen Neue Oper, Multimedia-Installation, Performance-Lectures und kommerzielle Musikalben. Seine Praxis basiert auf Archivrecherchen und bewegt sich zwischen Performance und Wissenschaft.
Links: Externer Link Homepage Christina Kubisch
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18 Etagen Abriss – Wie Wohnraum vor die Hunde geht

Sendetermine: SWR 2 - Freitag, 26. Apr 2024 15:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Sascha Wundes
Produktion: WDR 2023, 50 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Sascha Wundes
Komponist(en): Sascha Wundes
Technische Realisation: Olaf Dettinger
Technische Realisation: Sebastian Nohl
Regieassistenz: Tim Müller
Inhaltsangabe: Mehr als 20 Jahre stand das 'Horrorhaus' von Dortmund leer, dann wurde es abgerissen. Ein Symbol für die Spekulation mit Wohnraum. Was ist schiefgelaufen?
Gebaut wurde das achtzehnstöckige Hochhaus Kielstraße 26 als Big Beautiful Building mit sozialem Mietendeckel und einem unglaublichen Ausblick. 20 Jahre war vieles gut, dann ging alles schief. Anfang der 1990er Jahre wurden die 102 Wohnungen als Renditeprojekte an ahnungslose Käufer verkauft. Schon bald verfügten die neuen Besitzer nicht mehr über genug finanzielle Mittel für die Instandhaltung. Nach 10 Jahren Niedergang und Notbetrieb mussten 2002 die übriggebliebenen Bewohner ausziehen. Es folgten 20 Jahre Leerstand und Verwahrlosung. Jetzt ist das Gebäude rückgebaut nach aufwendiger Schadstoffsanierung. Wohnraum wird auf dem Grundstück nicht mehr entstehen. Nur ein Beispiel für eine gescheiterte Privatisierung des Wohnens, wie sie in vielen Städten zu finden ist. Und immer auf Kosten der Mieter und Steuerzahler gehen.
Mitwirkende:
Jonas Baeck
Luana Bellinghausen
Daniel Berger
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Dachbodenfund

Sendetermine: WDR 3 - Freitag, 26. Apr 2024 19:04, (angekündigte Länge: 54:00)
Autor(en): Michael Stegemann
Produktion: WDR 2010, 54 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Krimi
Regie: Christoph Pragua
Komponist(en): Michael Stegemann
Regieassistenz: Katarina Schnell
Technische Realisation: Steffen Jahn
Technische Realisation: Werner Jäger
Inhaltsangabe: Noten - echt alt, zum Teil handgeschrieben: Dieses Ebay-Angebot ruft drei konkurrierende Interessenten auf den Plan - und die Kriminalpolizei. Denn bevor einer von den dreien den Zuschlag erhält, ist der Schuppen des Anbieters abgebrannt und der Trödler, der sich Sammel-Suermann nennt, tot. Ein Unfall oder Mord? In jedem Fall scheint sich hinter dem Angebot eine echte Rarität zu verbergen.
Mitwirkende:
Feldkamp Ludger Burmann
Kommissar Joachim Król
Bosswald Sebastian Weber
Lansing Paul Faßnacht
Von Salberg Jacqueline Macaulay
Brettschneider Gregor Höppner
Siewe Martin Bross
Tiffy Susanne Bredehöft
Frau Günnal Katharina Crespo Ocampo
Alfred Kozynski Horst Bollmann
Anna Kozynski Ilse Strambowski
Sprecherin Silke Linderhaus
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Wellenslag

Sendetermine: NDR Schlager - Freitag, 26. Apr 2024 19:05, (angekündigte Länge: 55:00)
NDR 1 Welle Nord - Freitag, 26. Apr 2024 21:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Walter Zelinski
Produktion: RB/NDR 2006, 33 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Mundarthörspiel (niederdeutsch)
Regie: Rolf Petersen
Ton: Jutta Liedemit
Technik: Sabine Kaufmann
Regieassistenz: Ilka Bartels
Inhaltsangabe: Jochen und Werner haben sich gemeinsam ihren Traum von einer Segelyacht erfüllt. Aber auch alte Freundschaften enden oft beim Geld - die Eignergemeinschaft funktioniert nicht mehr. Man wird sich trennen müssen. Noch eine letzte gemeinsame Fahrt soll es geben, aber nur einer kehrt von ihr zurück.
Mitwirkende:
Jochen Frank Grupe
Werner Dirk Böhling
Karin Meike Meiners
Marianne Reinhild Köhncke
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Arbeit

Sendetermine: RBB Radio3 - Freitag, 26. Apr 2024 19:05 Teil 3/4 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Thorsten Nagelschmidt
Produktion: rbb/WDR/MDR 2024, 221 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Ralf Haarmann
Bearbeitung: Ralf Haarmann
Thorsten Nagelschmidt
Komponist(en): Ralf Haarmann
Ton: Martin Seelig
Ton: Martin Scholz
Ton: Ulrich Hieber
Ton: Nina Kluge
Regieassistenz: Eunike Kramer
Regieassistenz: Tilman Böhnke
Dramaturgie: Juliane Schmidt
Inhaltsangabe: Berlin in einer Frühlingsnacht. Genau zwölf Stunden wird sie heute dauern. Es ist Freitagabend und in Kreuzberg und Neukölln rüsten sich die ersten für eine lange Nacht des Feierns. Während sich die einen in Schale werfen, ziehen sich die anderen ihre Arbeitskleidung an, checken Rettungsfahrzeuge und Einsatzwagen, sortieren die Deals für den Abend oder nehmen die erste Pizza-Bestellung entgegen. Arbeiten, wo andere Party machen.
Gerade radelt Bederitzky zu seinem Taxi. Mit etwas Glück kriegt er heute die große Tour. Späti-Besitzerin Anna füllt die Kühlschränke nach. Hoffentlich kommen heute nicht wieder diese Horden von besoffenen Touristen! Drogendealer Felix hat Zahnschmerzen und die Bude voller Freunde, die alle nur kommen, weil er guten Stoff vertickt. Zwölf Stunden hat die Nacht und noch ist der Abend jung.
Mitwirkende:
Erzähler Matthias Matschke
Taxifahrer Bederitzky Axel Prahl
Drogendealer Felix Thorsten Nagelschmidt
Peppi Schorsch Kamerun
Lieferfahrerin Marcella Isabel Dornheim
Sanitäterin Tanja Alina Sokhna M'Baye
Sanitäter Tarek Assad Schwarz
Osman Mo Issa
Spätibesitzerin Anna Jasmin Tabatabai
Polizeianwärterin Christina Sandra Bezler
Schüngelmann Thomas Arnold
Flaschensammlerin Ingrid Imogen Kogge
Türsteher Ten Ole Lagerpusch
Links: Externer Link Homepage von Ralf Haarmann
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Als das Theater konkurrenzlos war

Sendetermine: BR-Klassik - Freitag, 26. Apr 2024 19:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Nicole Baumann
Auch unter dem Titel: Experimentiermeile Broadway (Untertitel)
Produktion: BR 2024, 54 Min. (Stereo) - Feature
Technik: Monika Gsenger
Inhaltsangabe: Die "Roaring Twenties" waren auch am Broadway eine aufregende Zeit. Bevor es Kinos und das Radio gab, bot Live-Unterhaltung in Theatern alles, was das Herz begehrte: die American Girls der Ziegfeld-Revuen, die Blackface-Darsteller der Minstrel Shows und die Komiker und Artisten des Vaudeville, die sich auf den harten Brettern der Bühnen gegenseitig zu übertrumpfen versuchten. Junge Talente aus aller Welt arbeiteten hier. Und den Soundtrack dazu lieferte der Jazz. Die größten Hits der Komponisten der legendären Tin Pan Alley sind noch heute bekannt, denn sie fanden als musikalisches Erbe im "Great American Songbook" ihren Platz. Als die schwelgenden Melodien der europäischen Walzer - der Exportschlager der 1910er Jahre - der rasanten Zeit nicht mehr gerecht wurden, mussten neue Wege beschritten werden. Der musikalische Rundgang gibt einen Eindruck von der Vielseitigkeit und Verrücktheit einer übermütigen Theaterlandschaft.
Mitwirkende:
Franziska Ball
Christian Baumann
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Wahre Liebe: Fünf beste Tage

Sendetermine: SRF 1 - Freitag, 26. Apr 2024 20:00
Autor(en): Erwin Koch
Produktion: SRF 2023, 55 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Stefan Weber
Dramaturgie: Reto Ott
Inhaltsangabe: Ein Paar nimmt Abschied für immer. Muss Abschied nehmen, denn die schwerkranke Frau entscheidet sich für Exit. Spät haben sie sich kennengelernt, acht Jahre waren sie zusammen, nun fragen sie sich: Kennen wir uns wirklich? Fünf Tage bleiben ihnen, um noch einmal von vorne anzufangen – im Erzählen. Der Luzerner Schriftsteller und Journalist Erwin Koch ist ein Meister in der Darstellung des menschlichen Zusammen- und Für-Sich-Seins. In seinen Reportagen und Erzählungen zeichnet er Lebensbilder, in denen das ganze Spektrum dessen aufscheint, was einem ein Leben lang widerfahren kann: Glanz und Elend, Glück und Unglück, Sinn und Leere einer Existenz, die unbestimmt bleibt. Erwin Koch schildert es in seinen Porträts geduldig und genau, in freundlicher Nähe und mit respektvollem Abstand. Vor allem aber: sprachlich und stilistisch vollkommen auf die Essenz reduziert. Erwin Koch hat sich schon immer für mögliche und unmögliche Liebesgeschichten interessiert. "Fünf beste Tage" ist ein fiktiver Text, der zusammengesetzt ist aus solchen Geschichten – wahren Geschichten, die er im Lauf von Recherchen erfahren hat. Sie verdichten sich in der Hörspiel-Inszenierung des Schweizer Klangkünstlers Stefan Weber zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Frage, was ein Leben ausmacht, vom Ende her betrachtet. Und wie das Erzählen dabei helfen kann, Abschied zu nehmen. Vielleicht sogar ein Erzählen wie im Kino, ohne Rücksicht auf endgültige Wahrheiten, nach dem Motto: "Du lügst hinreissend!"
Expertenkommentar: Begründung der Jury der Akademie der Darstellenden Künste:
Der Schweizer Autor und Journalist Erwin Koch zeichnet die letzten Tage eines Paares vor dem selbst gewählten Tod der krebskranken Frau durch Inanspruchnahme einer Sterbehilfe nach. Ein Spiel führt sie in der Endphase ihrer Gemeinsamkeit zu einem großen Beziehungsabenteuer: das gegenseitige Geständnis eines nie gelüfteten, mit größter Scham behafteten Geheimnisses. Der wunde Punkt einer traurigen Lebensbilanz ihrerseits und seine lebenslange Strategie, dem Schmerz des menschlichen Daseins auszuweichen, werden nebeneinandergelegt. Das letzte Gespräch führt zu einer zuvor nie dagewesenen Nähe zwischen den beiden Menschen, die voneinander Abschied nehmen müssen. Wäre diese intime Offenheit ohne Bewusstsein des Todes und das Zustimmen dazu überhaupt möglich gewesen?
Koch habe, wie im Begleittext festgehalten wird, seine Fiktion an den Erfahrungen seiner journalistisch-dokumentarischen Arbeit orientiert. Tatsächlich ist ihm ein Text gelungen, der die Stationen einer Beziehung präzise absteckt und diese schwerste Lebensstrecke mit eindrucksstarken Bildern ertastet, dabei immer konkret bleibt und dem Unsagbaren seinen gebührenden Platz lässt. Poetisch, genau und situativ fächert er die Vielschichtigkeit von Paarbeziehungen auf, indem er Figuren schafft, die großzügig und ohne die Last der lebenslangen Bewertung auf ihre eigenen Biografien blicken.
Dadurch entsteht ein Hörspiel, das der Schwere des Abschieds trotzt und immer wieder in eine Leichtigkeit hineinführt, zum Beispiel wenn es schließt mit dem Gedankenspiel an zukünftige Wahlmöglichkeiten: „Das nächste Mal bestelle ich den Tod auf sechs Uhr morgens.” Das Anhören der Produktion wird zu einer taktvollen Sterbebegleitung, die der Komponist und Regisseur Stefan Weber mit einem stimmigen Soundtrack verwoben hat.
Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main zeichnet jeden Monat ein Hörspiel aus den Produktionen der ARD-Anstalten aus. Die Entscheidung über das HÖRSPIEL DES MONATS trifft eine Jury, die jeweils für ein Jahr unter der Schirmherrschaft einer ARD-Anstalt arbeitet. Am Ende des Jahres wählt die Jury aus den 12 Hörspielen des Monats das HÖRSPIEL DES JAHRES.
Mitwirkende:
Monika Katja Reinke
Max Vincent Leittersdorf
Arzt Thomas Douglas
Polizistin Katrin Thurm
Exit-Begleiter Peter Kner
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 02 2024
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Vier Tage Angst - Die Flucht meiner Mutter aus der DDR

Sendetermine: BR 2 - Freitag, 26. Apr 2024 20:05 Teil 4/6
Autor(en): Till Ottlitz
Produktion: BR 2019, 53 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Alexandra Distler
Ton und Technik: Fabian Zweck
Inhaltsangabe: Bärbel will aus der DDR in den Westen fliehen - mit Hilfe amerikanischer Soldaten über den Checkpoint Charlie in Berlin. Doch dann geht alles furchtbar schief. Bärbel muss sich vier Tage lang vor der Stasi verstecken. Jahrzehnte später rekonstruiert Bärbels Sohn Till Ottlitz die Flucht seiner Mutter aus der DDR. Gemeinsam mit ihr trifft er die Menschen, die Bärbel damals versteckt und unterstützt haben. Viele von ihnen sprechen zum ersten Mal über ihre Rolle in der Fluchthilfe und ihren Widerstand gegen Stasi und SED.
Mitwirkende:
Till Ottlitz
Bärbels Ottlitz
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Lost in Neulich - Kein Dorf für Anfänger

Sendetermine: BR 2 - Freitag, 26. Apr 2024 20:05 Teil 4/24
Autor(en): Natalie Tielcke
Auch unter dem Titel: Umzug mit Hindernissen (1. Teil)
Startschwierigkeiten (2. Teil)
Unerwartetes Wiedersehen (3. Teil)
Geheimnisse (4. Teil)
Hier bitte rechts abbiegen (5. Teil)
Proteste (6. Teil)
Notlügen (7. Teil)
Heckenwollafter (8. Teil)
Neue Freunde, neue Feinde (9. Teil)
Konsequenzen (10. Teil)
Mütter und Töchter (11. Teil)
Wo ist Oskar? (12. Teil)
Neue Ziele (13. Teil)
Gewissensbisse (14. Teil)
Falsche Tatsachen (15. Teil)
Anders als geplant (16. Teil)
Alles eine Frage der Perspektive (17. Teil)
Sorge um Finja (18. Teil)
Der Mythos von Neulich (19. Teil)
Skandale in Neulich (20. Teil)
Auf der Jagd (21. Teil)
Väter und Söhne (22. Teil)
Das Dorffest (23. Teil)
Nichts bleibt ewig verborgen (24. Teil)
Produktion: RB/MDR/SWR/rbb 2022, 484 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Anja Herrenbrück
Dramaturgie: Lina Kokaly
Regieassistenz: Anne Abendroth
Technische Realisation: Christian Bader
Inhaltsangabe: Herzlich willkommen in der Gemeinde Neulich: Den Neulichern macht der Bau einer Batteriezellen-Fabrik schwer zu schaffen, der eine große Veränderung für das kleine Dorf bedeutet. Außerdem zieht die Familie Lüders zurück nach Neulich, in Sandra Lüders alte Heimat auf einen ehemaligen Bauernhof.
Hier erwartet die fünfköpfige Familie Sandras Mutter. Doch das Mehrgenerationenwohnen ist nicht das einzige Thema, das jede Menge Zündstoff bereithält.
Mitwirkende:
Sandra Lüders Tessa Mittelstaedt
Thomas Lüders Martin Engler
Justus Lüders Christoph Moreno
Jana Lüders Ella Lee
Monika Lüders Cornelia Lippert
Norbert Katz, Chef Batteriezellen-Firma Thomas Arnold
Marc Schmitz, Landwirt in Neulich Barnaby Metschurat
Aslan Ünal, Ortsvorsteher Neulich Typfun Bademsoy
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Herr Achternbusch, wie heißen Sie?

Sendetermine: BR 2 - Freitag, 26. Apr 2024 20:05, (angekündigte Länge: 51:00)
Autor(en): Herbert Achternbusch
Andreas Ammer
Produktion: BR 2023, 51 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Andreas Ammer
Markus Acher
Micha Acher
Cico Beck
Komponist(en): Andreas Ammer
Markus Acher
Micha Acher
Cico Beck
Günter "Baby" Sommer
Inhaltsangabe: Herbert Achternbusch hat sein Leben in 8 1/2 kurzen Sätzen zusammengefasst: "Ich musste 1938 auf die Welt kommen, nachdem ich mir meine Eltern schon ausgesucht hatte. Meine Mutter war eine sportliche Schönheit vom Land, die sich nur in der Stadt wohlfühlte. Mein Vater war sehr leger und trank gern, er war ein Spaßvogel. Kaum auf der Welt, suchten mich Schulen, Krankenhäuser und alles Mögliche heim. Ich leistete meine Zeit ab und bestand auf meiner Freizeit. Ich schrieb Bücher, bis mich das Sitzen schmerzte. Dann machte ich Filme, weil ich mich bewegen wollte. Die Kinder, die ich habe, fangen wieder von vorne an. Grüß Gott!" Als der extrem produktive bayerische Grantler Achternbusch im Januar 2021 starb, hinterließ er außer einem umfassenden "Andechser Gefühl" 30 Filme, 50 Bücher, 28 Theaterstücke, zahllose Gemälde und Sprüche wie "Du hast keine Chance, aber nutze sie" für die allein ihm Weltruhm gebührt. Ein anderer lautet: "Meine Zeit ist vorbei. Meine Zeit hat es nie gegeben. Was ich mache, interessiert keinen mehr wirklich." Wir lernen daraus: "Wer sich nicht in Gefahr begibt, der kommt darin um." Nur Musik hat Herbert, das biertrinkende Universalgenie, nie gemacht. So ist es folgerichtig, dass ihm sich das Hörspiel "Herr Achternbusch, wie heißen Sie?" über die Töne nähert, die er dennoch hinterlassen hat. Grundlage des Hörspiels ist außer Lesungen und Gesprächen der unbekannte Text "My Name / Was macht der Elephant / Eine Autobiographie", den der Dichter in Kopien nur an seine engsten Freunde verschenkt und den jetzt die Free-Jazz-Legende Günter Baby Sommer erstmals eingelesen ... und dazu getrommelt hat.
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Alle poly?

Sendetermine: DLF - Freitag, 26. Apr 2024 20:05
Autor(en): Moritz Buchmann
Laura Cecere
Joyce Thumb
Julia Wessels
Nicola Willeke
Auch unter dem Titel: Probieren (1. Teil)
Berühren (2. Teil)
Besitzen (3. Teil)
Weinen (4. Teil)
Amouröse Selbsterkundungen der Generation Y (Untertitel)
Produktion: DLF 2022, 51 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Tina Klopp
Ton und Technik: Christoph Rieseberg
Inhaltsangabe: Wie funktioniert das, mehrere Menschen gleichzeitig zu lieben? Welche Wünsche und welche Ängste verstecken sich in dieser Idee? Was ist der Unterschied zwischen Polyamorie und einer offenen Beziehung? Und kann eine Beziehung mit Besitzansprüchen überhaupt funktionieren? Diese Fragen und noch viel mehr erkunden eine Reihe junger Menschen in diesem Feature. Ganz nah und unverstellt diskutieren sie am Küchentisch, am Telefon oder bei einer Kuschelparty. Aus einer Polyphonie der Stimmen sind die zähen Verhandlungen am Anfang einer polyamourösen Beziehung zu hören. Oder das erste Kennenlernen einer Gruppe fremder Menschen, die sich zusammenfindet, um miteinander zu kuscheln. Überforderung und der Wunsch nach Entspannung treffen aufeinander. Menschen die streiten, lachen und auch weinen. Eine Beziehung und das Chaos, was entsteht, wenn deren Anfang und Ende sich überschneiden. Erkundungen, entstanden aus einem Projekt mit Studierenden der Theaterwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.
Mitwirkende:
Joyce Thumb
Laura Cecere
Julia Wessels
Moritz Buchmann
Nicola Willeke
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Wellenslag

Sendetermine: NDR Schlager - Freitag, 26. Apr 2024 19:05, (angekündigte Länge: 55:00)
NDR 1 Welle Nord - Freitag, 26. Apr 2024 21:05, (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Walter Zelinski
Produktion: RB/NDR 2006, 33 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Genre(s): Mundarthörspiel (niederdeutsch)
Regie: Rolf Petersen
Ton: Jutta Liedemit
Technik: Sabine Kaufmann
Regieassistenz: Ilka Bartels
Inhaltsangabe: Jochen und Werner haben sich gemeinsam ihren Traum von einer Segelyacht erfüllt. Aber auch alte Freundschaften enden oft beim Geld - die Eignergemeinschaft funktioniert nicht mehr. Man wird sich trennen müssen. Noch eine letzte gemeinsame Fahrt soll es geben, aber nur einer kehrt von ihr zurück.
Mitwirkende:
Jochen Frank Grupe
Werner Dirk Böhling
Karin Meike Meiners
Marianne Reinhild Köhncke
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Trotz allem kein Hass

Sendetermine: DLR - Samstag, 27. Apr 2024 00:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 170:00)
Autor(en): Burkhard Reinartz
Auch unter dem Titel: Eine Lange Nacht über Etty Hillesum (Untertitel)
Produktion: DLF/DLR 2024, 164 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Burkhard Reinartz
Ton und Technik: Hendrik Manook
Ton und Technik: Jens Müller
Inhaltsangabe: Etty Hillesums Tagebücher (1941- 43) sind weit mehr als eine Chronik der holländischen Judenverfolgung. Liebe und Hass, Verzweiflung und Hoffnung im Angesicht der Shoa beschäftigen Hillesum in ihren Aufzeichnungen. Erstaunlich schnell wächst die junge Frau zu einer radikalen Altruistin heran. Etty Hillesum findet ihre Mitte in der Beziehung zum Göttlichen und erkennt dadurch ihre eigentliche Berufung: den jüdischen Mitmenschen in mörderischen Zeiten seelisch und praktisch beizustehen. Sie lehnt es ab, unterzutauchen und folgt anderen Amsterdamer Jüdinnen und Juden aus Solidarität in das holländische Transit-Lager Westerbork. Dort wirkt die moderne Mystikerin als „denkendes Herz der Baracke“. Ein Jahr später wird sie, noch keine 30 Jahre alt, mit ihrer Familie nach Auschwitz-Birkenau deportiert und Ende November 1943 umgebracht.
Mitwirkende:
Anja Laïs
Jean Paul Baeck
Judith Jakob
Edda Fischer
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