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Die Räume, die wir brauchen - Autorinnen auf den Spuren von Virginia Woolf |
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| Sendetermine: | ORF Ö1 - Dienstag, 10. Mär 2026 16:05 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 40:00)
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| Autor(en): | Juliane Lehmayer |
| Produktion: | ORF 2026, ca. 40 Min. (Stereo) - Feature |
| Inhaltsangabe: | 1929 formuliert die britische Autorin Virginia Woolf die Bedingungen literarischer Arbeit: Zeit, Geld und einen eigenen Raum, an dessen Tür niemand anklopft - Voraussetzungen, die Frauen lange systematisch verwehrt blieben. Knapp hundert Jahre später gilt Virginia Woolfs Essay 'Ein Zimmer für sich allein' als feministischer Klassiker, nicht zuletzt, weil er sich noch immer schmerzhaft gegenwärtig liest. Dieses 'Tonspuren'-Feature beleuchtet Woolfs Text aus heutiger Perspektive: Welche Räume braucht es 2026, um schreiben zu können - neben Care-Arbeit, Existenzsicherung und künstlerischem Anspruch? Und wo hinterlässt Woolf Lücken: wessen Erfahrungen bleiben unerwähnt, wessen Zugänge bleiben versperrt? Vier Autorinnen geben Antworten, die mitten im Alltag und gleichzeitig politisch sind: Doris Knecht spricht über literarische Abwertung, Mutterschaft und das neue Strukturieren von Zeit. Birgit Birnbacher verschiebt den Fokus auf innere Räume, Disziplin und Privilegien - und darauf, wie sehr die Frage nach 'Ruhe' bis heute politisch bleibt. Olga Grjasnowa denkt Woolfs Bedingungen vom institutionellen Zugang her weiter: Bibliotheken als egalitäre Orte, als Eintritt in Literatur und als Räume, die gerade wieder unter Druck geraten. Eva Reisinger stellt die Frage nach Intersektionalität und danach, wer im Feminismus und in der Literatur überhaupt mitgemeint ist. Das Feature 'Die Räume, die wir brauchen' folgt Virginia Woolf zurück an den Campus von Cambridge, in den Hörsaal von 1928 und zugleich mitten hinein in die Gegenwart: dorthin, wo Schreiben möglich wird, weil Raum da ist. Und wo dieser Raum immer wieder neu verteidigt werden muss. |
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Im Dienste Putins |
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| Sendetermine: | DLF - Dienstag, 10. Mär 2026 19:15 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 45:00)
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| Autor(en): | Markus Thöß |
| Auch unter dem Titel: | Deutsche Söldner kämpfen im Donbass (Untertitel) |
| Produktion: | DLF 2026, ca. 45 Min. (Stereo) - Feature |
| Regie: | Claudia Kattanek |
| Inhaltsangabe: | Deutsche kämpfen für Russland im Donbass – und reisen unbehelligt zurück. Über Söldner zwischen Front und Heimat, Behördenversagen und ein kaum beachtetes Sicherheitsrisiko mitten in Deutschland. Warum ziehen deutsche Staatsbürger freiwillig für Russland in den Krieg? Das Feature analysiert ein politisch brisantes Phänomen zwischen Ideologie, Desinformation und Radikalisierung. Auf Grundlage investigativer Recherchen, Auswertungen von Online-Netzwerken und Gesprächen mit Expert:innen zeichnet die Sendung nach, wie prorussische Narrative wirken, welche Rolle rechtsextreme Milieus spielen und wo staatliche Stellen an Grenzen stoßen. Wer rekrutiert, wer duldet, wer schaut weg? Das Feature fragt nach Verantwortung, Sicherheitsrisiken und den politischen Folgen eines Krieges, der längst auch Deutschland erreicht hat. |
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True Stories |
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| Sendetermine: | DLF - Dienstag, 10. Mär 2026 20:05, (angekündigte Länge: 55:00)
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| Autor(en): | Sophie Calle Ulrike Haage | ||||||
| Produktion: | BR 2019, 47 Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur | ||||||
| Regie: | Ulrike Haage | ||||||
| Bearbeitung: | Ulrike Haage | ||||||
| Komponist(en): | Ulrike Haage | ||||||
| Ton und Technik: Martin Offik | |||||||
| Inhaltsangabe: | Die Französin Sophie Calle gehört weltweit zu den wichtigsten zeitgenössischen Konzeptkünstlerinnen. Sie ist eine Meisterin im Auflösen der Grenzen zwischen Realität und Fiktion. Es gibt kein Tabu bei ihr, das dem Spiel Einhalt gebieten würde, solange dieses nur zum Kunstwerk wird. „Die Psychologie zwischenmenschlicher Beziehungen ist der Inhalt aller meiner Arbeiten“, sagt Sophie Calle und zeigt sich beeinflusst von Jaques Lacan, der in den 1960er und 70er Jahren eine Theorie des Unbewussten in der Alltagssymbolik entwickelte. Sophie Calle beobachtet und sammelt Daten, Spuren, Lebenslagen. Sie gibt die Ergebnisse ihrer Untersuchungen in Form tagebuchartiger Texte wieder, die von Fotografien unterstützt werden. Ulrike Haage setzt in ihrem Hörspiel einige der äußerst lakonischen und pointierten Erzählungen aus True stories einer Art akustischen Befragung aus, nimmt sich das Postkarten-Buch Tout mit Kurzbeschreibungen zu 54 Werken von Sophie Calle vor und nähert sich den Verfahrensweisen Calles an: „Dieses Hörspiel ist ein Versuch mit offenem Ausgang. Eine Interpretation von Texten, Werkbeschreibungen, die ich faszinierend oder thematisch spannend finde und über meine klanglichen Assoziationen zusätzlich mit Sounds und Musik bemustere. Ich halte mich dabei streng an unsentimentale Regeln wie Taktvorgaben, Zahlenspiele, die ich auf Noten übertrage und so weiter. Ich mische mich musikalisch dazu. Und verfahre dabei wie Sophie Calle, ich verfolge das Werk über seine Veröffentlichungen.“ (Ulrike Haage) Drei Protagonisten, der Performer Damian Rebgetz, die Sängerin Françoise Cactus und die Schauspielerin Birte Schnöink interpretieren und improvisieren mit den Texten in den drei Sprachen Französisch, Deutsch und Englisch, in die Sophie Calles Texte geschrieben oder übersetzt wurden. Die chronologisch aufeinanderfolgenden Kurzgeschichten aus True Stories zwischen privatem Erfahrungsbericht und literarischer Miniatur erhalten über die unterschiedlichen Stimmen und Klänge eine weitere Ebene von Authentizität. Eine unterschwellige Soundebene vertieft den hybriden Charakter der zum Teil verstörenden Geschichten. Unmerklich wird auch der Hörer zum Teil des Spiels, wenn die Grenze zwischen Wahrheit und Erfindung, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Erinnerung und Trauer, Verstecktem und Offenlegung verschwimmt. | ||||||
| Mitwirkende: |
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| Links: | Homepage Ulrike HaageMailformular für Ergänzungen zu diesem Titel Druckausgabe (PDF) |
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Zwiespalt und Zwiesprache |
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| Sendetermine: | DLR - Dienstag, 10. Mär 2026 22:05, (angekündigte Länge: 55:00)
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| Autor(en): | Manuel Gogos | ||||
| Auch unter dem Titel: | Die komplizierte Freundschaft zwischen einer Linksdenkenden und einer Querdenkerin (Untertitel) | ||||
| Produktion: | DLR 2022, 55 Min. (Stereo) - Feature | ||||
| Regie: | Giuseppe Maio | ||||
| Ton und Technik: Oliver DannertTon und Technik: Wolfgang Rixius | |||||
| Inhaltsangabe: | Anfang 2022: Bei seiner Regierungserklärung hat der neue Bundeskanzler Olaf Scholz gesagt, die Gesellschaft sei nicht gespalten. Gleichzeitig radikalisiert sich die Querdenker-Szene, der Verfassungsschutz beobachtet sie, sogenannte „Spaziergangs-Demonstrationen“ werden in ganz Deutschland zu einem Massenphänomen. Both read the Bible day and night, but thou read black where I read white.“ William Blake. Auch im privaten Bereich erfahren mittlerweile viele, wie sich die Gräben zwischen Impfgegnern und Befürwortern vertiefen. So auch der Autor: Seine beiden Freundinnen Christine L. und Melanie S. haben sich bei ihrem Sozialpädagogik-Studium kennengelernt, haben gemeinsam ihre Kinder großgezogen. Doch seit zwei Jahren entfremden sich die beiden voneinander: Während Christine zur Bewegung der Querdenker tendiert, alternative Medien liest und fürchtet, mit der Impfpflicht könnte in Deutschland eine Impf-Diktatur entstehen, ist Melanie grundsätzlich von der Sinnhaftigkeit des Impfens und der Funktionsfähigkeit der Demokratie überzeugt. Seither ringen die beiden miteinander, wer recht hat, wessen Weltbild stimmt. Sie munitionieren sich mit Zeitungsartikeln, bombardieren sich gegenseitig mit YouTube-Links und streiten: Leben wir in einer Diktatur oder in einer der besten Demokratien weltweit? Informieren die Medien oder lügen sie? Und welche von den beiden Seiten macht Propaganda? Gleichzeitig wollen sie ihre alte Freundschaft nicht aufgeben. Wo sie etwas gegeneinander aufbauen, reißen sie Mauern auch wieder ein. Sie treffen sich, um sich auszusprechen, gemeinsam zu feiern, wollen wieder neu zueinanderfinden, weiter eine gemeinsame Sprache sprechen. Das Feature zeichnet die Verwerfungen und die Konflikte zwischen den beiden Frauen nach − damit macht es „in a nutshell“ die Zerreißprobe unserer gesamten Gesellschaft hautnah spürbar. Gleichzeitig zeigt die Geschichte dieser komplizierten Freundschaft aber auch den Weg auf, mit dieser Entfremdung umzugehen, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen. Und immer noch zusammen Karaoke singen zu gehen. | ||||
| Mitwirkende: |
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