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Die ORF 'Sound Art' donnerstags, ab 23:03 Uhr entfällt ab März 2026

Neu im Programm ist stattdessen montags ab 21:00 Uhr die 'Blaue Stunde':

Akustische Kunst, Radiokunst und zeitgenössische Lyrik werden produziert und präsentiert, kontextualisiert und in den aktuellen Diskurs eingebettet. Gemeinsam mit den jeweiligen Szenen, Künstler:innen und Netzwerken wird ein intermedialer Laborraum geschaffen. So die Ankündigung des ORF.

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1001 Nacht (2. Staffel)

Sendetermine: DLR - Dienstag, 18. Aug 2026 08:50 Teil 70/121 (Ursendung) , (angekündigte Länge: 10:00)
Autor(en): N. N.
Produktion: DLF 2026, Min. (Stereo) - Bearbeitung Literatur
Regie: Judith Lorentz
Bearbeitung: Roxana Samadi
Judith Lorenz
Komponist(en): Philipp Johann Thimm
Besetzung: Kathi Bonjour
Ton: Andreas Stoffels
Ton: Alexander Brennecke
Ton: Susanne Beyer
Übersetzung: Claudia Ott
Inhaltsangabe: Nacht 67: Ein Gast mit Waschzwang Nacht
68: Verliebt, verwirrt, verzweifelt, verschuldet Nacht
69: Versteckt in einer Kiste Nacht
70: Die verhängnisvolle Sirbadscha Nacht
71: Verflucht gute Manieren Nacht
72: Flucht vor einem Friseu Nacht
73: Das Gedicht der Alten Nacht
74: Eine hartnäckige Kupplerin Nacht
75: Ein Haarschnitt vor dem Date Nacht
76: Die Prophezeiungen des Friseurs Nacht
77: Ein Friseur mit Ehrgefühl Nacht
78: Horoskop aus Tradition Nacht
79: Eine Notlüge Nacht
80: Von einem Schlamassel in den nächsten Nacht
81: Gut gemeint, schlecht gelaufen Nacht
82: Verfolgungsjagd durch Bagdad Nacht
83: Herr Schweigsam und seine sechs Brüder Nacht
84: Ein böser Zauber Nacht 85: Aller schlechten Dinge sind drei
Schahrasad erzählt um ihr Leben – und wir hören zu. Die Geschichten des Literaturklassikers „1001 Nacht“ führen uns zu Verliebten und Verrückten, Meereswesen und sprechenden Tieren. Nach Bagdad, Persien und China. Und mitten ins Leben.
Mitwirkende:
Roxana Samadi
Jasmin Shakeri
Susana AbdulMajid
Musik .
Daf und Tombak Roshanak Rafani
Oud Bendir Arbaain
Oud Nabil Arbaain
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Kindesherausgabe

Sendetermine: DLF - Dienstag, 18. Aug 2026 19:15 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 45:00)
Autor(en): Charly Kowalczyk
Auch unter dem Titel: Wenn Eltern von Schulverweigerern das Sorgerecht verlieren (Untertitel)
Produktion: DLF 2025, 52 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Beatrix Ackers
Ton und Technik: Oliver Dannert
Ton und Technik: Caroline Thon
Inhaltsangabe: Allein 2024 wurden etwa 39.000 Kinder in Deutschland vorübergehend oder ganz aus ihren Familien genommen. Immer mehr auch, weil sie sich weigern in die Schule zu gehen. Tun Jugendämter genug, um das zu verhindern?
In Deutschland gibt es eine gesetzliche Schulpflicht. Eltern sind verpflichtet, sie gegenüber ihren Kindern durchzusetzen. Beide Elternteile sind sich dabei nicht immer einig, ob und wie das geschehen soll. So beginnt mitunter ein erbitterter Streit ums Sorgerecht, der letztendlich vor Familiengerichten landet. Manchmal kommt es sogar bis zum äußersten und Kinder werden aus ihren Familien genommen. Wie im Fall von zwei Müttern aus Berlin und Bayern.
Dabei stellt sich die Frage, ob Jugendämter und Familiengerichte angemessen darauf reagieren, wenn die Schulpflicht vernachlässigt wird. Wie können staatliche Institutionen Fehler vermeiden oder sie korrigieren, damit das Wohl des Kindes immer an erster Stelle steht?
Mitwirkende:
Claudia Mischke
Nils Kretschmer
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Oops, wrong planet!

Sendetermine: DLF - Dienstag, 18. Aug 2026 20:05 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Gesine Schmidt
Produktion: DLF/WDR 2012, 68 Min. (Stereo) - Originalhörspiel dt.
Regie: Walter Adler
Komponist(en): Pierre Oser
Ton und Technik: Hans-Martin Renz
Ton und Technik: Karl-Heinz Stevens
Ton und Technik: Jutta Stein
Regieassistenz: Hanna Steger
Inhaltsangabe: Sie fühlen sich in der Welt fremd. Wie Außerirdische beobachten sie die Menschen. Wie Anthropologen vom anderen Stern analysieren sie ihre Rituale. Eigensinnigkeit, Sturheit, Egoismus und Mangel an Empathie wird ihnen nachgesagt. Was auch immer sie tun, autistische Menschen fühlen sich verkehrt. "worte, töne, farben erschließen sich uns als einheit, sie formen unser sein und ermöglichen uns eine tiefe sicht auf die dinge. wir sind nicht defizitär, sondern reich beschenkt." Die autistischen Zwillinge Konstantin und Korne - lius sprechen nicht, aber ihre innere Welt ist reich und durchdrungen von Sprache. Sie und andere Menschen aus dem autis - ischen Spektrum bilden mit ihren Texten und Aussagen die Basis für ein Hörspiel jenseits der Gaußschen Normalverteilung.
Expertenkommentar: Hörspiel des Monats Oktober 2012, Begründung der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste:
„reden ist unfertig und unexakt. wer laut spricht, der zerstört seine welt“, schreiben die autistischen Zwillinge Konstantin und Kornelius, die im realen Leben gerade ihr Studium an der Universität Potsdam abschließen. Im Hörspiel „Oops, wrong planet!“ von Gesine Schmidt werden sie mit ihren Texten vorgestellt. Obwohl sie nicht sprechen, betrachten sie die Sprache als „Sinn ihres Seins“.
Es ist nicht nur die abstrakte Schönheit der Texte von Konstantin und Kornelius, die im Hörspiel den Kosmos abweichender Weltwahrnehmung beschreiben. Einer vom Asperger-Syndrom betroffenen Ärztin (Lena Stolze) ist der Umgang mit Sprachmetaphern unmöglich und so nimmt das ironische Bild von den Bürgersteigen, die abends hochgeklappt werden, ganz wörtlich. Ein ebenso wissbegieriger wie lebenshungriger Teenager (Tom Schilling) - ebenfalls mit Asperger - verdoppelt in seinem überhasteten Mitteilungsdrang immer wieder einzelne Worte. Susanne Lothar hört man in einer beeindruckenden (Doppel-)Rolle - ihrer letzten: als Mutter und als ihre mit frühkindlichem Autismus geborene Tochter.
Walter Adler hat die hochverdichteten Texte der Zwillinge von Matthias Koeberlin und Florian Lukas Wort für Wort sprechen lassen: das letzte zuerst und das erste zuletzt. Im Schnitt wieder in die richtige Reihenfolge gebracht, bekommen die Wörter etwas Künstliches, die Stimmen etwas Synthetisches und die Texte eine eigene Schwerkraft. Nachrichten wie von einem anderen Planeten, der doch derselbe ist, den die neurologisch abweichenden Autisten mit dem neurotypischen Rest der Bevölkerung bewohnen. Mal laufen beide Stimmen beinahe synchron, öfter jedoch wechseln sie von Wort zu Wort, und manchmal werden die Texte auf einer dritten Ebene von dem Bariton Christof Hartkopf in einer Komposition von Pierre Oser gesungen.
Das leitende Prinzip der Inszenierung ist die Verdoppelung: von Stimmen, Wörtern, Figuren und den Welten, in denen sie leben. „Oops, wrong planet!“ nutzt ein weites Spektrum der Mittel und Möglichkeiten des akustischen Mediums und ist Radiokunst auf hohem Niveau.

Hörspielpreis der Kriegsblinden 2013, Begründung der Jury:
Gesine Schmidts Hörspiel öffnet mit höchst kunstvollen Mitteln Zugang zur Welt von Autisten, die sich, so der Titel, fühlen wie auf dem „falschen Planeten“ gelandet. Auf diesem Planeten gibt es befremdliche Möglichkeiten von Verständigung. Und wie verständigen sich Autisten und wem kommt das befremdlich vor?
Das Hörspiel reflektiert den Umgang mit Sprache. Gespräche und geschriebene Texte von vier Autisten sind die Grundlage. Da ist die Ärztin Christine, die Sprache nur ganz wörtlich verstehen kann. Metaphern oder Redensarten stürzen sie in Ratlosigkeit. Da ist der Schüler Sven, der mit sich überschlagender Sprache die Welt in eine atemberaubende Reihe von Zahlen und Berechnungen ordnet. Da ist die Mutter Doreen, die versucht, aus den Ausbrüchen ihrer autistischen Tochter die Mitteilung herauszufiltern. Was will ihr Kind ihr sagen, wenn es sich selbst verletzt?
Im Zentrum stehen die Zwillinge Konstantin und Kornelius, Philosophie-studenten, die einen hochsensiblen Umgang mit Sprache haben. Aber sie sprechen nicht. Sie schreiben. Zum Beispiel: „sprache ist der sinn unseres seins. reden ist unfertig und unexact, wer laut spricht, der zerstört seine welt“.
Mit großer Sorgfalt geht die Inszenierung verschieden auf die verschiedenen Personen ein. Nervige befremdliche Geräusche machen akustisch klar, wie Christine von der Welt täglich neu verunsichert wird. Mutter Doreen und Tochter in ihrer symbiotischen Beziehung werden als Doppelrolle inszeniert, die jede Distanz aufhebt. Dem Sven wir eine fast manische Sprache zugeordnet. Für die kargen, sinngeladenen, manchmal poetischen Texte der Zwillinge, die nie gesprochen wurden, hat Regisseur Adler eine eigene artifizielle Sprache gefunden. Jedes Wort wurde einzeln aufgenommen und im Schnitt zusammengesetzt, wodurch eine abgehobene, von Ausdruck oder Gefühlen befreite Artikulation hörbar wird. Und Komponist Pierre Oser hat diese Texte kongenial vertont.
Die Jury war angetan von diesem gelungenen Umgang mit ungewöhnlichen akustischen Mitteln.
(Anna Dünnebier, Köln 11.6.2013)
Mitwirkende:
Die Zwillinge Konstantin & Kornelius, die Philosophie studieren, nicht sprechen Matthias Koeberlin
Die Zwillinge Konstantin & Kornelius, die Philosophie studieren, nicht sprechen Florian Lukas
Christine, Ärztin für Allgemeinmedizin, Psychotherapie, vom Asperger Syndrom betroffen Lena Stolze
Steven, Realschüler, angehender Vulkanologe mit Asperger Diagnose Tom Schilling
Doreen, Redakteurin, Mutter von Lena, die mit frühkindlichem Autismus zur Welt kam Susanne Lothar
Susanne Barth
Fiona Metscher
Wolfgang Rüter
Leona Mähler
Susan Bonney-Cox
Gregor Höppner
Jochen Langner
Edda Fischer
Anja Lais
Gesang Christof Hartkopf
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats 10 2012
Hörspielpreis der Kriegsblinden 2013
Links: Externer Link Homepage Pierre Oser
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La Marca Unica

Sendetermine: MDR Kultur - Dienstag, 18. Aug 2026 20:05 (gekürzt) , (angekündigte Länge: 55:00)
Autor(en): Thomas Erbach
Auch unter dem Titel: Alltag und Mythos der kubanischen Zigarre (Untertitel)
Produktion: MDR 1998, 59 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Sabine Ranzinger
Bearbeitung: Holger Kliemchen
Schnitt: Holger Kliemchen
Ton: Dietmar Hagen
Regieassistenz: Stanka Kossewa
Inhaltsangabe: An den Geschmack der besten Zigarren erinnert man sich ein Leben lang, sagen die Kubaner. Ihr Verhältnis zur Havanna ist erotisch, spirituell, existentiell. Tabak ist Kultur auf Kuba, Philosophie und Devisenbringer. Autor Thomas Erbach hat mehrere Monate auf Kuba recherchiert. Wir folgen ihm auf die Pflanzungen in Vuelta Abajo in der westlichen Provinz Pinar del Rio, wo die feinen Deckblätter unter Gaze gezogen werden. Wir gehen durch die Straßen Havannas, wo einem illegal gefertigte Zigarren angeboten werden, treten ein in die Werkstatt eines Fälschers, und unterziehen uns einer spirituellen Reinigung durch Rauch.
Wir gehen in die Manufakturen: Zu Partagas, Romeo y Julieta und in die exquisite Fertigung von El Laguito, draußen in Miramar, von der es heißt, dass eine extra Abteilung nur für Fidel Castro produzierte. Aber der raucht nicht mehr.
Wir erleben Kuba von unten, Momente des Glücks, des Genusses und der Härte des Alltags. Zigarren werden per Hand gerollt, so wie vor 150 Jahren, Blatt für Blatt. Jeder Torcedor, jeder Zigarrendreher, darf täglich zwei Stück mit nach Hause nehmen. Genau so eine Zigarre, die einzigartige Privatmarke von Pedro Luis Seja, der bei Partagas einer der besten Dreher ist, geht in "La Marca Unica" in Rauch auf.
Mitwirkende:
Eugenia de la Caridad Obiol Bicet
Käte Koch
Monika Pietsch
Maximilian Held
Friedhelm Ptok
Joachim Zschocke
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Geschlecht - Braucht Mensch das?

Sendetermine: DLR - Dienstag, 18. Aug 2026 22:05 Teil 1/4, (angekündigte Länge: 30:00)
DLR - Dienstag, 18. Aug 2026 22:30 Teil 2/4, (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Teresa Schomburg
Auch unter dem Titel: Der Entschluss (1. Teil)
Einsortiert (2. Teil)
Was wir verlieren (3. Teil)
Was wir gewinnen (4. Teil)
Produktion: DLF 2023, 109 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Hanna Steger
Ton und Technik: Gunther Rose
Ton und Technik: Thomas Widdig
Inhaltsangabe: Der Entschluss (1/4) Die deutsche Gegenwart ist binär. Zumindest in Sachen Geschlecht: Männer hier, Frauen dort. Die Autorin fühlt sich damit unwohl. Sie will nicht länger in die Kategorie „Frau“ gepresst werden. Aber da rauszukommen ist schwerer als gedacht. Rat holt sich Teresa Schomburg bei der nichtbinären Person Ravna Siever, die sich auch beruflich mit Geschlechterstereotypen beschäftigt. Zusammen treffen sie Eltern, die ihr Kind vor gesellschaftlichen Zuschreibungen schützen wollen, und die Autorin fasst einen Entschluss: Sie möchte die offizielle Kategorie „Frau“ loswerden.
Einsortiert (2/4) Schon vor der Geburt scheinen die Weichen gestellt: Penis oder Vulva heißt blau oder rosa, rational oder emotional. Genitalien sollen darüber entscheiden, wer wir sind. Ist das sinnvoll? Eine Gynäkologin und ein Historiker geben Antworten. Für die Ärztin Ute Riegelsberger ist es Teil ihrer Arbeit, das Geschlecht von Ungeborenen zu bestimmen. Ist für sie immer alles klar? Und: Wer Kinder bekommt, ist eine Frau, oder? Ravna Siever meint: Nicht unbedingt. Ravna hat Kinder geboren und ist doch keine Frau. Und der Historiker Martin Lücke weiß: Das Bild, das wir heute von Männern und Frauen haben, ist nicht einmal 200 Jahre alt.
Was wir verlieren (3/4) Viele Menschen finden: Ist doch alles in Ordnung, wie es ist. Geschlecht abschaffen? Unnötig, unmöglich, vielleicht sogar gefährlich. Eine klare Einteilung in Mann und Frau vermittelt Sicherheit und Orientierung in einer ohnehin schon komplizierten Welt. Die Autorin diskutiert mit ihrer Mutter, einem Freund und einer streng gläubigen Katholikin, warum sie an den Kategorien festhalten wollen. Denn was ist mit denen, die da nicht reinpassen? Über getrennte Umkleiden im Schwimmbad oder Toiletten denken viele gar nicht nach. Für Ravna Siever als nichtbinäre Person sind sie sogar gefährlich.
Was wir gewinnen (4/4) Wo etwas verloren geht, gibt es meistens auch etwas zu gewinnen. Mehr Räume zur Entfaltung zum Beispiel. Das könnte doch auch spannend sein statt bedrohlich. Personen, die nicht in binäre Geschlechterkategorien passen, scheint es erst seit wenigen Jahren zu geben. Ist das nur ein Trend oder werden diese Menschen erst jetzt sichtbar? Dan Dansen hat für eine Performance das Mittelalter durchforstet – und dort verblüffend viel Queerness gefunden. Und eine Berliner Kita blickt in eine geschlechtsoffene Zukunft. Ist das mehrheitstauglich oder bleibt es eine Utopie?
Mitwirkende:
Valentin Stroh
Nina Lentföhr
Anna Panknin
Trieneke Klein
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Geschlecht - Braucht Mensch das?

Sendetermine: DLR - Dienstag, 18. Aug 2026 22:05 Teil 1/4, (angekündigte Länge: 30:00)
DLR - Dienstag, 18. Aug 2026 22:30 Teil 2/4, (angekündigte Länge: 30:00)
Autor(en): Teresa Schomburg
Auch unter dem Titel: Der Entschluss (1. Teil)
Einsortiert (2. Teil)
Was wir verlieren (3. Teil)
Was wir gewinnen (4. Teil)
Produktion: DLF 2023, 109 Min. (Stereo) - Feature
Regie: Hanna Steger
Ton und Technik: Gunther Rose
Ton und Technik: Thomas Widdig
Inhaltsangabe: Der Entschluss (1/4) Die deutsche Gegenwart ist binär. Zumindest in Sachen Geschlecht: Männer hier, Frauen dort. Die Autorin fühlt sich damit unwohl. Sie will nicht länger in die Kategorie „Frau“ gepresst werden. Aber da rauszukommen ist schwerer als gedacht. Rat holt sich Teresa Schomburg bei der nichtbinären Person Ravna Siever, die sich auch beruflich mit Geschlechterstereotypen beschäftigt. Zusammen treffen sie Eltern, die ihr Kind vor gesellschaftlichen Zuschreibungen schützen wollen, und die Autorin fasst einen Entschluss: Sie möchte die offizielle Kategorie „Frau“ loswerden.
Einsortiert (2/4) Schon vor der Geburt scheinen die Weichen gestellt: Penis oder Vulva heißt blau oder rosa, rational oder emotional. Genitalien sollen darüber entscheiden, wer wir sind. Ist das sinnvoll? Eine Gynäkologin und ein Historiker geben Antworten. Für die Ärztin Ute Riegelsberger ist es Teil ihrer Arbeit, das Geschlecht von Ungeborenen zu bestimmen. Ist für sie immer alles klar? Und: Wer Kinder bekommt, ist eine Frau, oder? Ravna Siever meint: Nicht unbedingt. Ravna hat Kinder geboren und ist doch keine Frau. Und der Historiker Martin Lücke weiß: Das Bild, das wir heute von Männern und Frauen haben, ist nicht einmal 200 Jahre alt.
Was wir verlieren (3/4) Viele Menschen finden: Ist doch alles in Ordnung, wie es ist. Geschlecht abschaffen? Unnötig, unmöglich, vielleicht sogar gefährlich. Eine klare Einteilung in Mann und Frau vermittelt Sicherheit und Orientierung in einer ohnehin schon komplizierten Welt. Die Autorin diskutiert mit ihrer Mutter, einem Freund und einer streng gläubigen Katholikin, warum sie an den Kategorien festhalten wollen. Denn was ist mit denen, die da nicht reinpassen? Über getrennte Umkleiden im Schwimmbad oder Toiletten denken viele gar nicht nach. Für Ravna Siever als nichtbinäre Person sind sie sogar gefährlich.
Was wir gewinnen (4/4) Wo etwas verloren geht, gibt es meistens auch etwas zu gewinnen. Mehr Räume zur Entfaltung zum Beispiel. Das könnte doch auch spannend sein statt bedrohlich. Personen, die nicht in binäre Geschlechterkategorien passen, scheint es erst seit wenigen Jahren zu geben. Ist das nur ein Trend oder werden diese Menschen erst jetzt sichtbar? Dan Dansen hat für eine Performance das Mittelalter durchforstet – und dort verblüffend viel Queerness gefunden. Und eine Berliner Kita blickt in eine geschlechtsoffene Zukunft. Ist das mehrheitstauglich oder bleibt es eine Utopie?
Mitwirkende:
Valentin Stroh
Nina Lentföhr
Anna Panknin
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